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Brandenburg/Havel Obdachlose werden auf geregeltes Leben vorbereitet
Lokales Brandenburg/Havel Obdachlose werden auf geregeltes Leben vorbereitet
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15:21 21.02.2018
Die städtische Wohnungsgesellschaft ist erster Ansprechpartner der Stadt bei den Obdachlosenwohnungen. Quelle: JACQUELINE STEINER
Brandenburg/H

Ein Jahr lang habe die Abteilung Kommunale Wohnhilfe im Fachbereich Soziales und Jugend an einem neuen Handlungskonzept geschrieben, antwortet der zuständige Beigeordnete Wolfgang Erlebach (Die Linke) auf eine Anfrage von Ute Taege (CDU). Die Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses wollte unter anderem wissen, wie die tägliche Arbeit der Kommunalen Wohnhilfe organisiert wird.

In dem Ressort arbeiten sechs Frauen, vier von ihnen sind Sozialarbeiterinnen, die sich um Familien kümmern, die von Obdachlosigkeit bedroht sind, weil Mietzahlungen ausgeblieben sind und es bereits entsprechende Räumungstitel gibt. Die Mitarbeiterinnen versuchen, das Schlimmste abzuwenden, indem sie Zahlungsaufschübe und Ratenzahlungen aushandeln und auf Hilfsmöglichkeiten durchs Amt beziehungsweise durch Arbeitsagentur/Jobcenter hinweisen sowie diese vermitteln.

„Weitere zwei Mitarbeiterinnen sind mit der reaktiven Aufgabenwahrnehmung bei Obdachlosigkeit betraut“, sagt Erlebach. Das heißt, sie besorgen schnell Wohnungen, damit gerade die auf der Straße stehenden Familien nicht ins Obdachlosenheim müssen, in dem vor allem wohnungslose Einzelpersonen untergebracht sind.

Erste Anlaufstelle für die Stadtverwalterinnen war bislang immer die kommunale Wohnungsgesellschaft Brandenburg, obwohl es „keine schriftlich vereinbarte Zusammenarbeit zwischen Wobra und Stadt gibt“, sagt Erlebach. Lediglich eine Vereinbarung zur Mietpreishöhe zwischen Sozialamt und Wobra galt bis zum Jahresende 2017. Erst jetzt soll neu verhandelt werden.

„Wir haben einige der betroffenen Wohnungen im Zuge des Bavaria-Geschäftes an die TAG Wohnen abgegeben, betreiben derzeit noch vier Wohnungen mit der Stadt“, sagt Wobra-Chef Stephan Falk. Die Sozialarbeiterinnen unterhielten direkte Kontakte zu seiner Vermietungsabteilung, um im Bedarfsfall schnell passende Wohnungen zu finden. „Mieterin ist in diesen Fällen die Stadt. Die Familien werden vom Sozialamt intensiv betreut, um Probleme abzuräumen.“

Ziel sei es, die von Obdachlosigkeit betroffenen Familien wieder an ein geregeltes Leben heranzuführen. „Das dauert in der Regel eineinhalb bis zwei Jahre, dann treten die Familien an Stelle der Stadt in die vorhandenen Mietverträge ein“, schildert Falk die Vorgehensweise. Es gebe auch mit den Familien keine größeren Probleme bezüglich Lärm, Unordnung oder Nachbarschaftsauseinandersetzungen.

Aktuell am längsten betreut wird eine Familie seit August 2011, für das Frühjahr dieses Jahres ist es geplant, dass sie in ein ordentliches Mietverhältnis wechselt. Ähnliches sieht die Planung für weitere sieben Familien bis zum kommenden Jahr vor. Lediglich bei drei Familien sei die Perspektive derzeit noch offen, bescheidet Erlebach.

„Zu den Familien besteht ein regelmäßiger Kontakt durch die Mitarbeiterinnen. Häufigkeit und Intensität richten sich nach dem Hilfebedarf und der Mitwirkung der Familien. Mit ihnen wird ein individueller Hilfeplan erstellt. Im fortlaufenden Prozess werden je nach Bedarf Hausbesuche, Beratungsgespräche sowie aktive Hilfestellungen geleistet. Das Aufsuchen erfolgt zwischen.einmal in der Woche bis einmal im Monat.“

Von André Wirsing

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