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Brandenburg/Havel Osthalbinsel: Inklusives Wohnen in exklusiver Lage ab Sommer 2020
Lokales Brandenburg/Havel Osthalbinsel: Inklusives Wohnen in exklusiver Lage ab Sommer 2020
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18:12 25.02.2019
Spatenstich mit Trompetenbegleitung. Zum Start des inklusiven Wohnprojekts der Stiftung Lobetal bliesen (von links) Wolfgang Erlebach, Jeannette Pella, Manfred Kohler, Ulrich Pohl und und Trompeter Roland Schütze. Quelle: Rüdiger Böhme
Brandenburg/H

Die Stiftung Lobetal macht ernst. An diesem Montag hat sie den Bau des inklusiven, barrierefreien Wohnhauses auf der Osthalbinsel mit einem Spatenstich offiziell gestartet. Etwa im Sommer 2020 können 31 Bewohner der ehemaligen Landesklinik Brandenburg in den Neubau einziehen. Baubeginn ist vermutlich im April.

Bereits Ende Januar hatte die Stiftung den Nachbarn auf der Osthalbinsel angekündigt, dass der Baubeginn bevorsteht. Das Bauprojekt direkt an den Krakauer Straße beginnt mit der Pfahlgründung.

Das künftige dreigeschossige Wohnhaus wird auf 102 Pfählen in etwa 16 Metern Tiefe gegründet. Es wird sich, beginnend in Höhe der Bushaltestelle, über eine Länge von 66 Metern erstrecken und 14,5 Meter breit sein.

Die Stiftung Lobetal macht ernst. An diesem Montag hat sie den Bau des inklusiven, barrierefreien Wohnhauses auf der Osthalbinsel gestartet. Etwa im Sommer 2020 können 31 Bewohner der ehemaligen Landesklinik Brandenburg einziehen.

Die „Hoffnungstaler Stiftung Lobetal“ hatte das 2500 Quadratmeter große Grundstück entlang der Straße im Jahr 2017 von Projektentwickler Bernd Jansen gekauft, damit 31 geistig und seelisch behinderte Menschen enthospitalisiert werden und inklusiv in zentraler Stadtlage leben können. Die meisten von ihnen wohnen seit Jahrzehnten auf Gelände des psychiatrischen Krankenhauses auf dem Görden.

„Die Menschen müssen das vertraute, ihre alte Heimat loslassen und neue Bekannte und Freunde finden müssen“, erklärte am Montag Pastor Ulrich Pohl. Er äußerte sich zuversichtlich, dass die Menschen mit ihrer Beeinträchtigung eine „gute Nachbarschaft finden werden, die sie aufnimmt“.

„Das wird eine gute Nachbarschaft werden mit Ihnen,“ versicherte Stiftungsgeschäftsführer Martin Wulff den Bewohner des Neubaugebiets, die der Einladung zum Baustart gefolgt waren. Wulff sprach in Bezug auf die Enthospitalisierung von einer „besonderen Geschichte“.

Blumen gießen und Pakete annehmen

Jeannette Pella, die für das Wohnen zuständige Bereichsleiterin, beschrieb, wie sie sich die gute Nachbarschaft als eine „Reise des Voneinanderlernens“ vorstellt, bei dem man bei Bedarf die Pakete des Nachbarn entgegennimmt, in dessen Urlaub die Blumen gießen und sich auch einmal mit einem Ei aushelfen könne.

31 Bewohner aus dem Bereich sozialpsychiatrische Rehabilitation der früheren Landesklinik werden im nächsten Jahr erstmals in einer eigenen Wohnung leben, und zwar in den unteren beiden Geschossen des in Massivbauweise errichteten Wohnhauses. Die Stiftung will im Obergeschoss 13 Ein- bis Dreizimmerwohnungen mit Blick auf den Havelarm frei vermieten.

Das Bauprojekt hat nach Angaben von Geschäftsführer Wulff ein Volumen von etwa 5,5 Millionen Euro und wird von der Landesbank ILB gefördert.

Von Jürgen Lauterbach

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