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Brandenburg/Havel Packhof: Architekt drängt auf Transparenz
Lokales Brandenburg/Havel Packhof: Architekt drängt auf Transparenz
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20:15 15.06.2016
Die Packhof-Bebauung im Planmodell. Quelle: privat
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Brandenburg/H

Nun hat sich erstmals das Auswahlgremium getroffen, das die Entwürfe für die Bebauung des Packhofes bewerten soll um dann der Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann (CDU) einen Vorschlag zu machen, welchen Entwurf sie der SVV zu Abstimmung vorlegen soll. Allerdings ist das nur ein beratendes Gremium, das gar nicht nach politischem Proporz besetzt ist und an dessen Votum sich Tiemann auch nicht halten muss. Jede SVV-Fraktion hat einen Vertreter in das Gremium entsandt, ebenso sind drei Stadtverwalter um Bürgermeister Steffen Scheller (CDU), die Brandenburgische Architektenkammer mit ihrem Vorsitzenden Bernhard Schuster sowie der Denkmal- und Sanierungsbeirat mit Ulrich Wiesner vertreten.

Scheller soll in seinen Einladungsschreiben formuliert haben, er wünsche sich bereits am Montag erste Meinungsäußerungen, berichten Gremiumsmitglieder. Auf der ersten Sitzung der Bewertungskommission für die beiden eingegangenen Bewerbungen zur Packhof-Bebauung wurde nun Bernhard Schuster zum Vorsitzenden gewählt. Und schnell machte der Architekt deutlich, woran ihm besonders viel liegt: nämlich Transparenz. Deshalb sollen die Sitzungen am 22. Juni und am 7. Juli auch nicht wie bisher geplant im stillen Kämmerlein sondern durchaus öffentlich stattfinden.

Und so teilte Verwaltungssprecher Jan Penkawa überraschend mit: „Einig waren sich die Mitglieder der Arbeitsgruppe sowohl über die Inhalte der nächsten Arbeitsgruppensitzung, sowie auch darüber, im weiteren Bewertungsverfahren auch die Mitglieder von Fachausschüssen der Stadtverordnetenversammlung sowie die Öffentlichkeit zu informieren und die Arbeitsgruppenarbeit transparent darzustellen.“ Das heißt insbesondere auch: Die Mitglieder der Bürgerinitiative sind an dem Willenbildungsprozess beteiligt.

Wie die MAZ berichtete, haben sich gerade einmal zwei Bieter für das Bebauen von rund 29 000 Quadratmetern auf dem Packhof beworben. Am 31. Mai war die Frist für potenzielle Bewerber abgelaufen. Bei den Bietern handelt es sich offenbar um die RIMC Deutschland Hotels & Resorts sowie um den Brandenburger Architekten Moritz Krekeler, der gemeinsam mit der Wohnungsbaugenossenschaft (WBG) eine Absichtserklärung für die Bebauung geschlossen hat.

Die RIMC hat ihre Pläne für ein Kongress- und Wellnesshotel dem Vernehmen nach konkretisiert. Weiterhin erstreckt sich die Zimmerfront entlang der Havel, ein fast rechtwinklig abgehender Flügel soll auch im neuen Entwurf bis ans Wasser heran reichen und den Uferweg überbrücken. Diese Form der Bebauung war insbesondere bei der Bürgerinitiative durchgefallen.

Von Benno Rougk

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