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Brandenburg/Havel “Operation Olympus“: Künstler stellen aus
Lokales Brandenburg/Havel “Operation Olympus“: Künstler stellen aus
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00:37 01.08.2015
Nina Kuttler und Tobias Öchsle in ihrem Ausstellungsraum. Quelle: JACQUELINE STEINER
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Brandenburg an der Havel

Dass in den letzten Wochen wenig zu tun gewesen ist, nein, davon kann nun wahrlich keine Rede sein. Tobias Öchsle schüttelt den Kopf: „Die letzte Zeit habe ich schon sehr intensiv erlebt.“

Der 27-Jährige, Absolvent der Hochschule für Bildende Kunst in Hamburg, ist seit Jahresbeginn hauptamtlicher künstlerischer Leiter an der Wredow’schen Zeichenschule. In dieser Funktion hat er gerade erst die alljährliche Wredow-Woche hinter sich gebracht. „Ein Höhepunkt des Jahres, der ganz toll lief“, sagt er rückblickend.

„Operation Olympus“

Eine Auszeit war aber auch nach der vollgepackten Woche Anfang Juli nicht drin. Vielmehr erwartete Öchsle Besuch aus Hamburg. Nina Kuttler, die er an der Kunsthochschule kennenlernte, kam nach Brandenburg. Zusammen bereiteten die beiden eine Woche lang ihre erste gemeinsame Ausstellung vor. Diese präsentierten sie unter dem Label „Operation Olympus“ in der vergangenen Woche nun erstmals der Öffentlichkeit.

Öchsle und Kuttler luden eigens dazu in sein Atelier am Packhof 25. Zu sehen bekamen die Gäste rund zwei Dutzend Werke der beiden jungen Künstler. Beide hatten sich im Vorfeld einem Thema zugewandt, das ihnen wichtig erscheint.

Kuttler setzte sich dabei monatelang mit dem Thema Einbruch auseinander, Hausherr Öchsle widmete sich dem Thema Dächer. Warum das? „Es liegt so nah, und doch machen wir uns selten darum Gedanken“, sagt er. „Jeder von uns hat doch ein Dach über dem Kopf.“ Es geht ihm mit seiner Arbeit darum, Anregungen für neue Gestaltungsmöglichkeiten zu geben, neue Formen und Farben. Wer seine Werke betrachtet, stellt schnell fest, dass Öchsle ein Fan von Schindeln ist.

„Eine wirklich schöne Idee“, urteilt Klaus Windeck, der zur Eröffnung gekommen ist. „Man sollte das in der Wirtschaftswelt diskutieren, auch mit den Fachverbänden“, lobt er Öchsles Ideen.

Zauberflüssigkeit aus England

Die 22-jährige Nina Kuttler hat sich lange Gedanken zum Thema Einbruchsprävention gemacht. Im Zuge dessen stieß sie auf die so genannte „SmartWater Lösung“. Diese ist so widerstandsfähig und vielseitig und Träger eines einzigartigen forensischen Codes, der einem Ort oder einer Adresse zugeordnet werden kann. Ein wirksamer Schutz gegen ungebetene Gäste.

Einmal an einem Gebäude aufgetragen, ist die Flüssigkeit fast unmöglich zu entfernen und nur unter UV-Licht sichtbar zu machen. Eine forensische Untersuchung bietet den bestandskräftigen Beweis der Eigentümerschaft.

„Dieses System, bisher nur in England verbreitet, hat mich sofort fasziniert“, sagt die junge Künstlerin. Die Flüssigkeit hat sie eigens von der Insel importiert und in ihre Arbeit einfließen lassen.

Wer will, kann diese auf Nachfrage unter 0151/65726270 bei Tobias Öchsle noch bis August besichtigen.

Von Philip Rißling

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