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Brandenburg/Havel Beide Kandidaten sehen Flüchtlinge positiv
Lokales Brandenburg/Havel Beide Kandidaten sehen Flüchtlinge positiv
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18:11 26.02.2018
Jan van Lessen und Steffen Scheller (rechts). Quelle: JACQUELINE STEINER
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Brandenburg/H

Wie bewerten die beiden Oberbürgermeister-Kandidaten den Zuzug von geflüchteten Menschen nach Brandenburg/Havel? Sind sie erfreut darüber oder eher skeptisch? Darum geht es in unserer abschließenden Wahlkampffrage an Steffen Scheller (CDU) und Jan van Lessen (parteilos). Diesmal zeigen sich Schnittmengen.

Der positive Wanderungssaldo in der jüngsten Vergangenheit hat seine Ursache in der Zuwanderung aus dem Ausland. Im Jahr 2013 gehörten zur nicht deutschen Bevölkerung in Brandenburg/Havel 1516 Menschen. Diese Zahl stieg im Jahr 2014 auf 1742, im Jahr 2015 auf 2471 und im Jahr 2016 nach vorläufigen Zahlen auf 3071. Frauen und Männer, die auf ihrer Flucht in die Havelstadt kommen, bringen sehr unterschiedliche Voraussetzungen mit.

Zu diesem Thema befragt die MAZ-Redaktion wenige Tage vor dem Wahlsonntag am 25. Februar die beiden Oberbürgermeister-Kandidaten Jan van Lessen (parteilos) und Steffen Scheller (CDU). Die Fragen an beide lauten: Freuen Sie sich über alle Neubürger unabhängig von ihrer Herkunft gleichmäßig? Oder bevorzugen Sie eindeutig diejenigen Menschen, die aufgrund ihrer Qualifikation der Stadt Nutzen bringen können?

Steffen Scheller: „Mein Ziel ist, dass Brandenburg an der Havel eine Stadt für Alle ist. Deshalb halte ich nichts davon, Menschen nach Kategorien – oder wie in der Tage formuliert – nach Nutzen einzuteilen und zu bewerten.

Fakt ist, unsere Stadt ist attraktiv und immer mehr Menschen ziehen zu uns. Darunter sind gut Qualifizierte und auch solche Menschen, denen wir mit Bildung und Ausbildung helfen müssen. Dafür haben wir mit unseren Schulen, Unternehmen, Ausbildungseinrichtungen und Netzwerkpartnern gute Voraussetzungen. Diese Angebote und Möglichkeiten will ich weiter unterstützen und ausbauen.“ Jan van Lessen: „Ich freue mich über jeden, der nach Brandenburg zieht, unabhängig von Qualifikation und Herkunft. Die Stadt Brandenburg an der Havel muss zukünftig Antworten auf die Frage finden, wie sie aktiv selber qualifizierte und engagierte junge Menschen – möglichst mit Familie – motivieren kann, nach Brandenburg an der Havel zu ziehen, auch wenn diese nicht in der Stadt arbeiten.

Dazu muss intensiv und gezielt in den Städten geworben werden, die schon heute voll, teuer und laut sind und damit die typisch Brandenburger Qualitäten von Natur, Wasser, Geschichte und bezahlbarem Wohnraum, Kitas und kultureller Bildung vermissen lassen. Die Stadt Brandenburg an der Havel braucht Zuzug, damit die bestehenden Institutionen auch zukünftig ausgelastet sind und bestehen bleiben können.“

Von Jürgen Lauterbach

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