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Brandenburg/Havel Orgelprojekt in Rekordzeit „fast“ gestemmt
Lokales Brandenburg/Havel Orgelprojekt in Rekordzeit „fast“ gestemmt
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17:27 08.05.2018
Die Orgel in der Katharinenkirche stammt ebenso wie die Domorgel von Joachim Wagner. Nach dem Umbau wird ihr kaum noch ein Instrument das Wasser reichen können. Quelle: Heike Schulze
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Brandenburg/H

Selbst größte Optimisten hätten nicht für möglich gehalten, was dem kleinen Team um den rührigen Brandenburger Kantor Fred Litwinski nun fast gelungen ist. In Rekordzeit von nur einem Jahr hat der etwa 50-köpfige Freundeskreis der Wagner-Orgel in der Katharinenkirche geschafft, was noch keinem Verein in der Stadt Brandenburg so schnell gelungen ist.

Sie haben – auch wenn das Geld noch nicht auf dem Konto ist – Zusagen für etwa 750 000 Euro zusammengebracht, um die Orgel zu sanieren und dann derart zu erweitern, dass es in Ostdeutschland kein vergleichbares Instrument geben wird.

Zwei Großspender gefunden

Neben „kleinen Unterstützern“, hat die kleine Gemeinde zwei große Geldgeber für das Projekt gewinnen können: Die Ostdeutsche Sparkassen-Stiftung (OHV) und die Unabhängige Kommission zur Überprüfung des Vermögens von Parteien und Massenorganisationen der DDR (PMO).

Ironie der Geschichte: Das Geld jener Partei, die in der DDR so vieles dafür tat, den Menschen die Religion und den Glauben zu nehmen, wird jetzt dazu verwandt, das Loblied des Herrn auf einem einzigartigen Instrument zu musizieren. Noch ist das Geld nicht da. Doch das zuständige Ministerium hatte bereits erklärt, dass Teile des Parteiensondervermögens in einen Orgelfonds fließen. Aus diesem wird die Katharinen-Orgel bezuschusst.

Erste Spende fließt Montag

Darüber, wie genau sich die Spenden weit über 700 000 Euro verteilen, will Fred Litwinski noch kein Wort verlieren. Allerdings lud Katharinen-Pfarrer Jonas Börsel nun für Montag zur Übergabe der Spende der OHV ein. Mit dem Zusatz: „Die Restaurierung der Wagner-Sauer-Schuke-Orgel ist Teil des Orgelprojektes der St. Katharinengemeinde, das voraussichtlich nächstes Jahr abgeschlossen sein wird.“

Tatsächlich, so hieß es jetzt aus dem Freundeskreis, „können in diesem Herbst die Arbeiten voraussichtlich beginnen.“ Um die Zielsumme von etwa 800 000 Euro zu erreichen, will der Kreis jetzt in Brandenburg an der Havel trommeln. „Ziel ist es, dass auch durch kleine Spenden das Projekt in der Stadt verankert wird. Dass die Menschen hier also diese wunderbare Orgel als ihre begreifen, als einen Teil unserer Stadt“, schwärmt einer der Unterstützer.

Projekt in der Stadt verankern

Deswegen werden in den nächsten Tagen 1600 Briefe an Bürger und Firmen gehen, in denen um Unterstützung gebeten wird. Ein Werbeschaufenster soll auf das Projekt aufmerksam machen und 470 Flaschen Orgelwein sollen verkauft werden. Überdies werden noch Einnahmen von den Konzerten mit Ludwig Güttler, Matthias Eisenberg und dem Loh-Orchester unter Leitung von Michael Helmrath erwartet.

Das Projekt, das jetzt vor den Orgelbauern liegt, sucht seinesgleichen: Mit der Sanierung des Instrumentes von 1726 wird der Freundeskreis das Denkmal erhalten und einer drohenden Stilllegung aus Sicherheitsgründen zuvorkommen.

Orgel-Spielplatz in der Mitte eines Orchesters

Ein zusätzliches, neues Orgelwerk ergänzt dann den vorhandenen Registerbestand um romantische Klangfarben. „Durch die zusätzliche romantische Disposition wird das Instrument einzigartig in der deutschen Orgellandschaft sein und eine der selten gewordenen sogenannten Zwischenkriegsorgeln kann für kommende Generationen erhalten bleiben“, so Litwinski. Ein fahrbare Spieltisch erlaube zudem das gemeinsame Musizieren von Orgel und Orchestern in sinfonischer Besetzung.

Von Benno Rougk

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