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Ostfriesische Möwen aus Brandenburg

Langjähriger Hühnerzüchter Ostfriesische Möwen aus Brandenburg

Jedes Jahr im Frühling beginnt für den Rentner Günter Heinrich aus Brandenburg eine spannende Zeit. Er brütet Eier im Brutkasten für seine Hühner Nachzucht aus. Seit 60 Jahren züchtet er die Hühnerrasse Ostfriesische Möwen, silberfarbig und fast genauso lange die russische Hühnerrasse Orloff, rotbunt.

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Günter Heinrich züchtet leidenschaftlich gern Hühner.

Quelle: S. Zimmermann

Brandenburg an der Havel. Jedes Jahr im Frühling beginnt für den Rentner Günter Heinrich aus Brandenburg eine spannende Zeit. Er brütet Eier im Brutkasten für seine Hühner Nachzucht aus. Seit 60 Jahren züchtet er die Hühnerrasse Ostfriesische Möwen, silberfarbig und fast genauso lange die russische Hühnerrasse Orloff, rotbunt. „In diesem Frühjahr sind 60 Küken geschlüpft, davon 41 Orloff- und 19 Ostfriesische Möwen-Küken.

Aus dem Gröbsten sind die kleinen Junghühner schon raus. Man kann schon erkennen, welches Tier für die spätere Zucht geeignet ist. Diese bekamen jetzt ihre Ringe. Alle anderen finden dann in der häuslichen Küche Verwendung“, erzählt der begeisterte Hühnerzüchter. In den Hühnerausläufen herrscht eine strenge Ordnung, denn die drei Zuchtstämme je Rasse dürfen sich nicht vermischen. „Ich habe zum Beispiel bei den Ostfrischen Möwen und den Orloffs einen Hahn mit vier Hennen laufen.

Das ermöglicht eine gute Zucht. Wir konnten auch beobachten, dass die kleinen Ostfriesischen Möwen-Küken sehr gelehrig sind. Sie zeigen ihren etwas größeren Orloff-Küken, wie es im Hühnerhof so abläuft. Wo Futter oder das Wasser steht, schaut sich das Hühnervieh von einander ab“, gibt er zu verstehen.

Angefangen hatte seine Leidenschaft für das Federvieh bereits als Jugendlicher. „Ich wurde mit 15 Jahren Mitglied im Ziesaraner Rasse- und Geflügelzuchtverein. Später zogen meine Eltern und ich nach Görzke. Dort war ich auch Mitbegründer des Görzkers Geflügelzuchtvereins, der in diesem Jahr seinen 60. Gründungstag feierte“, berichtet der Hobbyzüchter.

1955 besorgte er sich aus Ziesar seine ersten Bruteier von Ostfriesischen Möwen. 1963 zog Heinrich mit seiner Frau Dorothea nach Brandenburg, der Hühnerzucht blieben sie bis heute treu.

Züchter Heinrichs zweite Leidenschaft gehört der aus Russland stammenden Hühnerrasse Orloff. „Meine Frau Dorothea fand in einer Ausstellung in Leipzig Gefallen an diesem robusten und stattlichen Huhn. Das ist aber eher eine Rasse für das Auge, weniger für die Leistung“, sagt Heinrich. Im Ausstellungsjahr 1963 gewann er gleich einen Pokal mit einem Orloff-Hahn. Günter Heinrich ist auch Mitglied im Sonderverein Orloff. Dieser Verein feiert in diesem Jahr sein 120-jähriges Bestehen. „Ich wurde mit der goldenen Nadel des Vereins ausgezeichnet“, berichtet der 77-Jährige stolz.

Bei seiner Arbeit mit den Hühnern und im Garten bekommt der ehemalige Beschäftigte des Brandenburger Beton- und Plattenwerks viel Unterstützung von seiner Frau Dorothea. Beide teilen seit 53 Jahren diese besondere Leidenschaft, Günter Heinrich ist zudem Mitglied im Brandenburger Rasse - und Geflügelzuchtverein. Sie sind sich einig - zwar mache das Federvieh viel Arbeit, aber die Freude an den Tieren überwiege die Anstrengungen deutlich.

Für das Ehepaar Heinrich gibt es immer etwas zu tun, zur Ruhe kommen sie nicht. Neben den Hühnern bereichern auch Wellensittiche, Nymphensittiche und Katzen den Alltag. „Wir sitzen oft in unserem Garten, beobachten unsere Tiere und stellen immer wieder fest, wie friedlich sie alle miteinander auskommen“, sagt das Ehepaar.

Von Silvia Zimmermann

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