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Brandenburg/Havel Nach HEM nun Esso: „Diesel? Ham’ wa nich!“
Lokales Brandenburg/Havel Nach HEM nun Esso: „Diesel? Ham’ wa nich!“
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14:14 30.11.2018
Zu spät: Torsten Blume brauchte am Freitag nur fünf Liter Diesel. Doch Madeleine Lüdicke von der Esso-Tankstelle musste den Kunden enttäuschen. Sie sperrte gerade die Säulen ab. Quelle: JACQUELINE STEINER
Brandenburg/H

„Es ist eine Katastrophe“, ärgert sich Harald Steinke. Der Chef der Esso-Station in der Berliner Straße kann seit Donnerstag kein Diesel verkaufen. Der Tank ist leer. Erst an diesem Sonnabend könnte Nachschub kommen – vielleicht. „Genau weiß das keiner. Die Lastzüge stehen schon beim Befüllen in den Raffinerien im Stau“, weiß der Tankstellenbetreiber. Ebbe beim Diesel bedeutet für seine Station in strategisch wichtiger Lage am Stadtausgang weniger Spritkunden und weniger Umsatz im Shop.

Nur ein Beispiel

Weil deutschlandweit zu wenig Diesel im System ist, bekommt jetzt auch die Stadt Brandenburg erste Lieferengpässe zu spüren. Die leergelaufene Esso-Tankstelle ist nur ein Beispiel. Am Donnerstag traf es die HEM-Tankstelle in der Rathenower Landstraße. Auch die Kollegen der selben Marke mit ihrer autobahnnahen Tankstelle in Ziesar saßen auf dem Trockenen. „Inzwischen sind beide Stationen wieder voll verkaufsfähig“, teilte die Deutsche Tamoil GmbH der MAZ auf Nachfrage mit. HEM ist eine Marke des in Hamburg sitzenden Unternehmens.

Der Diesel ist alle. HEM-Tankstelle in der Rathenower Landstraße am Donnerstag. Quelle: Frank Bürstenbinder

Tamoil räumte in einer Stellungnahme ein, dass auch an HEM-Tankstellen vorübergehende Lieferengpässe nicht ausgeschlossen werden können.


„Durch das Niedrigwasser der Flüsse können Läger und in der Folge Tankstellen unter Umständen derzeit nicht mehr in vollem Umfang beliefert werden. Wir bedauern die Unannehmlichkeiten“, heißt es in einer schriftlichen Stellungnahme. Erstaunlich ist dagegen die Preisentwicklung bei Diesel trotz des verknappten Angebots und politischer Krisen, die sonst für jede Preiserhöhung herhalten müssen.

Andere haben genug

Diesel gibt es wieder für unter 1,30 Euro den Liter zu kaufen. Aral oder die Tankstelle im Wuster Gewerbepark (vormals Kaufland) kennen derzeit keine Lieferengpässe. „Wir haben genug“, heißt es aus der Branche. Die Lage ist je nach den Beschaffungswegen höchst uneinheitlich. Für Verärgerung hatte am Donnerstag bei HEM-Kunden die hell erleuchtete Preistafel am Straßenrand gesorgt, obwohl alle Diesel-Pistolen abgeschaltet waren. Wer an Stationen mit Diesel und Benzin nur Super tanken wollte, musste seine Säule erst freischalten lassen.

Von Frank Bürstenbinder

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