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Päwesiner proben den Aufstand

Bürgerbegehren wegen Kiez-Verkauf Päwesiner proben den Aufstand

Über das Kiez Bollmannsruh ist das letzte Wort nicht gesprochen. Über 200 Päwesiner haben für einen Verkauf des Bungalowdorfs an den Humanistischen Regionalverband unterschrieben. Eine Mehrheit im Gemeinderat hatte für eine private Investorengemeinschaft gestimmt. Gibt es keine Einigung, kann es zu einem Bürgerentscheid kommen.

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Blick auf den Badestrand vom Kiez Bollmannsruh. Nicht ausgeschlossen, dass die Päwesiner Bürger über den Verkauf entscheiden.

Quelle: Frank Bürstenbinder

Päwesin. Mehr als 200 Päwesiner haben sich für den Verkauf des Kinder- und Erholungszentrums Bollmannsruh (Kiez) an den Humanistischen Regionalverband (HRV) ausgesprochen. So das Ergebnis einer Unterschriftensammlung. Die Päwesiner proben damit den Aufstand gegen die schlagzeilenträchtige Entscheidung der Gemeindevertretung vom 26. April. Damals hatte eine knappe Mehrheit von fünf Abgeordneten für den Verkauf des Bungalowdorfs an eine private Investorengemeinschaft aus Schwielowsee gestimmt. Mit vier Stimmen hatten die Befürworter einer Veräußerung an den HRV das Nachsehen (MAZ berichtete).

Mit dem Bürgerbegehren ist das letzte Wort über die Verkaufsentscheidung noch nicht gesprochen. „Viele Päwesiner haben uns zu einer Unterschriftensammlung ermutigt. Das Ergebnis für den HRV ist überwältigend. In nur wenigen Tagen hat sich fast die Hälfte aller Wahlberechtigten für die Humanisten ausgesprochen. Ich kann nur hoffen, dass die Gemeindevertreter, die einen anderen Bewerber favorisiert haben, den breiten Willen der Bevölkerung zur Kenntnis nehmen und zu einer anderen Meinung gelangen“, sagte Bürgermeister Hubertus Kühne der MAZ am Freitag.

Eine Folge des Bürgerbegehrens ist, dass sich die Abgeordneten auf ihrer öffentlichen Sitzung am 26. Mai erneut mit dem Thema beschäftigen müssen. Sollte die quer durch die Gemeindevertretung verlaufende Front zwischen Befürwortern und Gegnern eines Verkaufs an den HRV unverändert bleiben, wird das Bürgerbegehren in einen Bürgerentscheid münden. „Für diesen Fall hält die Verwaltung eine entsprechende Beschlussvorlage mit einem Termin bereit“, kündigte Amtsdirektor Guido Müller gegenüber der MAZ an. Dann entscheiden die Wahlberechtigten direkt an der Wahlurne über den Verkauf der Kiez-Anlage. Der Bürgerentscheid steht dem Beschluss der gewählten Kommunalvertretung gleich.

HRV-Geschäftsführer Axel Krause sieht das Ergebnis der Unterschriftensammlung als „großen Vertrauensbeweis“ der Päwesiner in die Arbeit des Verbandes, der das Kiez seit sechs Jahren als Pächter betreibt. Eingeschaltet in das Tauziehen um das Kiez hat sich auch Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD), zu dessen Wahlkreis Päwesin gehört. Er hoffe, dass die Gemeindevertretung dem Votum der Bürger folgen werde, so Steinmeier am Freitag in einer Pressemitteilung.

Von Frank Bürstenbinder

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