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Brandenburg/Havel Noro-Virus kommt auch in Brandenburg vor
Lokales Brandenburg/Havel Noro-Virus kommt auch in Brandenburg vor
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17:15 06.01.2017
Der Noro-Virus schlägt in diesem Winter heftiger und früher zu als in den vergangenen Jahren. Das Robert-Koch-Institut vermutet einen neuen Virustyp als Ursache dafür. Quelle: dpa
Brandenburg

Der Noro-Virus ist in diesem Jahr weit heftiger ausgebrochen als in den Vorjahren. Das bestätigt Kai-Uwe Schwinzert, Sprecher des Landratsamtes von Potsdam-Mittelmark. Die Zahl der gemeldeten Norovirusinfektionen in diesem Herbst und Winter sei deutschlandweit, aber auch in Potsdam-Mittelmark im Vergleich zu den Meldungen der Vorjahre deutlich erhöht. „Dieser Anstieg trat in dieser Saison 2016/17 zudem erheblich früher auf als in den Vorjahren“, so Schwinzert.

Vorsichtsmaßnahmen bei Noro-Ausbruch

Der Noro-Virus ist nicht meldepflichtig. Ausnahme ist nach Angaben des Gesundheitsamtes der Stadt Brandenburg nur ein Krankheitsausbruch, also zwei oder mehr Fälle mit einem epidemiologischen Zusammenhang. Dann gilt die Meldepflicht.

Auf Händeschütteln verzichten. Flüssigseife und Einmalhandtücher verwenden.

Bei Krankheitsfällen in der Familie raten die Gesundheitsämter zu folgenden Vorsichtsmaßnahmen: Essgeschirr heiß abwaschen, mit Stuhl oder Erbrochenem verunreinigte Wäsche bei mindestens 60 Grad waschen. Wegwerfwindeln oder Tücher mit Erbrochenem sollten schnellstmöglich in flüssigkeitsdichten Plastiktüten entsorgt werden. Gummihandschuhe tragen beim Putzen von Toiletten und von mit Erbrochenem verschmutzten Gegenständen. Türgriffe und Böden gründlich reinigen.

Wer erkrankt ist, sollte mindestens 48 Stunden nach den letzten Symptomen Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen und Kitas fern bleiben. Notfalls Ärzte oder Kliniken aufsuchen, wenn der Flüssigkeitsmangel nicht ausgeglichen werden kann. Dies betrifft insbesondere Babys und Kleinkinder und ältere und chronisch kranke Menschen.

Betroffen sind nach Angaben des Gesundheitsamtes der Stadt Brandenburg auch Kitas, Pflege- und medizinische Einrichtungen. Das teilte Susanne Wiegner von der Pressestelle der Stadtverwaltung am Freitag auf MAZ-Anfrage mit. „Die Symptome sprechen für eine Norovirusinfektion.“ Eine Impfung sei nicht möglich. Das Robert-Koch-Institut geht davon aus, dass für den heftigeren Ausbruch in diesem Jahr ein neuer Virustyp verantwortlich sein könnte wie zuletzt 2008.

Weil der leicht übertragbare Noro-Virus insbesondere in Gemeinschaftseinrichtungen wie Krankenhäusern, Kindergärten, Schulen und Altenpflegeeinrichtungen für große Gastroenteritis-Ausbrüche verantwortlich sein kann, hat das Kreisgesundheitsamt Vorkehrungen gestartet: „Der Fachdienst Gesundheit arbeitet mit den betroffenen Einrichtungen eng zusammen, um die notwendigen hygienischen und organisatorischen Maßnahmen einzuleiten“, so Schwinzert.

Symptome des Noro-Virus’ sind schwallartiges Erbrechen und Durchfall, Glieder- und Kopfschmerzen. Gefährlich ist er wegen des hohen Flüssigkeitsverlustes für Babys und Kleinkinder und ältere Menschen. Betroffene sollten viel trinken und den Elektrolytmangel ausgleichen.

Der Noro-Virus ist auch noch sieben bis 14 Tage nach Krankheitsausbruch ansteckend. Sorgfältige Hände- und Toiletten-Hygiene können schützen.

Von Marion von Imhoff

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