Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg/Havel Packhof-Diskussion nimmt Fahrt auf
Lokales Brandenburg/Havel Packhof-Diskussion nimmt Fahrt auf
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:07 12.09.2018
Jürgen Peters (links) und Ralf Krombholz haben sich intensiv Gedanken über das Gestalten des künftigen Packhofs gemacht. Quelle: Benno Rougk
Anzeige
Brandenburg/H

Der jüngste Vorschlag zum Gestalten des Packhofes ist auf große Resonanz gestoßen. Jürgen Peters und Ralf Krombholz haben die Idee einer „Wasserstadt“ mit Kanälen, Binnenhafen und bis zu 46 Eigenheimgrundstücken am Wasser entwickelt – aus Interesse an einer Stadtentwicklung und am Aufheben des Stillstands auf der vier Hektar großen Fläche.

Beide haben kein kommerzielles Interesse, auf der eigens angelegten Internetseite www.unser-packhof.de sammeln sie Lob, Kritik, Anregungen, Ideen und potentielles Kaufinteresse. „In den ersten 48 Stunden haben sich schon zehn Familien öffentlich dazu bekannt, dass sie bereit wären, ein solches Grundstück zu erwerben und zu bebauen. Viele andere Menschen haben uns privat angesprochen, möchten sich aber nicht öffentlich ,outen’“, sagt Krombholz. Bis zum Mittwochmittag ist die Webseite insgesamt 7069-mal aufgerufen worden.

Am Mittwoch haben die beiden Initiatoren die Idee eines verkehrsarmen und individuellen Wohngebiets auch Oberbürgermeister Steffen Scheller (CDU) vorgestellt. „Er hat unsere Idee als gut bezeichnet, gleichzeitig aber gesagt, dass man genau die Kosten betrachten muss“, sagt Krombholz. Peters lobt die „sehr offene Gesprächsatmosphäre“.

Scheller ist sich mit einer Stadtverordnetenmehrheit einig, dass der Packhof entwickelt werden soll, Uferbereiche aber freizuhalten sind. „Davon abgekoppelt soll bereits eine Wohnbebauung entlang der Eichamtstraße ermöglicht werden.“ Für das eigentliche Packhofgelände sei eine politische Verständigung auf Planungsziele noch nicht erfolgt, aber notwendig. „Bei einer künftigen Wohnbebauung ist eine differenzierte Entwicklung durch mehrere Investoren sinnvoll.“ Ideenvorschläge für Planungsziele seien gut, weil diese zielgerichtete Diskussionen und Beteiligung ermöglichen. Es sei sinnvoll, auch weitere Ideen zuzulassen, beispielsweise in einem begrenzten Einladungswettbewerb. Dem Vernehmen nach will Scheller am Montag beim Treffen mit den Fraktionsvorsitzenden über das Gespräch unterrichten.

In der laufenden Diskussion im Internet sowie im direkten Kontakt stoßen Peters und Krombholz teilweise noch auf Missverständnisse: „Wir sind weder Architekten noch Investoren, sondern politisch unabhängige Bürger, die sich für die Stadt interessieren“, betont Peters. „Wir möchten, dass die Stadt die Fläche nicht an einen einzelnen Großinvestor abgibt, sondern die Vermarktung der Flächen an Privatpersonen selbst vornimmt. Dabei soll jeder Kaufinteressent maximal ein Grundstück erwerben dürfen.“ Es sei für beide selbstverständlich, dass große Teile des Packhofgeländes auch zukünftig frei nutzbar für alle Menschen nutzbar bleiben müssten. Der Uferbereich sollte frei und öffentlich für die Brandenburger sowie Touristen zugänglich sein. „Wir streben keine maximale Ausnutzung der Fläche für eine Neubebauung an. Wir wollen mit neuen Ansätzen Verkehrs- und Umweltbelastungen minimieren, ohne zugleich auf Qualität und Mobilität zu verzichten.

Von André Wirsing

Die Chefin des Jugendhilfeausschusses Ute Tage (CDU) ist verärgert ob des Alleingangs des Sozialbeigeordneten Wolfgang Erlebach (Linke). Ohne das Wissen des Ausschusses wurden wegen Platzmangels Betreuungsverträge für Hortkinder gekündigt.

12.09.2018
Brandenburg/Havel Brandenburg an der Havel - VEB Adrett wird Wohnadresse

Vor zwei Monaten sind Fassadenteile der ehemaligen Wäscherei Adrett eingefallen, das war eine Initialzündung für die Ruine: Die Eigentümer verkauften an einen Investor, der nun 40 Wohnungen baut.

12.09.2018

Blutende Kopfwunden erleidet ein jüngeres Paar, das im Netto-Markt mit einer Flasche auf den Kopf geschlagen wird. Auch ein Zeuge wird verletzt. Gesucht wird ein Mann mit dunklen Locken und Undercut.

12.09.2018
Anzeige