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Brandenburg/Havel Ein prächtiger Silberpfeil kehrt heim
Lokales Brandenburg/Havel Ein prächtiger Silberpfeil kehrt heim
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00:51 24.08.2014
Quelle: Heiko Hesse
Brandenburg an der Havel

Hannelore Fröhlich macht große Augen, richtig große Augen: „Der ist ja wunderschön“, schwärmt sie. Derweil fasst ihr Gatte Peter mit an, das gute Stück vom Hänger herunter und auf seinen Platz zu bugsieren. Der einzige bekannte Rennwagen aus den Brandenburger Brennabor-Werken ziert seit Donnerstagachmittag die Brennabor-Ausstellung im Industriemuseum.

Im Jahre 1922 verließ ein Rennwagen die Fabrik in der Bahnhofsvorstadt. Der Fahrzeug ist auf Basis des Brennabor-Pkw vom Typ S 6/20 gebaut worden, ein Vierzylinder mit 1569 Kubikzentimetern Hubraum. Jetzt, nach über 90 Jahren kommt die Rennkiste wider zurück nach Brandenburg, aber nur als Leihgabe, ins Industriemuseum.

Im Jahre 1922 verließ das Fahrzeug die Fabrik in der Bahnhofsvorstadt. Der Rennwagen ist auf Basis des Brennabor-Pkw vom Typ S 6/20 gebaut worden, ein Vierzylinder mit 1569 Kubikzentimetern Hubraum. „Der war 1992 beim Rennen auf der Avus mit dabei“, berichtet Jürgen Schildhauer. Die Autorennen auf der Berliner Piste gehörten zu den Höhepunkten des deutschen Autorennsports.
Schildhauer, Bäckermeister aus Wittenberg, ist einer der bedeutendsten Brennabor-Experten und seit vielen Jahren in der Brandenburger Brennabor-Interessengemeinschaft aktiv. Am Samstag rollen zahlreiche historische Zwei- und Vierräder zum Brandenburger Motorsporttreffen ins Industriemuseum. „Zu diesem Anlass haben wir diesen Brennabor geholt“, sagt Schildhauer. Er kennt den Renner schon seit den 70er Jahren. „Damals hätte ich ihn kaufen können, hatte aber als Student nicht das nötige Kleingeld“, sagt er und schmunzelt. Da war der Wagen, der noch nach dem Zweiten Weltkrieg Rennen gefahren war, so umgebaut, dass er auf öffentlichen Straßen fahren durfte. Die Beleuchtung und Schutzbleche sind mittlerweile wieder verschwunden. Der Eigentümer, ein Enthusiast aus Sachsen, hat den alten Glanz wieder hervorgeholt. Bis Ende Oktober ziert der Silberpfeil die Brennabor-Ausstellung, dann geht er wieder zurück. Den Transport haben Dieter Pohl und Peter Hahn über die Bühne gebracht. Beide gehören zum Brandenburger Oldtimer-Stammtisch, an dem auch die Brennabor-Freunde sitzen. „Wir unterstützen uns“, sagt Schildhauer.

Brennabor-Werke

Die Brennabor-Werke gehen auf die Korbflechterei der Familie Reichstein zurück. 1871 gründeten Adolf, Carl und Hermann Reichstein am Neustädtischen Markt eine Kinderwagenfabrik.
Spätestens ab 1905 fertigte das Unternehmen auch Automobile. Der Erste Weltkrieg unterbrach diese Linie, doch schon 1919 ging es weiter.
Mitte der 20er-Jahre war Brennabor kurzzeitig Deutschlands größter Auto-Hersteller. Die Weltwirtschaftskrise traf den Betrieb hart. 1933 lief das letzte Auto vom Band.

Überdies wolle die IG, nun unter der Leitung von Günther Bauch, neue Projekte anpacken. Eine Idee: Der einzige noch bekannte Rennwagen von Hans Grade (Borkheide) soll auch nach Brandenburg rollen.

Oldtimertreffen: Die Aktion im Industriemuseum beginnt am kommenden Samstag um 10 Uhr.

Von Heiko Hesse

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