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Brandenburg/Havel Oxford PV will Solarzelle zur Marktreife bringen
Lokales Brandenburg/Havel Oxford PV will Solarzelle zur Marktreife bringen
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15:21 09.02.2018
Das Werk der Firma Oxford Photovoltaics in Hohenstücken entwickelt in seinen Labors Perowskit-Solarzellen. Quelle: Rüdiger Böhme
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Brandenburg/H

In Hohenstücken sollen einmal die besseren, weil effizienteren Solarmodule produziert werden. Das Unternehmen Oxford Photovoltaics (PV) hat vor gut einem Jahr die Bosch-Solar-Fabrik übernommen und arbeitet im Moment noch im Laborstadium an Solarzellen, die aus dem Mineral Perowskit gefertigt werden. Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD) erfuhr am Donnerstag mehr über das „Wundermaterial“.

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In Brandenburg an der Havel sollen einmal die besseren, weil effizienteren Solarmodule produziert werden. Das Unternehmen Oxford Photovoltaics (PV) hat vor gut einem Jahr die Bosch-Solar-Fabrik übernommen und arbeitet an Solarzellen, die aus dem Mineral Perowskit gefertigt werden. Minister Albrecht Gerber (SPD) erfuhr am Donnerstag mehr über das „Wundermaterial“.

30 Millionen Euro investiert das britische Unternehmen über drei Jahre gestreckt an seinem Industriestandort Hohenstücken. Für den hatte sich das Technologieunternehmen entschieden, als Bosch Solar ihr Solarmodul-Entwicklung in Brandenburg/(Havel beendete und das Fabrikgebäude zum Kauf anbot.

19 Standorte in England, dem übrigen Europa und den USA hatte Oxford PV, eine Ausgründung der Universität Oxford geprüft, ehe die Firma November 2016 im wenigstens halb eingerichteten Nest in Brandenburg/Havel loslegte. „Hier konnten wir sofort loslegen und mussten nicht erst Millionen in die Ausstattung stecken“, erklärt Geschäftsführer Frank Averdung beim Ministerbesuch. Außerdem stand qualifiziertes Personal bereit.

Etwa zwei Drittel der 32 am Standort beschäftigten Ingenieure, Operatoren und Verwaltungsmitarbeiter haben zuvor schon für Bosch Solar Cistech am Standort gearbeitet, so wie Produktionsleiter Bernd Walther, dessen Dienste sich die Engländer gesichert haben.

Auch wenn die Technologie eine andere ist als vorher, so verbindet den neuen Eigentümer mit seinen beiden Vorgängern Johanna Solar und Bosch Solar Cistech, dass Module, die ihre Energie aus der Sonnenkraft gewinnen, marktfähig gemacht und dann auch industriell produziert und verkauft werden sollen.

Der Schlüssel ist bei Oxford PV das Mineral Perowskit, das laut Averdung 1839 im Ural entdeckt wurde und aus dem die Erdkruste in einer Tiefe von 900 bis 2900 Kilometern besteht. Perowskitzellen sind relativ simpel und preiswert herzustellen und besitzen fotoabsorbierende Eigenschaften.

„Doch wie kommerzialisiert man das?“, formuliert der Oxford-PV-Chef die für sein Unternehmen zentrale Frage. Geforscht wird daran weiterhin am Stammsitz im englischen Oxford bei der Muttergesellschaft . Die technische Umsetzung der Ergebnisse, also die Übertragung der Technologie in die industrielle Solarzellenproduktion, läuft dann in Brandenburg Averdung spricht von der „Pilotlinie“.

Im kleinen Maßstab ist das Unternehmen, das in diesem Jahr etwa fünf weitere Mitarbeiter einstellen will, bereits vorangekommen. Herkömmliche sehr gute Silizium-Module haben den Angaben zufolge einen Wirkungsgrad von 22 Prozent. Oxford PV will den Wirkungsgrad mittelfristig auf mehr als 30 Prozent erhöhen. Dabei ersetzt Perowskit nicht das Silizium nicht, sondern ergänzte es.

Gebaut werden soll ein Tandem, ein stark verbessertes Produkt. Die Industrie müsste bei dieser Bauweise nicht neu beginnen, sondern benötigte nur zusätzliche Ausstattungen, um die Zellen zu verwenden.

Minister Gerber wertet die Aktivität von Oxford PV als Beleg dafür, dass das Land Brandenburg attraktiv sei für innovative Hochtechnologie-Unternehmen. Das Land unterstützt das Vorhaben über Förderbank ILB m 3,1 Millionen Euro. „Mit Oxford PV erlebt auch die ehemalige Bosch-Produktionsanlage eine sinnvolle Nachnutzung“ sagt ILB-Vorstandsmitglied Kerstin Jöntgen.

Von Jürgen Lauterbach

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