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Ortsgruppe hält nichts von einem Kreiswechsel

20 Jahre Brielower Landfrauen Ortsgruppe hält nichts von einem Kreiswechsel

Zehn Frauen gründeten 1997 die Ortsgruppe der Brielower Landfrauen. In fröhlicher Runde und mit vielen Gästen wurde das Jubiläum gefeiert. Von einem Kreiswechsel der Beetzsee-Dörfer ins Havelland halten die Landfrauen wenig. Sie fühlen sich im mittelmärkischen Kreisverband bestens aufgehoben.

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Die Landfrauen Bärbel Otto (l.) und Bärbel Saemann (r.) mit Margot Krause (Golzow)in Berlin.

Quelle: BÜR

Brielow. Wenn es nach den Brielower Landfrauen geht, kann die Kreisgebietsreform ausfallen. Am Wochenende hat die Ortsgruppe ihr 20-jähriges Bestehen gefeiert „Wir fühlen uns im Kreisverband Potsdam-Mittelmark bestens aufgehoben. Es gibt keinen Grund sich organisatorisch auf das Havelland einzustellen“, findet die Brielower Landfrauenchefin Bärbel Saemann. Der Ortsgruppe geht es ähnlich wie anderen Vereinen im Amt Beetzsee. Werden die Pläne der Landesregierung umgesetzt, müssen sich nicht nur die fünf amtsangehörigen Kommunen an neue Verhältnisse gewöhnen. Das gesellschaftliche Leben von den Feuerwehren bis zum Sport würde aus den mittelmärkischen Kreisverbänden gerissen.

Doch so weit ist es noch nicht. Bei einer Feierstunde zum 20. Gründungsjubiläum würdigte Bärbel Saemann die ehrenamtliche Arbeit der Brielower Landfrauen, die das Leben im Dorf aktiv mitbestimmen. Sie gehören zu den Mitveranstaltern des Lindenfestes, backen Martinsmänner für den Martinstag, veranstalten Flohmärkte und haben jahrelang den Blugesa-Tag begleitet. Ehrensache für die Brielower Landfrauen ist die Beteiligung an der Grünen Woche, wo einen Tag lang der Gemeinschaftsstand des Brandenburger Landfrauenverbandes zu besetzen ist. Auch auf politischer Ebene mischen sich die Brielowerinnen ein. Sie waren bei Demonstrationen für die Milchbauern und gegen den Landfraß dabei.

Bei Spendenaktionen sind die Landfrauen ebenfalls an vorderster Stelle. Auch für die beiden kürzlich tödlich verunglückten Feuerwehrleute aus Kloster Lehnin wurde Geld gesammelt. „Ab 2018 wollen wir wieder eine Erntekrone binden“, kündigte Bärbel Saemann an. Dankesworte überbrachte unter anderem Silvia Herrmann vom Landesverband der Landfrauen. Pfarrerin Martina Johanna Rief sagte: „Als ich vor fast sechs Jahren an den Beetzsee kam, hatte ich von Landfrauen keine Ahnung. Inzwischen weiß ich, welchen hohen Stellenwert die Ortsgruppen in unseren Dörfern haben.“

Von Frank Bürstenbinder

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