Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg/Havel Orchester begeistert mit Kammerkonzert
Lokales Brandenburg/Havel Orchester begeistert mit Kammerkonzert
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:02 27.09.2016
Der Sänger Edwin Moses Cotton im und die Musiker des Brandenburgischen Konzertorchesters Eberswalde im Saal des Reckahner Schlosses. Quelle: JACQUELINE STEINER
Anzeige
Reckahn

Nur ein Lied färbt die Grauseele bunter. Aus dem Grautag, in welchem die Sorge öd weint, wird ein Blautag, sobald nur ein Lied hell erscheint.“ Mit Verszeilen von Max Dauthendey leitete Holger Schella, Chefdirigent des Brandenburgischen Konzertorchesters Eberswalde am Sonntagnachmittag ein entzückendes Kammerkonzert im Musiksaal von Schloss Reckahn ein. Wobei die Zuhörer schon zu Beginn froh gestimmt waren. Dass sie am Schluss hellauf begeistert waren, das war vor allem das Verdienst des Tenors Edwin Joseph Cotton. Der gebürtige New Yorker mit seiner strahlenden Stimme kam als Fremder und ging als umjubelter Freund. Und so gilt es als ausgemacht: Beim Frühlingskonzert am 30. April 2017 in Schloss Reckahn soll der Sänger unbedingt wieder dabei sein.

Der Konzertsaal in Schloss Reckahn ist einmalig schön. Wo sonst kann das Publikum Musik mit traumhafter Aussicht genießen? Durch die großen Fenster kann der Blick weit über den Schlosspark schweifen. Ist der Himmel bedeckt, dann wirkt der Park geheimnisvoll und verwunschen. Doch am Sonntagnachmittag strahlte die Sonne vom blitzblauen Himmel und machte den drei Musikern – Konzertmeisterin Kremena Andreeva Stoianov, dem Cellisten Yuki Suzuki und Holger Schella am Klavier – Konkurrenz. Schließlich wollten sie mit mit italienischen Weisen Sonne in die Herzen der Zuhörer zaubern. „Große Fantasie“ haben sie das Medley aus Opernmelodien von Verdi betitelt, mit dem sie das Konzert eröffnet haben. Sehr beliebt in deutschen Ohren ist auch das „Menuett“ von Luigi Boccherini.

Lieder über flatterhafte Frauen

Und dann war es so weit: Edwin Joseph Cotton hatte seinen ersten Auftritt mit der Arie „O wie so trügerisch“ aus der Oper „Rigoletto“ von Giuseppe Verdi, gefolgt von der Arie „Freundlich blick ich“ aus der gleichen Oper. Falls er Lampenfieber hatte, dann ließ er sich das nicht anmerken. Die Stimme des jungen Sängers ist umwerfend. Und wenn er die Geschichte der flatterhaften Frauen besingt und sie mit Gesten untermalt, dann ist das ein reiner Augen- und Ohrenschmaus. Mit Rossinis „La Danza“, di Capulas „O sole mio“ oder „Funiculi, funicula“ von Luigi Denza , vermittelte Edwin Cottons Gesang dem Publikum italienische Lebensfreude pur.

Cotton hat eine internationale Gesangsausbildung genossen und ist bereits weltweit aufgetreten. Seit drei Jahren lebt er in Deutschland. Er spricht hervorragend Deutsch. Und obwohl er in Berlin wohnt, habe er besonderen Wert darauf gelegt, Hochdeutsch zu lernen, sagt er.

Die Sehnsucht nach Italien

„Kennst du das Land, wo die Zitronen blühn?“ Kein anderer als der große Dichterfürst Goethe hat die deutsche Sehnsucht nach Italien besser beschreiben können als er. Und die passende Musik fand sich natürlich auch dazu: „Wo die Zitronen blühen“ von Johann Strauß. Aber in seiner ebenso informativen wie launigen Moderation zitierte Holger Schella auch ein Poem von Heinz Erhardt, in dem er erklärt, wieso die Zitronen sauer wurden.

„Ja der Chiantiwein, der lädt uns alle ein“, schmetterte Edwin Cotton. Das Chiantilied von Gerhard Winkler musste er gleich zweimal singen, weil die Zuhörer ihn nicht gehen lassen wollten.

Von Ann Brünink

Lünow ist ein Ortsteil der Gemeinde Roskow im Landkreis Potsdam-Mittelmark und inzwischen zu einem Dorf der Ferienwohnungen geworden. Auch Volker Vocht und Simona Schweden vermieten Quartiere in Beetzseenähe an Urlauber. Das Ehepaar hat eine große Scheune ausgebaut.

27.09.2016

Beinahe wäre es mit dem Sommerfest in Lünow (Potsdam-Mittelmark) vorbei gewesen. Die langjährigen Organisatoren zogen sich zurück. Doch eine Gruppe junger Leute macht mit einem neuen Konzept einfach weiter – und stellte damit ein tolles Fest für die Menschen der Region auf die Beine.

27.09.2016

Jetzt tritt ein, was im Wirtschaftsplan des Brandenburger Theaters schon am Jahresanfang stand: 2017 ist das Theater insolvent, wenn die Stadt und das Land das mit 6,8 Millionen Euro jährlich unterstütze Haus nicht mit erheblich mehr Geld alimentieren. Schon 2017 brauche er fast 800.000 Euro mehr, sagt der neue Geschäftsführer Klaus Deschner.

27.09.2016
Anzeige