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Brandenburg/Havel Odeg testet neue Züge
Lokales Brandenburg/Havel Odeg testet neue Züge
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15:35 21.08.2014
Keine Angst vorm Einsteigen: Ab Montagnachmittag sind blau-weiße Triebfahrzeuge zwischen Brandenburg und Rathenow unterwegs. Quelle: ODEG
Pritzerbe

Die Motoren schnurren. Deutlich leiser, geräumiger und mit fahrgastfreundlicher Technik ausgestattet, sind die fabrikneuen Triebfahrzeuge, die von der Ostdeutschen Eisenbahn GmbH (Odeg) von Montagnachmittag an auf der Regionalbahnlinie Brandenburg-Rathenow (RB 51) eingesetzt werden. Wundern dürfen sich die Fahrgäste auch über die blau-weiße Lackierung.

Diese Hausfarben stehen nicht für die Odeg (grün-gelb), sondern für ein Schwesterunternehmen, die vlexx GmbH. Ein Eisenbahnunternehmen, das im Raum Mainz tätig ist. Grund für das Wechseln der Pferde: Bis Ende November wird die Neuentwicklung im Westhavelland eingefahren. Die Nahverkehrs-Triebfahrzeuge vom Typ Coradia kommen aus dem Hause Alstom und werden in Salzgitter produziert. Unterwegs sein wird ein zweiteiliges Modell LINT 54 mit 54 Metern Fahrzeuglänge und eine dreiteilige Variante LINT 84 mit 84 Metern Fahrzeuglänge. Die Abkürzung LINT steht für „leichter, innovativer Nahverkehrstriebwagen“. Zusammen ist das Zugpaar immer bei der Begegnung auf dem Bahnhof Pritzerbe zu sehen. Nur dort gibt es ein zweites Gleis auf der Strecke, die einst zur Brandenburgischen Städtebahn gehört.

„Die Linie zwischen Brandenburg und Rathenow wird mit zwei Fahrzeugen sehr autark betrieben und bietet sich daher sehr gut für vlexx an, um mit den neuen Fahrzeugen Erfahrungen zu sammeln“, sagt Arnulf Schuchmann, Geschäftsführer und Sprecher der Odeg. Die eigenen Dieseltriebwagen (GTW) vom Hersteller Stadler Pankow aus Velten werden so lange in der Werkstatt einer gründlichen Inspektion unterzogen. Mit Problemen während des Betriebes rechnet die Odeg-Führung nicht. „Es handelt sich ja nicht um Testfahrten, sondern um Einfahrten eines hochmodernen und erprobten Modells“, stellt Geschäftsführer Schuchmann auf Nachfrage der MAZ klar.

Die Triebfahrzeuge haben eine Kapazität von 160 beziehungsweise 270 Sitzplätzen, davon jeweils 16 in der 1.Klasse. Eine Auslastung der großzügigen Ausführung ist wohl nicht zu erwarten, doch wurden die Züge auch nicht für das Westhavelland gebaut. Voraussichtlich bis 30. November dauert das Gastspiel der vlexx-Fahrzeuge. Danach sollen die Stadler-Modelle der Odeg auf ihre angestammte Schiene zurückkehren. Auch diese Typen waren vom Betreiber der Regionalbahnlinie 51 im Jahr 2011 fabrikneu eingeführt worden. Allerdings folgte eine winterliche Pannenserie (MAZ berichtete). In den zwischen Brandenburg und Rathenow pendelnden Coradia-Zügen wird die vlexx gmbH ab Montag ihre eigenen Zugführer einsetzen, damit diese ihre Fahrkenntnisse vertiefen können.
Zum 14. Dezember nimmt vlexx dann den Betrieb des Dieselnetzes Südwest auf. Dabei handelt es sich zunächst um zehn Eisenbahnstrecken um die Metropolregion Rhein-Main. Das Service-Personal an Bord der Regionalbahnlinie 51 stellt weiterhin die Odeg. „Unsere Stammfahrgäste treffen in den neuen Zügen daher auf bekannte Gesichter“, meint Odeg-Geschäftsführer Schuchmann.

Von Frank Bürstenbinder

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