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Oberschüler lernen die Zeitung kennen

MAZ-Schulreporter Oberschüler lernen die Zeitung kennen

Was ist eine Nachricht, was ein Bericht und welche Formen eines Kommentars kennt eine Tageszeitung? All diese Fragen können die Neuntklässler der Oberschule Nord in Brandenburg in der dritten Woche ihres MAZ-Schulreporter-Projekts spielend beantworten.

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Lisa Fitzke (l.) und Estrella Eichstädt sind seit zwei Wochen MAZ-Schulreporter. Jetzt geht es an das Schreiben eigener Artikel.

Quelle: JACQUELINE STEINER

Brandenburg/H. Was ist ein Lokalteil, was ist ein Zitat? Gabriele Freyer, Lehrerin an der Brandenburger Oberschule Nord, möchte das von den Neuntklässlern wissen. Der A-Kurs der 9 b und 9b hat an diesem Montagmittag Deutsch. Seit zwei Wochen lesen die 15- bis 16-Jährigigen die Märkische Allgemeine im Unterricht. Das ist nicht nur erlaubt, sondern gewünscht. Die Jugendlichen sind MAZ-Schulreporter.

Natürlich wissen sie inzwischen längst, dass ein Zitat die wortwörtliche Wiedergabe eine Äußerung ist. Sie haben gelernt, was eine Nachricht von einem Bericht unterscheidet, dass die eine kurz und knackig die Neuigkeit zusammenfasst und der Bericht auch noch Hintergrundfakten dazu liefert. „Wo findet ihr sofort und immer ein Zitat“, fragt Gabriele Freyer. „Ich bin MAZ-Dauerleserin, ich kann es euch sagen: Ein Zitat steht immer unten links auf der Panorama-Seite.“

Die vier bis sechs „Bücher“ in jeder MAZ

Die einen finden schnell zu der angegebenen Stelle, die anderen brauchen ein wenig mehr Zeit. Sie durchblättern und studieren jede Zeitungsseite. Sie erfahren, wo sie die landespolitischen Texte, wo die Lokalartikel finden und was ein „Umarmer“ ist, die Glosse nämlich auf der ersten Seite des lokalen Buches. Buch? Das sind die zusammengefassten Zeitungsseiten aus einzeln gefalzten Druckbögen. Die Märkische Allgemeine erscheint in der Woche mit vier Büchern und am Samstag in der Regel mit sechs.

MAZ-Schulreporter 2.0

Aus sieben Klassen nehmen Jugendliche der Oberschule Nord in Brandenburg am diesjährigen Projekt MAZ-Schulreporter 2.0 teil. Sie besuchen die Klassenstufen sieben bis zehn und erhalten jeden Tag eine eigene MAZ-Ausgabe. Die Oberschule Nord ist eine der gefragtesten weiterführenden Schulen in Brandenburg.

Die vier- bis fünfzügige Bildungseinrichtung besuchen derzeit 460 Schüler. Sie erhalten von 39 Lehrern Unterricht.

Projektpartner der MAZ-Schulreporter sind die Stadtwerke Brandenburg mit eigens auf die Interessen der Schüler ausgerichteten Angeboten.

In einem eigens angelegten Hefter haben die Oberschüler ihre Arbeitsblätter zur Zeitungsauswertung zusammengefasst. Sie haben aus einer MAZ Artikel verschiedener Genres herausgeschnitten und aufgeklebt, die Merkmale einer Reportage und oder Berichts darauf notiert.

Die W-Fragen können sie herunterbeten

Die W-Fragen, so scheint es, können einige von ihnen schon im Schlaf herunterbeten: Wer, was, wann, warum und wo, dies alles muss eine Nachricht beantworten. Was sind einem Kommentar verwandte journalistische Darstellungsformen, fragt Gabriele Freyer: „Leitartikel, Analyse, Glosse und Kolumne“, lautet die prompte Antwort.

Gabriele Freyer, seit 30 Jahren Lehrerin und seit 25 an der Oberschule Nord, hat sich für diesen Tage einen ganz besonders für den Unterricht passenden Artikel herausgesucht: „Findet mal den Text, in dem es um Mathe und Deutsch geht.“ Zeitungsrascheln, Blättern: „Mathematik ist vielen Schülern ein Rätsel“, lautet der Artikel auf der ersten Seite des Buches „Land&Leute“, das Themen aus dem gesamten Land Brandenburg zusammenfasst unter dem Titel. Es geht um die Vergleichstests „Vera 8“ aus dem Schuljahr 2015/ 2016. Dazu stellten die MAZ-Redakteure zur Illustration eine Beispiel-Matheaufgabe in den Text. „Ich finde den Artikel toll“, sagt Gabriele Freyer und möchte von ihren Schülern die Grundaussage des Textes wissen: Schnell kommt die richtige Antwort: Die Vergleichsarbeiten seien nicht gut ausgefallen, antwortet einer der Schüler. Sie wissen, von welchem Test die Rede ist. Vor einem Jahr schrieben sie ihn selbst.

Die Regeln des Lese-Navigators

Gabriele Freyer nickt und zeigt an die Wand mit den aufgepinnten Regeln, auch die des Lese-Navigators. „Man muss auch schnell lesen und schnell Dinge erfassen können“, sagt die Pädagogin. Dazu zählt das Überfliegen eines Textes und das folgende aufmerksame Lesen des Anfangs, Mittelteiles und Endes, um die Kernaussagen schnell zu erkennen. Worauf es dabei ankommt, wissen die Schüler selbst bald. In der drauf folgenden Stunden schreiben sie alle ihren ersten Artikel.

Von Marion von Imhoff

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