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Brandenburg/Havel Parken am Bahnhof bleibt kostenfrei – in der Steinstraße wird’s teuer
Lokales Brandenburg/Havel Parken am Bahnhof bleibt kostenfrei – in der Steinstraße wird’s teuer
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14:37 26.09.2018
Das Parken in der Steinstraße soll kein billiges Vergnügen bleiben, die Ticketpreise werden zum Jahresende erhöht. Quelle: JACQUELINE STEINER
Brandenburg/H

Die These war provokant: „Verkehrschaos in der Stadt – Wie weiter mit Parken und Verkehr?“ Das Publikum kritisch: Händler, Gewerbetreibende, Tourismusanbieter, Dienstleister, die sich im Tourismusverein Brandenburg an der Havel e.V. organisiert haben.

Es gibt kein Chaos, kontert der städtische Verkehrsplaner Rolf Beyer: „Der Verkehr fließt, wir haben zahlenmäßig genug Parkplätze in der Neustadt, nur in der Altstadt wird es gerade in den Abendstunden eng.“ Die Daten fußen auf einem wissenschaftlichen Fundament, Leitbild und Ziele der Verkehrsplanung seien von den Volksvertretern beschlossen.

Der neue Verkehrplan mit Parkraumkonzept und Radwegepapier ist zwar von den Stadtverordneten in eine neuerliche Beratungsrunde bis Ende Oktober geschickt worden, wesentliche Punkte seien aber schon sicher.

So wird es dauerhaft beim kostenfreien Parken am Hauptbahnhof bleiben, weil sonst Millionenbeträge an Fördermitteln zurückgezahlt werden müssen. Es wird dafür in der Innenstadt keine kostenfreien Parkplätze mehr geben, gerade die Bereiche um Neustadt- und Molkenmarkt, Paulikloster und große Teile der Kurstraße werden konsequent bewirtschaftet, also kostenpflichtig gemacht.

In der Steinstraße soll Parken teurer sein als anderswo: Normalerweise kostet ein Parkticket 25 Cent je angefangene Viertelstunde, in der Steinstraße werden es 40 Cent sein. „Wir erwägen ja beispielsweise ein Tagesticket am Neustädtischen Markt für fünf oder sechs Euro. Das wird in der Steinstraße nicht so sein, da tickt die Uhr ständig weiter, um langes Parken unattraktiv zu machen.“

Der Verkehr in der Steinstraße sei auch ein Sonderthema, dass aus dem Verkehrskonzept vorerst ausgeklammert worden ist, weil es überhaupt keinen Lösungsansatz im Konflikt widerstreitender Interessen gab. „Diese Grundsatzdiskussion müssen wir separat führen: Die Möglichkeiten reichen von komplett autofreier Meile über Einbahnstraße, das Herausnehmen der Straßenbahn bis zu einem Belassen des jetzigen Zustandes.“

Nachfragen gab es am Dienstagabend zur traditionellen Schiffsfahrt des Tourismusvereins auch. Peter Lenz bietet auf der Dominsel Ferienwohnungen an, er beklagt den täglichen Verkehrsstrom von 10.000 bis 12.000 Autos am Tag. Lenz fragt nach der Möglichkeit einer Einbahnstraßenregelung. „Damit sind die Autos ja nicht weg, wir schaffen nur Probleme an anderer Stelle, beispielsweise am Nicolaiplatz“, kontert Beyer.

Auch wenn in der Altstadt Parkplätze fehlen, darf auch der sanierte Teil des Nicolaiplatzes nicht als Parkplatz genutzt werden. Auch hier sei umzubauen und Fördergeld müsste zurückbezahlt werden. Dafür sollen auf dem P&R-Platz die Busplätze umgebaut werden, damit mehr Platz für Anwohner-Pkw ist. Manchmal genügen eben einfache Lösungen. So fragt Ralf Dieckmann beispielsweise zu Recht, wozu man den riesigen Parkplatz am Wiesenweg unterhalte, wenn ihn kein Tourist finde.

Die Ausschilderung der Parkplätze werde verbessert und es werde auch darüber nachgedacht, den Shuttleverkehr in die Innenstadt ,mit den kleinen Fähren wiederzubleben“, sagt der Verkehrsplaner. Und für die wilden Parkplätze am Anfang der Bauhofstraße nahe des Bahnhofs müsse auch eine Lösung gefunden werden.

Von André Wirsing

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