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Brandenburg/Havel Olympia-Heldin: „Bringt mir mein Kanu zurück!“
Lokales Brandenburg/Havel Olympia-Heldin: „Bringt mir mein Kanu zurück!“
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13:09 24.10.2016
Das schwarze Renn-Boot war Birgit Fischers ständiger Begleiter. Quelle: Eberhard Thonfeld
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Bollmannsruh

Es ist ein Hightech-Boot. Entwickelt von Experten des Instituts für Forschung und Entwicklung von Sportgeräten in Berlin. Mit extra wenig hydrodynamischem Widerstand, optimalen Trägheitsmomenten und besten Steifigkeitsverhältnissen. Nur eine Diebstahlsicherung fehlt dem berühmten schwarzen Renn-Kanu von Birgit Fischer (54). Auch vier Tage nach dem Verschwinden des Kajak-Einers hat die erfolgreichste Kanutin der Welt die Hoffnung nicht aufgegeben, dass sie ihr Boot zurückbekommt. Der MAZ sagte Fischer am Wochenende: „Es ist mir schleierhaft, was fremde Menschen mit dem Kanu wollen. Als Spezialanfertigung ist es am Markt praktisch unverkäuflich. Ich würde es jederzeit wiedererkennen. Deshalb appelliere ich an die Unbekannten mir mein Boot zurückzubringen.“

Das schwarze Renn-Boot war Birgit Fischers ständiger Begleiter. Quelle: Marcus Alert

Die Polizei hat bislang keine heiße Spur von den Ganoven, die Ende vergangener Woche die achtfache Olympiasiegerin bestohlen haben. Auch sind die Diebe bisher nicht mit der in Bollmannsruh lebenden Sportlerin in Kontakt getreten. Fest steht, dass sich die Unbekannten auf Fischers Privatgrundstück bestens ausgekannt haben müssen. Mit Spezialwerkzeug schnitten sie den Riegel des mit einem Panzerschloss gesicherten Bootshauses auf. Unter den vielen Kanus stahlen die Eindringlinge gezielt das Boot, mit dem Fischer 2004 und 2008 olympische Einzelmedaillen holte.

Klar ist auch, dass die Ganoven von der Landseite und nicht über das Wasser kamen. Doch weil keine Reifenspuren zu entdecken waren, muss die wertvolle Beute wohl über 100 Meter in Richtung Landstraße transportiert worden sein. Verschwunden sind auch zwei Gasgrills, ein Rasenmäher, ihr geliebter Boxsack und ein Bootsmotor. Für Fischer steht fest: „Allein der große Gasgrill lässt sich nur von zwei kräftigen Männern bewegen.“

Auch der geliebte Boxsack wurde Birgit Fischer gestohlen. Quelle: Marcus Alert

Die Kanutin selbst hat von dem Einbruch in der Nacht zum Donnerstag nichts mitbekommen. Das Bootshaus befindet sich etwa 50 Meter von ihrem Wohngebäude entfernt. Von der Polizei bekam sie die Empfehlung ihr Eigentum mit Überwachungskameras zu sichern, was sie nun auch tun will. Der Verlust des superschnellen Renn-Kanus beeinträchtigt den Betrieb der von Birgit Fischer betriebenen Firma Kanu-Fisch: „Es war mein Begleitboot für Kunden, die schnell auf dem Beetzsee unterwegs waren“. Ohne Motor kann sie derzeit auch ihr Motorboot nicht nutzen, mit dem sie Paddler auf ihren Touren begleitete und filmte. Zum Glück sei die Saison beendet. Bis zum Frühjahr habe sie jetzt Zeit, um die Ausrüstung für ihre Kanu-Schule wieder zu vervollständigen, so Fischer.

Birgit Fischer ist nicht die einzige Anwohnerin, die unter Diebstählen im sonst so beschaulichen Bollmannruh zu leiden hat. In der selben Nacht machten sich die Ganoven auf dem Gelände des nahen Kinder- und Erholungszentrums (Kiez) zu schaffen. Aus einem Flachbau stahlen sie zwei Bootsmotore für das Kiez-eigene Erlebnisfloß. „Der Sachschaden ist beträchtlich“, berichtet Axel Krause vom Humanistischen Regionalverband. Bestohlen wurde auch die auf dem Kiez-Gelände ansässige Segelschule.

Von Marcus Alert und Frank Bürstenbinder

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