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Brandenburg/Havel „Omahaft? Davon mache ich mich frei!“
Lokales Brandenburg/Havel „Omahaft? Davon mache ich mich frei!“
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16:24 10.09.2015
Der Dahliengarten der Pflanzplanerin Ingrid Gock ist ein Anziehungspunkt für viele Besucher. Quelle: Uhlemann/Buga
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Rathenow

Bunt und harmonisch, traditionell, aber nicht altbacken: Landschaftarchitektin Ingrid Gock (50) aus Lübeck hat zur Bundesgartenschau (Buga) die Dahlienarena auf dem Weinberg in Rathenow gestaltet. Am Sonntag informiert sie am i-Punkt Grün über den Farbenrausch aus Mexiko.

MAZ: An die 1000 Dahlien kamen auf dem Weinberg auf der 600 Quadratmeter großen Fläche in die Erde. Was war die größte Herausforderung bei der Gestaltung der Dahlienarena?

Ingrid Gock: Ich nenne das Ganze lieber ein Dahlienmäander, ganz einfach wegen der Form, die sich dort ergeben hat. Eine Herausforderung war sicherlich die schmale,unregelmäßige Pflanzfläche am Waldrand.

Es war nicht das erste Mal, dass Sie bei einer Gartenschau die Finger im Spiel hatten. Auf der Internationalen Gartenschau in Hamburg legten Sie 2013 auf 1400 Quadratmetern einen weitaus größeren Dahliengarten an. Was verschlug Sie nun zur Buga in die Havelregion?

Gock: Die Planung auf Gartenschauen zählt zur Königsklasse der gestalterischen Bepflanzung. Umso schöner, dass ich von der Buga ausgewählt wurde und neben dem Dahliengarten auch noch den Senkgraben am Bismarckturm planen durfte.

Sie waren bei vielen Gartenschauen in Deutschland dabei. Wie ist Ihr Eindruck von der ersten länderübergreifenden Buga?

Gock: Ich habe leider noch nicht geschafft, alle Standorte zu besuchen. Ich war vorher noch nie in der Region und kann sagen: Diese Buga ist ganz anders als etwa eine Gartenschau inmitten einer Großstadt wie Hamburg. Das kann man gar nicht vergleichen. Die Standorte und einzelnen Gelände sind hier viel kleiner und überschaubarer.

Und wie gefällt Ihnen Rathenow?

Gock: Landschaftlich toll, an der Havel ist es sehr idyllisch. Als ich zum ersten Mal auf dem Weinberg war, hat es geregnet und war neblig. Der ganze Ort, die Waldlichtung, wo heute die Dahlien blühen, all das wirkte sehr mystisch auf mich.

Mystisch? Gelten Dahlien nicht eher ein bisschen altbacken?

Gock: Es stimmt schon, dass der Dahlie etwas „Omahaftes“ anhaftet. Aber davon mache ich mich frei! Die üppigen Blüten sind ein Muss auf jeder Gartenschau. Es kommt nur darauf an, was man daraus macht. Ich hätte auf dem Weinberg auch nach dem Motto „quadratisch, praktisch, gut“ planen können. Stattdessen habe ich den Dahliengarten der verwunschenen Waldlichtung angepasst. So entstanden diese mäanderförmigen Farbflächen.

Welche Sorte mögen Sie am liebsten?

Gock: Die Besucher finden oft die großblumigen Dahlien mit üppiger Blüte am schönsten. Ich gebe zu, mir gefallen eher die natürlichen, kleineren Formen.

Und was passiert mit den Dahlien nach der Buga?

Gock: Die Knollen gehen zurück an die Aussteller.

Haben Sie noch ein paar Tipps für Dahlienliebhaber: Wie überstehen die Blumen den Winter am besten?

Gock: Im Herbst, wenn der erste Frost kommt, müssen die Knollen raus aus den Beeten und kühl und trocken gelagert werden. Erst kurz vor den Eisheiligen, also im Mai, darf man sie wieder auspflanzen. Ganz wichtig: Dahlien brauchen einen durchlässigen, nährstoffreichen Gartenboden, damit sie zur Blüte kommen.

Steckenpferd Dahlie

Ingrid Gock studierte Landschafts- und Freiraumplanung in Hannover. Die Landschaftsarchitektin hat sich auf die Bepflanzung öffentlicher Anlagen, Promenaden und Privatgärten spezialisiert.

Auf der Internationalen Gartenschau in Hamburg gestaltete sie die Dahlienspirale. Auch bei der Buga in Schwerin (2009) pflanzte Ingrid Gock mit.

Zur Buga 2015 plante die 50-jährige Landschaftsarchitektin die Dahlienarena auf dem Weinberg in Rathenow.

Dort entstand auf rund 600 Quadratmetern eine Heimat für die neuesten Züchtungen. Zu bewundern sind rund 1000 Dahlien in 200 Sorten.

Am Sonntag, 13. September, informiert Ingrid Gock am i-Punkt Grün über die Gestaltung mit Dahlien, jeweils um 11, 13 und 15 Uhr. Zudem eröffnet am Sonnabend die neue Hallenschau „Dahlienfeuer“ in der Laurentiuskirche in Havelberg.


Von Josefine Sack

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