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Oldtimerfans kamen in Damsdorf zusammen

Hühnerschreck und Staatskarosse Oldtimerfans kamen in Damsdorf zusammen

Es knatterte und qualmte am Samstag in Damsdorf (Potsdam-Mittelmark) auf der Wiese vor dem Gerätehaus der Feuerwehr. Vom Hühnerschreck bis zur Staatskarosse rollten alte Gefährte auf das Gelände, aber für die Rauchentwicklung waren nicht nur die alten Schätzchen verantwortlich. Der Grund für die Aufregung: das alljährliche Treffen der Oldtimerfreunde.

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Siegfried Niemann auf seinem Harley-Gespann aus dem Jahr 1919.

Quelle: C. Lummert

Damsdorf. Es knatterte und qualmte am Samstag in Damsdorf auf der Wiese vor dem Gerätehaus der Damsdorfer Feuerwehr. Vom Hühnerschreck bis zur Staatskarosse rollten Oldtimer auf das Gelände, aber für die Rauchentwicklung waren nicht nur die alten Schätzchen verantwortlich. „Ohne die Hilfe des Damsdorfer Feuerwehrvereins könnten wir unsere Oldtimer-Treffen gar nicht auf die Beine stellen, denn wir haben ja keine Einnahmen und sind mit unserer Leidenschaft für alte Autos nur fünf Leute, die sich regelmäßig zum Austausch treffen.“, erklärte Christina Horn, die zum Organisationsteam der Damsdorfer Oldtimerfreunde gehört.

Deshalb wechselten sich die Aktionen für die Zuschauer rund um das Gerätehaus auch ab. Bevor am Abend von der Feuerwehr ein Maifeuer entzündet wurde, durfte erst einmal der Nachwuchs der Floriansjünger an die Wasserspritze und sein Können zeigen. Mit Blaulicht und Martinshorn rückten die Kinder in Einsatzmontur an und bewiesen mit einem reibungslosen Löschangriff, dass sich das wöchentliche Training wirklich lohnt.

Etwas Qualm stieg auch rund um die Oldtimer auf, wenn sich die alten Gefährte mit oft mit viel Getöse in Bewegung setzten. 80 Motorräder und 50 Autos waren im Laufe des Tages vor Ort und die zahlreichen Besucher hatten genug Gelegenheit zu staunen, aber auch um in Erinnerungen zu schwelgen. Als City und Karat mit ihren größten Hits aus den Lautsprechern kamen, war noch einmal Gelegenheit vor den alten Simson-Mopeds halt zu machen, an denen früher viele selbst herumschraubten, um einen fahrbaren Untersatz für den nächsten Discobesuch zu haben.

Autos aus DDR-Produktion, wie Wartburg und Trabant, waren in vielen Varianten zu sehen, aber besonders die Fahrzeuge des Barkas-Teams aus Fichtenwalde zogen viele Blicke auf sich. Johannes Rüder hat aus einem IFA W50, Baujahr 1984, der noch sechs Jahre bei der NVA im Einsatz war in den letzten vier Jahren mit viel Arbeit ein Gefährt gemacht, mit dem er in diesem Jahr noch nach Finnland starten wird. Der riesige Kofferaufsatz hat sich inzwischen mit dem Einbau von Schränken, Tische und Bett in ein geräumiges Campingmobil verwandelt. Für den gelungenen Innenausbau gab es von den Damsdorfer Oldtimerfreunden einen Pokal für die größte Kreativität.

Der erste Preis ging an das älteste Motorrad auf dem Platz. Das Harley-Davidson-Gespann von Siegfried Niemann kam aber nur mit Hilfe von tatkräftigen Anschiebern in die Gänge, doch ein Gefährt aus dem Jahr 1919 kann schon mal Anlaufschwierigkeiten haben. Voll im Saft stand hingegen der Pokal-würdige Ford Mustang aus dem Jahr 1966. Mit 151 Pferdestärken aus acht Zylindern ist das gute Stück aber nicht zum kurzen Brötchenkauf geeignet. „In der Stadt braucht man schon gute 20 Liter“, erklärte der stolze Besitzer.

Von Christine Lummert

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