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Ortschronisten wollen Netzwerk gründen

Heimatgeschichte Ortschronisten wollen Netzwerk gründen

Die Butzower Heimatgeschichtler haben am Wochenende den Versuch unternommen, ein Netzwerk der Chronisten rund um den Beetzsee ins Leben zu rufen. Den Initiatoren der Veranstaltung war kein verheißungsvoller Start beschieden. Nur zwei Interessenten meldeten sich. Doch der Anfang ist gemacht.

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Präsentiert wurde auch eine mehr als 100 Jahre alte Postkarte.

Quelle: Foto: Jürgen Krumnow

Butzow. In vielen Orten um den Beetzsee herum betätigen sich Bürger als Ortschronisten: Sie horten alte Familienfotos, Postkarten, zufällige Schnappschüsse von Landschaften, Gebäuden, Industrieanlagen, Personen von der Feuerwehr oder Belegschaften von Handwerksbetrieben, Bauernhöfen oder Ämtern. Zu den engagierten Chronisten, die sich bereits seit über einem Jahrzehnt bemühen, der Vergangenheit ein Gesicht zu geben, gehören die Frauen und Männer des Vereins „Butzower Ortskern“ um den Vorsitzenden Bernhard Heise und Vize Dirk Lange. Sie hatten für Freitag Chronisten wie sie, Aktivisten und andere Schatzsucher auf dem Gebiet der Geschichte aus der Beetzseeregion in die Begegnungsstätte „Alte Schule“ eingeladen.

Wie sie darstellten, sind sie bei ihrer Arbeit auf weit in vergangene Jahrhunderte reichende Bande zwischen Familien, den Kirchengemeinden, Verbindungen durch Verkehrsanlagen, Vereinen und Verwaltungen der Orte um den Beetzsee gestoßen. Diese Beziehungen haben bereits von langer Zeit verstorbenen Chronisten belegt. So war es nun ihr Anliegen, die Gründung einer Interessengemeinschaft (IG) „Regionalgeschichte am Beetzsee“ vorzubereiten.

Den Initiatoren der Veranstaltung war kein verheißungsvoller Start beschieden. Nur zwei Vertreter, nämlich der Päwesiner Ortschronist Frank Brademann und Christian Wolf vom Kirchenverein Weseram waren gekommen, um sich mit den Zielen einer Interessengemeinschaft „Regionalgeschichte am Beetzsee“ vertraut zu machen.

Die beiden Enthusiasten Heise und Lange ließen sich nicht erschüttern, sahen im bescheidenen Anfang einen Startschuss und stellten ihre Gedanken vor, wie man die Arbeit der Chronisten vernetzen könnte. Voraussetzung sei, dass jeder erfahre, über welche Chroniken, Bilder, Filmaufzeichnungen und Zeitzeugen der Nachbar verfüge und welche Themen und Projekte bearbeitet werden. Kurz, jeder müsste sich in die Karten gucken lassen.

Eines machten alle deutlich: Man dürfe nicht warten, die Zeit renne davon, denn die Zeitzeugen leben nicht ewig. In einigen Monaten sollten deshalb erste Ergebnisse vorliegen.

Von Jürgen Krumnow

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