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Brandenburg/Havel Offene Kirche: Ehrenamtler führen Besucher
Lokales Brandenburg/Havel Offene Kirche: Ehrenamtler führen Besucher
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05:03 08.11.2017
Karin Naacke (r.) verteilt Informationsblätter an eine Besucherin. Quelle: Rüdiger Böhme
Brandenburg/H

Ob aufmerksamer Gesprächspartner, aktiver Informationsgeber oder nur stiller Helfer: Die Aufgaben der Ehrenamtlichen der offenen Kirche sind vielfältig. Rund 20 Männer und Frauen engagieren sich momentan in der Brandenburger Gotthardtkirche. Karin Naacke ist eine von ihnen. Ein- bis zweimal in der Woche ist sie in Sankt Gotthardt als Ansprechpartnerin für die Besucher zuständig.

„Ich mache das, weil ich daran richtig viel Freude habe, aber auch, weil ich etwas von dem zurückgeben möchte, was ich schon alles von der Kirche empfangen habe“, erzählt sie. Während sie spricht, treten immer wieder neue Menschen in den Kirchenraum. Die Anzahl der Besucher ist auch vom Wetter anhängig: Im Sommer kommen bis zu 200 Gäste am Tag, im Winter sind es nur um die 40. An diesem Nachmittag gibt es auch internationale Gäste: Eine Brandenburgerin hat Freunde aus Amerika und Polen eingeladen und möchte ihnen die Kirche zeigen. Karin Naacke ergreift die Initiative, teilt englischsprachige Informationsblätter aus und macht auf die Ausstellung zum Reformationsjubiläum aufmerksam. All das gehört hier zu ihren Aufgaben. „Solch internationalen Besuch erlebt man auch immer wieder“, sagt sie. Sie erzählt von Besuchern aus der ganzen Welt, aus England und Asien und wirkt dabei gar ein bisschen stolz.

Ursprünglich aus Sachsen, kam sie 1965 nach ihrem Studium nach Brandenburg an der Havel. „Nach so einer langen Zeit in der Stadt fühlt man sich hier auf jeden Fall heimisch.“ Lange Zeit arbeitete sie im Handel, dann in der Abrechnung eines Unternehmens. Jetzt ist sie in Rente und freut sich, als Ehrenamtliche ihre Gemeinde zu unterstützen.

Seit 17 Jahren im Ehrenamt

Schon seit 2001 engagiert sich Karin Naacke für die offene Kirche. Damals wurde sie selbst angesprochen, ob sie nicht auch aushelfen möchte. Nebenher ist sie auch in einem Besuchskreis aktiv, besucht Gemeindemitglieder ab ihrem 80 Geburtstag.

Auch bei der offenen Kirche kommt sie immer wieder mit Menschen ins Gespräch. „Man erlebt viele schöne Situationen. In diesem Jahr war zum Beispiel ein holländisches Ehepaar zu Besuch. Die Frau hörte ich schon im Vorraum der Kirche in einem schönen Sopran singen. Ich habe sie dann gebeten, vorne etwas vorzutragen.“ Nur kurze Zeit später standen das Ehepaar, ein weiterer Besucher und Frau Naacke im hohen Chor der Kirche und sangen gemeinsam. Mit einem Lachen erinnert sie sich daran zurück.

Doch es gibt auch traurige Begegnungen: So trifft Karin Naacke immer wieder Menschen, die in die Kirche kommen, um sich hier an liebe Verstorbene zu erinnern. „Sowas muss man dann auch mal mittragen. Manchmal möchten Menschen dann auch über etwas sprechen. Vielleicht gibt man ihnen ein bisschen Trost mit auf den Weg, wenn man ihnen zuhört.“ Ihr ist die Arbeit wichtig, das merkt man. Vor allem lobt sie ihre Kollegen, die bis zu vier Schichten in der Woche übernehmen. Doch auch Menschen, die nur einmal im Monat aushelfen können, sind gefragt. Denn von jedem einzelnen dieser Helfer hängt der Erhalt der Kirchen ab.

Auch aktuell werden wieder neue Helfer gesucht. Vor allem die Katharinenkirche ist auf weitere freiwillige Unterstützer angewiesen, damit sie auch in Zukunft für interessierte Besucher geöffnet bleiben kann. Karin Naacke kann derweil von ihrer Arbeit nur schwärmen: „Man muss ja überhaupt nicht viel mitbringen. Nur Lust und ein wenig Zeit. Dafür bekommt man hier so viel zurück. Es ist ein schönes Gefühl, wenn Besucher die Kirche verlassen und sich bedanken. Dann weiß man, dass das wichtig ist, was man hier tut.“

Wer Lust und Zeit hat, sich ehrenamtlich für die offene Kirche zu engagieren, wendet sich an Pfarrer Philipp Mosch 03381/4108164.

Von Sally-Charell Delin

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