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Offen für alle Menschen mit grünen Ideen

Buga-Förderverein vor Gründung Offen für alle Menschen mit grünen Ideen

Die professionell durchgeführte Bundesgartenschau in der Havelregion soll nun auch auf ehrenamtlichen Füßen begleitet werden. Noch vor dem Ende der Schau soll ein Buga-Förderverein gegründet werden, der das Ereignis über das Jahr hinaus trägt.

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Rosenrisalit und Weinberg bleiben auf dem Marienberg genauso erhalten wie Heidegarten und Drachenspielplatz.

Quelle: JACQUELINE STEINER

Brandenburg an der Havel. Die professionell durchgeführte Bundesgartenschau in der Havelregion soll nun auch auf ehrenamtlichen Füßen begleitet werden. Noch vor dem Ende der Schau soll ein Buga-Förderverein gegründet werden, der das Ereignis über das Jahr hinaus trägt.Die Idee dazu wurde in der Arbeitsgruppe (Buga-Task-Force) von Veranstaltungsspezialisten geboren, die bereits jetzt erfolgreich auf aktuelle Probleme reagieren und schnell Abhilfe schaffen.

So hat nun Bas-Geschäftsführerin Margitta Scholz für den kommenden Mittwoch eingeladen, um das Gründen und Ausrichten des Vereines vorzubereiten. Bis dahin sollten auch noch grundsätzliche Fragen geklärt werden – so soll es Stadtverordnete geben, die den Verein nach Proporz besetzen und seine Existenz vom Hauptausschuss beschließen lassen wollen. Aber ein eingetragener Verein ist immer parteienunabhängig und steht allen offen, die seine Statuten und Ziele anerkennen. Dafür sind die Aufgaben auch zu groß und wichtig, um im Parteiengezänk zermahlen zu werden.

Nachhaltigkeit und Zukunftssicherung

Das sieht auch Margrit Spielmann so - die erfahrene Politikerin wird von einigen Initiatoren als potenzielle Vereinsvorsitzende gehandelt: „Mir sind zwei Aspekte ganz wichtig. Der Verein soll offen sein für alle Menschen, die sich mit ihren Ideen einbringen wollen. Zudem könnte man den Vereinszweck mit den Worten Nachhaltigkeit und Zukunftssicherung am besten beschreiben, Buga-Areale wie der Marienberg sind Erlebnis- und Erholungsräume.“

Weitere Beispiele für ein Wirken des Vereins könnten Integration und Inklusion sein: Eine Idee fürs Erhalten des Marienberges ist es, diese Flächen vom Verein Lebenshilfe dauerhaft pflegen zu lassen. Als Vorbild dient dabei die Partnerstadt Kaiserslautern, sagt beispielsweise der hiesige Lebenshilfevorstand Matthias Pietschmann. Dort wurde beispielsweise das ehemalige Laga-Gelände zum Integrationsbetrieb Gartenschau Kaiserslautern. Auf Kaiserberg und Neumühlepark gibt es nicht nur schöne Parks und Gärten, sondern Gastronomie, Läden, Skateranlage, Rutschenturm, Rasen-Theater, Freilandlabor, Weidenschule oder Klangwald. „Das ist natürlich eine riesige Hausnummer dort. Aber wenn man es richtig angeht und ernst meint mit der Integration, kann man so etwas hier in kleinerem Maßstab auch realisieren“, schwärmt Pietschmann.

Langfristig Arbeitsplätze schaffen

Die Idee begeistert beispielsweise den Chef von Stadtsportbund und von Verkehrsbetrieben. Werner Jumpertz hat also beruflich und privat auch mit behinderten Menschen zu tun. „Mich hat bewogen, mich für einen solchen Verein zu engagieren, dass die Idee der Teilhabe nicht immer nur abstrakt diskutiert wird, sondern auch anfassbar in die Praxis umgesetzt werden kann. Wir sollten hier ein gutes Beispiel dafür geben, dass auf diese Weise langfristig Arbeitsplätze geschaffen werden können.“

Auch über andere grundsätzliche Fragen sollte sich der Verein verständigen – kann sich die Arbeit nur auf Brandenburg an der Havel beschränken oder sollte man beispielsweise für Rathenow mit da sein? Schließlich war es doch auch eine gemeinsame Bundesgartenschau. In beiden Orten noch nicht endgültig geklärt ist die Frage nach Eintritt oder nicht auf den Nachnutzungsarealen. Das Beispiel Koblenz mit seinen Buga-Freunden erscheint nachahmenswert – in Rheinland-Pfalz redet der Förderverein nicht nur zu den reinen Buga-Arealen mit, sondern insgesamt bei der Stadtentwicklung, die mit dem Großereignis nicht aufgehört hat. So könnte es für Brandenburg an der Havel auch weiter wichtig sein, sich als „grüne Stadt“ zu etablieren. Ideen für private Initiativen können im Verein geboren werden, um die Entwicklung wenigstens teilweise abzukoppeln von den klammen Stadtfinanzen. Nicht zuletzt sollte die Buga auch nur der Beginn einer großen touristischen Vermarktung sein.

Von André Wirsing

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