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Brandenburg/Havel Offene Bühne für Brandenburger Dichter
Lokales Brandenburg/Havel Offene Bühne für Brandenburger Dichter
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15:35 03.10.2016
Herr erleuchtet war die Stadt auch in diesem Jahr zum „heimwerts“-Festival.. Quelle: Kleinkunst Brandenburg e.V.
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Brandenburg/H

Eine bunte Mischung von Leuten, die gern schreiben, traf sich am Samstagabend in der Bibliothek der St. Katharinenkirche. „Wir sind eine offene Bühne“, sagte Clara Welsch, die für die Organisation von Poetry Slam verantwortlich zeichnet, sichtlich aufgeregt. Denn es war das erste Mal, dass die jungen Dichter und Moderatoren am Kleinkunstfestival der Stadt Brandenburg teilnahmen.

Vor dem imposant erleuchteten Seiteneingang der Kirche versammelten sich zahlreiche Neugierige. Moderator Markus Richter erklärte die Wettbewerbsbedingungen für die Spontanschreiber. Welsch ergänzte: „Respekt und Applaus sind Grundregeln für Publikum und Slamer, Buhrufe sind verboten.“

Dass die Kirchengemeinde den jungen Leuten den Raum zur Verfügung gestellt hat, findet Ilja Hübner großartig. Er ist einer der ehrenamtlichen Organisatoren des fünften Kleinkunstfestivals. Es fand an diesem langen Wochenende an sieben verschiedenen Orten statt. Gastgeber – immer bei freiem Eintritt – waren neben der Gemeinde der Katharinenkirche die Picasso-Bar, das Museum im Freyhaus, die Gartenkneipe auf Kleins Insel, das CVJM und der Sauna-Hof.

Das kulturelle Angebot war vielseitig. Schauspiel zum Mitmachen, Livekonzerte, „Stille Disko“, Ausstellungen und Workshops, Lesungen vor allem mit Heimatbezug. Das Motto des Kleinkunstfestivals „HeimWerts“ zeigte das Anliegen der Akteure und Organisatoren: „Uns verbindet etwas ganz besonderes mit dieser Stadt – Heimat.“Ilja Hübner drückte es nicht ganz so pathetisch aus, brachte es aber auf den Punkt: „Wir wollen den Brandenburgern zwei nette Tage bieten. Schwerpunkt: Unsere Stadt.“

Ohne große Bürokratie bereitete der Verein Kleinkunst Brandenburg so auch das diesjährige Festival vor. Doch wie schafft man es, ehrenamtlich so viele Leute ins Boot zu holen? Das gehe einfach in der Kleinstadt, Bekannte auf der Straße ansprechen, dann verbreite sich das Anliegen schnell, meinte Hübner, der früher in Berlin Erfahrungen als Kulturarbeiter sammelte und längst wieder in seine Heimatstadt zurück gekehrt ist.

Die Philosophie des Festivals ist es, fernab von Kommerz niveauvoll Kultur anzubieten. Jeder kann mitmachen. Alle Altersgruppen. „Es ist ganz viel Zufall dabei, was für ein Programm daraus entsteht“, sagte Ilja Hübner nicht ohne Stolz.

Am Sonnabendabend in der Katharinenkirche kamen über 80 Zuschauer, das war schon im Vorfeld aufregend, denn die Stühle wurden knapp. Über zwei Stunden hörten sie den Spontanschreibenden zu, vier Mutige beteiligten sich sogar am Wettbewerb. „Vux“ aus Berlin, die es ins Finale geschafft hatte, kam gern aus der Hauptstadt. Jeder Slam hätte sein eigenes Flair, dieser hier wäre schon dank der Moderatoren ein Grund, in die Kleinstadt zu kommen.“

„Die Motivation für dieses Kleinkunstfestival entsteht nicht durch finanziellen Anreiz, sondern durch ein Gemeinschaftsgefühl, etwas Gutes für unsere Stadt und ihre Menschen zu tun. Selbermachen im Kleinen statt konsumieren in der Großstadt.“ So steht es im Veranstaltungsflyer geschrieben.

Von Brigitte Einbrodt

Die Gäste waren zufrieden, die Organisatoren des Herbstfestes in Wust nicht minder. Immerhin hatten sich auch bei der erneuten Auflage dieses geselligen Beisammenseins seit 2003 unter Federführung des Ortsvorstehers, Kulturvereins, der Feuerwehr und des Fördervereins sowie die Angler nach besten Kräften für ein gutes Gelingen eingesetzt.

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