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Packhof sieht aus wie Sodom und Gomorrha

Nach der Buga in Brandenburg/Havel Packhof sieht aus wie Sodom und Gomorrha

Der Brandenburger Packhof, im vergangenen Sommer noch in voller Blüte, sieht gut vier Monate nach der Bundesgartenschau aus wie Sodom und Gomorrha. Dass sich daran so bald etwas ändert, ist nach der vergangenen Stadtverordnetenversammlung (SVV) kaum zu erwarten. Der Packhof bleibt auch im Frühjahr dicht.

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Bretterberge auf dem unaufgeräumten Buga-Areal am Packhof.

Quelle: Volkmar Maloszyk

Brandenburg/H. Bretterberge, überquellende Papierkörbe, Absperrzäune, Verbotsschilder. Der Packhof, im vergangenen Sommer noch in voller Blüte, sieht gut vier Monate nach der Bundesgartenschau aus wie Sodom und Gomorrha. Dass sich daran so bald etwas ändert, ist nach der vergangenen Stadtverordnetenversammlung (SVV) kaum zu erwarten. Das heißt: Der Bauzaun bleibt, Uferweg, Havelradweg und Spielplatz am Packhof sind im nahenden Frühjahr dicht. Wann geöffnet wird, diese Frage bleibt offen.

„Der Zustand ist unbefriedigend“, bekennt Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann (CDU) in der SVV. Einen Zeitpunkt, wann er Buga-Zweckverband das verlassene Areal übergibt, kann sie den Stadtverordneten nennen. Vielleicht in sechs Wochen. Vielleicht.

Die Bündnisgrünen hatten zur vergangenen SVV-Sitzung mehrere Fragen zur nahen Zukunft des umzäunten ehemaligen Buga-Geländes auf dem Packhof gestellt. Denn nur wenige Monate nach dem Großereignis erinnert nur noch herzlich wenig an die einstige Blütenpracht, herrscht rings herum Tristesse. Die Antworten der Verwaltung fallen wenig konkret aus.

Nach Auskunft von Bürgermeister Steffen Scheller (CDU) wurde auf dem Gelände zwar mit dem Abriss begonnen, sind Zelte, Pavillons und Schiffe entfernt. Doch habe der Buga-Zweckverband den Rückbau zwischenzeitlich gestoppt. Der Grund: Mit der Stadt seien noch einige grundsätzliche Fragen abzustimmen gewesen.

Als Beispiele nannte Scheller den nahe am Eingang gelegenen Schiffsrahmen aus Holz, der wie der Betongarten vielleicht am Standort bleiben soll. Das freie Grundstück, auf der sich das Gastronomiezelt und die Bühne befanden, soll zur einer Rasenfläche umgebaut werden.

Nach der Ortsbegehung am 18. Februar wollte die Stadtverwaltung innerhalb einer Woche die „notwendigen Entscheidungen“ treffen. Doch die gibt es offenbar nicht. „Kein neuer Sachstand“, meldet Verwaltungssprecher Jan Penkawa an diesem Montag.

Wenn endlich klar wird, was geht und was bleibt, vergehen nach Auskunft der Verwaltung noch einmal etwa fünf bis sechs Wochen, in denen der Buga-Zweckverband abreißen und beseitigen soll, was fort gehört. Voraussetzung dafür wäre allerdings, dass dafür Geld im Zweckverband vorhanden ist. Doch auch das ist keineswegs sicher.

Geschäftsführer Erhard Skupch vermochte dazu am Montag keine Auskunft zu geben. Laut Bürgermeister Scheller sind die Mittel dafür pauschal geplant. Ob sie allerdings ausreichen, hänge von jenen Entscheidungen ab, die noch nicht getroffen sind.

Die Grünen-Stadtverordnete Anette Lang fürchtet schon, dass am Ende die Stadt auf den Kosten sitzen bleibt oder es dem künftigen Investor überlässt, das Feld zu beräumen. Anette Lang findet es überhaupt nicht gut, dass der Uferweg in Höhe des Packhofs gesperrt ist und auch Radwanderern diesen Teil des Havelradwegs verwehrt bleibt.

Den Weg zu öffnen würde voraussetzen, dass der Zweckverband einen Bauzaun stellen müsste. Denn auf dem Gelände ragen Teile aus dem Boden. Spielende Kinder könnten sich verletzten. Vom Zweckverband und von der Oberbürgermeisterin gibt es kein Signal, dass das Packhofgelände, so wie im Falle des Marienbergs, schon vor der offiziellen Übergabe wieder offen steht.

Von Jürgen Lauterbach

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