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Brandenburg/Havel Mopeds, Laster, Straßenkreuzer: Oldtimer am Industriemuseum
Lokales Brandenburg/Havel Mopeds, Laster, Straßenkreuzer: Oldtimer am Industriemuseum
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15:22 29.07.2018
Das restaurierte Wartburg-Cabriolet ist ein Hingucker beim Oldtimertreffen. Quelle: Tobias Wagner
Brandenburg/H

 Ein ganz besonderer Leckerbissen bot sich Auto- und Motorradliebhabern am Samstag auf dem Gelände des Industriemuseums auf dem Quenz in Brandenburg an der Havel. Hier fand zum dritten Mal das Oldtimertreffen vor der ehemaligen Ofenhalle des Stahl- und Walzwerks statt. Nach den gelungenen ersten beiden Veranstaltungen gab es diesmal einen neuen Besucherrekord.

Chrom, PS und Fachgespräche: Beim 3. Oldtimertreffen am Industriemuseum in Brandenburg an der Havel konnten die Besucher am Samstag historische Fahrzeuge bestaunen und mit den Besitzern ungezwungen ins Gespräch kommen.

Mehr als 2000 Interessierte kamen, um etwa 600 historische Fahrzeuge von Ausstellern aus beispielsweise Berlin, Magdeburg, Werder und den Niederlanden zu bestaunen. „Wir sind hier tatsächlich an unsere Grenzen gestoßen“, sagt Stefan Zimmermann (38), Organisator und seit 25 Jahren selbst leidenschaftlicher Oldtimersammler und -schrauber. „Das waren deutlich mehr Gäste als im letzten Jahr“.

So viel, dass den Getränkeständen im Laufe der Veranstaltung sogar das Bier ausging. Es konnte nur noch Wasser ausgeteilt werden. Die Anzahl trockener Kehlen, die in der Hitze befeuchtet werden wollten, sei nicht erwartet worden. „Für das nächste Mal planen wir, das Gelände zu vergrößern“, sagt Zimmermann. „Dann wird es auch mehr Parkplätze geben“. Und natürlich werde auch die Biermenge angepasst.

Buntes Programm für alle Altersklassen

Die vielen Besucher wurden jedenfalls nicht enttäuscht. Ob jung, ob alt – jeder kam auf seine Kosten. Während die Kleinen auf der Hopseburg oder beim Seifenkistenrennen ihren Spaß hatten, genossen die Großen den Anblick von Chrom, Rost, historischem Lack, historischer Technik, restaurierter Objekte sowie dem Sound der alten Maschinen bei den Präsentationsläufen entlang der Museumshalle.

Bei der großen Oldtimerausstellung, welche Fahrzeuge aus den Baujahren 1903 bis 1970 zeigte, standen die unterschiedlichsten Gefährte wie Trabant, Chevrolet und Ford dicht nebeneinander. So konnte man einen Ford Model A von 1930, das erste Modell mit Bedienungsteilen wie Gas- und Kupplungspedal nach heutigem Standard, neben einem Wartburg von 1957 finden.

Werner Altenkirch hat einen alten Wartburg restauriert

Werner Altenkirch, der sich auf die DDR-Automarke Wartburg spezialisiert hat, kam mit seinem Gefährt extra aus Rathenow zum Treffen gefahren. „Ich habe das Auto drei Jahre lang von Grund auf neu hergerichtet“, berichtet Altenkirch. „Ich bin aber schon am nächsten Wartburg dran“.

Die Marke Wartburg wurde von 1956 bis zum 14. April 1991 im VEB Automobilwerk Eisenach gefertigt. Für Altenkirch ist die DDR-Technik unschlagbar, denn „im Auto ist nichts drin, aber es funktioniert 100 Jahre“. Altenkirch sei von dem Treffen begeistert. Immerhin das erste, welches sich in der Havelstadt etabliert zu haben scheint.

Veranstalter sind zufrieden mit der Besucherzahl

„Die Resonanz auf die Veranstaltung ist überwältigend“, sagt der aus Kirchmöser stammende Organisator Stefan Zimmermann stolz. Ihm habe diese Art der Veranstaltung in Brandenburg gefehlt, denn „jedes Dorf habe mindestens ein Treckertreffen, warum nicht also auch ein Fahrzeugtreffen in Brandenburg?“.

Bei einem Rundgang durch das Industriemuseum konnten die Besucher mit dem Siemens-Martin-Ofen, den gewaltigen Krananlagen, der Diesellok mit Gießzug und den riesigen Stahlpfannen zusätzlich ihr Interesse an alter Technik stillen. Ein gelungener Abschluss also für einen lauten, staubigen und vor Chrom blitzenden Tag.

Von Tobias Wagner

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