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Pädophiler Fleischer wandert in den Knast

Urteil im Amtsgericht Brandenburg Pädophiler Fleischer wandert in den Knast

Daniel B. bekennt sich zu seiner pädophilen Neigung. Dem Mittzwanziger bleibt auch kaum etwas anderes übrig im Amtsgericht in Brandenburg an der Havel. Er ist angeklagt, weil er bei einer philippinischen Frau die Vergewaltigung von deren zehnjähriger Tochter vor laufender Kamera bestellt hat. Nun wandert der geständige Täter in den Knast.

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Quelle: dpa

Brandenburg/H. Daniel B. (Name geändert) bekennt sich zu seiner pädophilen Neigung. Dem Mittzwanziger bleibt auch kaum etwas anderes übrig im Amtsgericht in Brandenburg/Havel. Er ist angeklagt, weil er bei einer philippinischen Frau die Vergewaltigung von deren zehnjähriger Tochter vor laufender Kamera bestellt hat. Als Jugendlicher hatte er mehrmals seine kleine Schwester vergewaltigt.

Der Mann auf der Anklagebank legt ein umfassendes Geständnis ab am Dienstag vor dem Schöffengericht Brandenburg. „Ich weiß, dass ich großen Mist gebaut habe“, sagt er. Seine Offenheit und seine glaubhafte Einsicht in die eigene Persönlichkeitsstörung verschaffen ihm ein relativ mildes Urteil von drei Jahren Haft. In dieser Zeit soll er im Gefängnis eine Therapie machen, um am Ende mit seiner Pädophilie so umgehen zu können, dass er in Freiheit nicht mehr rückfällig wird.

Vor fünf Jahren hatte das Landgericht Potsdam den gelernten Fleischer und Straßenbauer zu einer zweijährigen Jugendstrafe auf Bewährung verurteilt. Viermal war er über seine Schwester sexuell hergefallen, die zu jener Zeit noch ein Kind war. Daniel B. zeigte sich der Bewährung aber nicht gewachsen.

In dieser Woche war er angeklagt wegen kinderpornografischer Straftaten im Internet. Dort hatte er das Foto eines Säuglings runtergeladen und weitergeschickt, der auf übelste Weise sexuell gequält wurde. Bei einer Wohnungsdurchsuchung findet die Polizei, die ihn mit einem internationalen Haftbefehl in Österreich aufspürt, zudem einen Computer mit verbotenen Fotos.

Etliche von ihnen zeigen den sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendliche, manche sind noch schlimmer als andere. Vor,allem handelt es sich um Fotos von jungen Asiatinnen, für die der Mann eine Vorliebe hat. Am schwersten aber wiegt im aktuellen Strafprozess der Vorwurf, zu einem schweren Fall des sexuellen Missbrauchs von Kindern angestiftet zu haben. Im Juni 2015 stand Daniel B. im Skype-Kontakt zu einer Philippinin.Beide sprachen also übers Internet miteinander und konnten einander auf ihren Computerbildschirmen sehen.

Der Deutsche gab bei der Asiatin eine Bestellung auf: Sie sollte ihre zehnjährige Tochter dafür hergeben, dass ein Erwachsener das Kind vor laufender Kamera sexuell missbraucht. Diese Vergewaltigung sollte sie live nach Deutschland zu Daniel B. übertragen. Der Kunde zahlte dafür wiederholt 40 Euro. Doch zum Glück wurde das Kind weitgehend verschont. Es musste aber einmal nackt im Hintergrund tanzen, eine Darbietung, die dem pädophilen Deutschen nicht reichte.

Bei der ersten Verurteilung hatte die Brandenburger Justiz den gefährlichen Mann mit seiner Neigung und seiner Bewährungsstrafe allein gelassen, was sich rächte. Diesmal waren sich Gericht, Staatsanwältin und Verteidiger über das Strafmaß einig: drei Jahre Gefängnis. Der Angeklagte nahm das Urteil sofort an. Er hofft dar, dass ihm die Sozialtherapeutische Abteilung (Sotha) im Strafvollzug helfen kann.

Von Jürgen Lauterbach

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