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Brandenburg/Havel Osterzicklein: Drillinge hängen an der Flasche
Lokales Brandenburg/Havel Osterzicklein: Drillinge hängen an der Flasche
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15:10 25.03.2016
Birgit Basigkow vom Pernitzer Hof gibt dem kleinen Eliot die Flasche. Quelle: JACQUELINE STEINER
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Golzow

Bekommt ein Ziege Drillinge gibt es von Natur aus ein Problem. Denn ihr Euter hat nur zwei Zitzen. Für das Nesthäkchen unter dem Nachwuchs kann es dann an der Milchbar knapp werden. Vor Ostern sind auf dem Pernitzer Hof in Golzow gleich zwei Mal Drillinge auf die Welt gekommen. Alle Hände voll zu tun hat deshalb Jungbäuerin Birgit Basigkow. Sie muss mehrmals täglich mit der Flasche einspringen. Mit Aufzuchtmilch für Ziegenlämmer päppelt sie die Kleinen durch. Findus,Eliot, Dini, Darius und wie die Osterzicklein alle heißen, danken es ihrer Besitzerin mit einem munteren Wesen, robuster Gesundheit, rascher Gewichtszunahme und einem seidigen Fell. Dennoch sind Drillingsgeburten eher die Ausnahme.

Milch und Fleisch

Anglo-Nubier-Ziegen sind vor allem in Großbritannien verbreitet. Dort entstand sie aus der Kreuzung von englischen Landschlägen mit aus Afrika und Indien eingeführten Ziegenrassen. Ihr Haar ist kurz, glatt und fein. Alle Farbkombinationen von braun, schwarz und weiß sind möglich.

Es handelt sich um die größte und schwerste Ziegenrassen der Welt. Ein Bock kann es schon mal auf 100 Kilo bringen. Anglo Nubier sind wegen ihrer guten Milch- und Fleischleistungen begehrt. Sie können auch zur Landschaftspflege eingesetzt werden.

Die Anfänge mit zwei Tieren waren bescheiden. Vor sechs Jahren begann Birgit Basigkow mit dem Aufbau einer Anglo-Nubier-Zucht. Dahinter verbirgt sich die größte und schwerste Ziegenrasse der Welt. Eine in Brandenburg eher selten gehaltene Art. Zu erkennen an den langen Hängeohren, die wie übergroße Schuhsohlen an den Köpfen herunterhängen. Anglo Nubier geben nicht nur eine gute Milchleistung, sondern sind auch für ihr Fleisch berühmt. „Ich beschränke mich allerdings auf die Zucht“, stellt Birgit Basigkow klar. Selbst gemachter Ziegenkäse wäre vielleicht irgendwann denkbar. Aber das ist noch Zukunftsmusik.

Friedlich liegen die Zicklein im Stroh. Quelle: JACQUELINE STEINER

Wo bei Familie Basigkow einst Rinder im Stall standen, haben inzwischen zehn ausgewachsene Ziegen und ihre acht Lämmer Unterkunft gefunden. Die Tiere stehen auf Stroh und können den Stall tagsüber ins Freigelände verlassen. Zu meckern gibt es immer etwas. Zum Beispiel wenn die Anglo Nubier auf Streicheleinheiten aus sind, oder die Ziegen ihrer Herrin Birkenreisig als Zwischenmahlzeit aus den Händen reißen. Baumschnitt ist den Tieren wegen seiner Gerbsäure willkommen. Sonst suchen sie sich ihr Futter auf der Wiese selbst. Sie sind auch mit Heu zufrieden. Als Zugabe darf es etwas Hafer, gemischt mit Kraftfutter sein.

Ein Muttertier der Ziegenzucht im Stall. Quelle: JACQUELINE STEINER

Mit 18 Tieren ist der Aufbau einer eigenen Herde so gut wie abgeschlossen. In der Lämmerzeit verbringt Birgit Basigkow wegen der Zufütterung bis zu vier Stunden täglich im Stall. „Es ist ein Hobby und soll ein Hobby bleiben“, sagt die Golzwerin, deren Ehemann Denny zusammen mit Schwiegervater Erwin den privaten Landwirtschaftsbetrieb durch alle Höhen und Tiefen bringt (MAZ berichtete). Gatte Denny unterstützt die Ziegenzucht seiner Frau nach Kräften: „Schon unsere Altvorderen wußten, dass eine Ziege auf dem Hof Glück bringt.“ Der gesamte Ziegennachwuchs, den der Bock Hot Stuff in die Welt setzte, wird nicht auf dem Hof bleiben. Besonders weibliche Lämmer sind bei Anglo-Nubier-Züchtern gefragt, von denen es in Brandenburg nur noch vier gibt.

Unter den acht Neugeborenen sind allerdings in diesem Jahr sechs Böcke. Der kleine Findus zum Beispiel, der erst schwächelte und dann zu einem prächtigen Burschen heranwuchs, wird nach Ungarn umziehen, um in einer Herde für frisches Blut zu sorgen. Als Herdbuchzüchterin gehört Birgit Basigkow dem Schafzuchtverband Berlin-Brandenburg an, in dem auch die märkischen Ziegenzüchter ihre organisatorische Heimat gefunden haben.

Von Frank Bürstenbinder

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