Volltextsuche über das Angebot:

26 ° / 19 ° Gewitter

Navigation:
Notärztin im Rettungsboot

Pritzerber sorgen in der Dunkelheit für Hilfe auf der Havel Notärztin im Rettungsboot

Bei einem spektakulären Einsatz hat eine Notärztin einen Hausbootfahrer gerettet. Der Mann war in Lebensgefahr geraten. Die Pritzerber Feuerwehr suchte das Schiff. Sie setzte die Medizinerin im Rettungsboot über. 

Voriger Artikel
Handtasche, Geldbörse und Handy weg
Nächster Artikel
„Noch zu viele offene Fragen“

Pritzerber Feuerwehrleute und ihr Rettungsboot.

Quelle: Frank Bürstenbinder

Pritzerbe. Jede Minute zählt. Doch Ortswehrführer Thomas Betz gibt nur vorsichtig Gas und schaltet das Blaulicht ein. Das Rettungsboot der Pritzerber Feuerwehr ist auf Schleichfahrt. Gesucht wird ein Hausboot irgendwo im Schilfgürtel zwischen Pritzerbe und Fohrde.

Die Leitstelle hat einen Notfall gemeldet. Ein Passagier braucht ärztliche Hilfe. Lebensgefahr! Doch gegen 22 Uhr ist es stockdunkel auf der Havel. Feuerwehrmann Steffen Zweig leuchtet mit einem Handscheinwerfer das Ufer ab. Keine Spur von dem fremden Wasserfahrzeug. Doch es gibt Handy-Kontakt. Nur wissen die Hilfesuchenden selbst nicht, wo genau sie sind. "Dafür zeigte ihr Navi die August-Bebel-Straße an. Wir dachten zuerst, die stecken im Silokanal. Doch es war die Bebel-straße in Fohrde", erinnert sich Jan Lehnhardt, der zur Einsatzzeit Dienst in der Brandenburger Rettungsleitstelle hatte. Deshalb Alarm für Pritzerbe, wo seit zweieinhalb Jahren ein modernes Rettungsboot stationiert ist.

Mit an Bord sind Notärztin Kristina Glaesner, zwei Rettungssanitäter und ein Rettungsassistent. Der Mann, um den es geht, soll im Rollstuhl sitzen. Endlich. Gegenüber der Villa Fohrde stoßen die Retter auf das Hausboot, zwei Insassen machen sich mit Taschenlampen bemerkbar. Die Ärztin und ihre Begleiter vom Rettungsdienst beginnen mit der Behandlung des internistischen Notfalls. Noch rechtzeitig und mit Erfolg. Der 52-jährige Patient kann an Bord bei seinen Mitfahrern bleiben. Den drei Pritzerber Feuerwehrleuten spricht Notärztin und Anästhesistin Glaesner ein großes Dankeschön aus. Auch der leitende Notarzt am Brandenburger Klinikum, Martin Hochstatter, sagte gestern der MAZ: "Kompliment an die Pritzerber. Das war ein perfektes Zusammenspiel."

Von Frank Bürstenbinder

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Brandenburg/Havel

Sollte Rauchen im Auto verboten werden, wenn Kinder dabei sind?

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg