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Nur jeder 300. Fahrer passiert Blitzer zu schnell

Brandenburg an der Havel Nur jeder 300. Fahrer passiert Blitzer zu schnell

Nur etwa jeder 300. Auto-, Motorrad- oder Lkw-Fahrer tappt in der August-Bebel-Straße in Brandenburg an der Havel in die Radarfalle. Die moderne Blitzersäule „Poliscan Speed“ ist im April an die Stelle des bisherigen mit Fahrbahnsensoren betriebenen Messplatzes getreten. Erstes Fazit: Dort verstoßen nicht mehr Autofahrer gegen das Tempo-50-Gebot als vorher.

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Die Blitzersäule ist nahe der Gördenbrücke ist seit dem 11. April in Betrieb. Das Verkehrsverhalten hat sich dadurch nicht verändert.

Quelle: JACQUELINE STEINER

Brandenburg/H. Nur etwa jeder dreihundertste Auto-, Motorrad- oder Lkw-Fahrer tappt in der August-Bebel-Straße in die Radarfalle. Die moderne Blitzersäule „Poliscan Speed“ ist am 11. April an die Stelle des bisherigen mit Fahrbahnsensoren betriebenen Messplatzes getreten. Nach erster Einschätzung der Straßenverkehrsbehörde in Brandenburg/Havel verstoßen dort etwa so viele Autofahrer gegen das Tempo-50-Gebot wie zuvor.

Die Autofahrer in Brandenburg/Havel sind in aller Regel entweder zivilisiert unterwegs oder sie sind gut vorgewarnt vor den relativ neuen Laser-Messgeräten, die Geschwindigkeitsverstöße zugleich in beiden Fahrtrichtungen feststellen und registrieren können.

Als zweites derartiges Messgerät ist die Säule nahe der Gördenbrücke seit dem 11. April scharf geschaltet. Wegen der dortigen Baustelle liegt bisher lediglich eine sehr begrenzte Datenreihe aus den Monaten April und Juli vor.

Daraus ergibt sich, dass stadtauswärts in Richtung Hohenstücken und Görden 0,29 Prozent der Verkehrsteilnehmer gegen das Tempo-50-Gebot verstoßen haben. Stadteinwärts sind es mit 0,32 Prozent nur geringfügig mehr. Die gemessenen Spitzengeschwindigkeiten lagen bei 120 Stundenkilometern stadtauswärts und 87 Stundenkilometern stadteinwärts.

Die Werte sind vergleichbar denen, die der erste Superblitzer misst, der im Juni 2016 am Hauptbahnhof in Betrieb gegangen ist. Als er neu war, tappte etwa jeder 76. Fahrzeuglenker in die Radarfalle. Diese Quote ging bereits zum Ende des Jahres deutlich zurück auf das nach Auskunft von Stadtsprecherin Angelika Jurchen verhältnismäßig geringe Grundniveau von 0,30 Prozent. An normalen Werktagen fahren dort knapp 15 000 Fahrzeuge entlang, an Samstagen sind es fast 12 000 und sonntags rund 8600.

Allerdings verstoßen seit April wieder deutlich mehr Verkehrsteilnehmer gegen das Tempolimit. Als Grund vermuten die Verkehrsexperten den deutlich höheren Anteil an überörtlichem Verkehr in den Urlaubs- und Reisemonaten.

Der schnellste Flitzer im ersten Halbjahr passierte den Hauptbahnhof mit 131 Stundenkilometern, der schnellste Lkw-Fahrer hatte 83 km/h auf dem Tacho. „Die durchschnittliche Verstoßquote liegt für alle stationären Messplätze in der Stadt derzeit bei 0,35 Prozent“, teilt Angelika Jurchen unter Berufung auf die Straßenverkehrsbehörde mit.

Von Jürgen Lauterbach

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