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Party zur Livemusik

26. Kneipenfest in Brandenburg/Havel Party zur Livemusik

Zum Kneipenfest war allerhand los am Samstagabend: In der Hauptstraße herrscht ein reges Treiben, einige schauen mal im „Crocodile“ vorbei, in der „Ambrosius-Pinte“ dröhnt der fette Blues durch die Menge und im Fonte geht die Party mit den „Blues Alligators“ ab.

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Die „Kastrierten Kannibalen“ spielen im „Berg & Tal“.

Quelle: Volkmar Maloszyk

Brandenburg/H. Es ist Zeit für einen Generationswechsel. 26 Mal Kneipenfest in Brandenburg heißt zwar nicht, dass dieses Fest 26 Jahre alt, denn es findet doch oft zweimal im Jahr statt. Aber etliche Jahre hat es schon auf dem Buckel. Für die Jüngeren wie die 25-jährige Melanie Schröder ist es dennoch das erste Kneipenfest. Ja, Robby Schulze spielt mit seiner Band, das wissen Melanie und ihre Freundinnen, aber ins „Herzschlag“ kommen sie an diesem Abend auch, weil sie sich hier wohl fühlen, die Kneipe gut kennen.

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Zwölf Bands in zwölf Pubs, Restaurants und Kneipen: Beim 26. Brandenburger Kneipenfest tanzten hunderte Gäste zu Swing, Boogie, Rock`n`Roll und Partykrachern. „Blacksmith“ spielte in der Ambrosius-Pinte, „The Blues Alligators“ im Fonte und Robby Schulze im Herzschlag.

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Der Laden ist rappelvoll, kaum ein Vor oder Zurück ist möglich, die Leute stehen teilweise auf den Stühlen, um die Band besser sehen zu können. „Stand by me“ oder „Use somebody” singt Robby und alle singen lauthals mit.

„Call me Later“ macht Stimmung im Steakhaus

Es ist ein Trendladen, man trifft sich, nicht nur in der Kneipe, auch davor. Ein Bierwagen, der Grillstand und Loungemöbel ziehen magisch an. Ein paar wenige Gäste zieht es weiter, die meisten aber bleiben.

In der Hauptstraße herrscht ein reges Treiben, einige sind noch auf der Suche, schauen mal im „Crocodile“ vorbei. „Call Me Later“ ist immer eine sichere Bank. Sie präsentieren eigene Songs in sehr guter Qualität und bester Laune, auch wenn es bei den Gästen wohl noch ein oder zwei Bierchen dauert, bis die Stimmung richtig kocht.

Schlagzeugerin Maylyn hat ordentlich drauf

In der Ambrosius-Pinte geht’s da um 21 Uhr schon heißer her. „Sexy“ singt Sven Döhring und Schlagzeugerin Maylyn haut ordentlich drauf. In der Pinte ist vor allem Stehparty angesagt und es darf geraucht werden, das scheint für viele Gäste perfekt zu passen. „Walking By Myself“ dröhnt der fette Blues durch die Menge. Das mag man.

Auch „Tom Petty and the Heartbreakers” und der „Kartoffelkäfer” kommen gut an. Hier fühlen sich viele Stammgäste wohl und die Jungs von „The Wilbury Clan“ machen sich aus dem dichten Gedränge und der Nähe zu den Fans gar nichts. Die Schiebermützen lässig nach hinten gekehrt, drehen sie anständig auf und die Paare im kuschelengen Gang ihr Tänzchen.

Coversongs und eigene Stücke

„Wir sind jung“ brüllt Sänger und Gitarrist Heiko Rössel ins Mikro. Er ist einer der „Kastrierten Kannibalen“, trägt verrückte rot-schwarze Hosen und spielt auf seiner fransig roten Gitarre im „Berg & Tal“. Die Band hat nicht nur Coversongs im Gepäck, sondern überzeugt auch durch eigene Stücke. Aber so richtig ab, geht es in der Theaterklause. Die Gästezahl ist hier recht übersichtlich. Aber mit der blonden Powerfrau Annelie Knobloch am Mikro und Sänger und Gitarrist Reini, ist die Rathenower Band „Saitensprung“ ein echter Geheimtipp. Das gefällt auch vielen jüngeren Gästen.

Und wenn man will, kann man sogar die verschiedenen Versionen der Coversongs miteinander vergleichen. Denn auch im Fonte kann man „Walking By Myself“ hören. Schon durch die coolen Blues-Brothers-Brillen sind die „Blues Alligators“ nicht zu toppen. Wenn der riesige Julius Seelig auf der Bühne steht und singt, kommt das einer Offenbarung gleich. Schließt man die Augen, glaubt man den Chicago Blues der 1950er Jahre und die schwarze Stimme eines T-Bone Walker oder Muddy Waters zu hören.

Es ist auch beim 26. Mal nicht langweilig beim Kneipenfest. Livemusik, noch dazu in lockerer Atmosphäre, an einem kalten grauen Oktoberabend ist und bleibt ein gutes Rezept, um mit Freunden Spaß zu haben.

Von Ina Schidlowski

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