Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -3 ° Regen

Navigation:
Per Drohne: Havelsinfonie wird gedreht

Videoproduktion geht weiter Per Drohne: Havelsinfonie wird gedreht

Wie sieht die Havel aus, von der Quelle bis zur Mündung? Der zweite Teil der Verfilmung von Marian Lux’ sinfonischer Dichtung startete am Montag in Brandenburg an der Havel. Im Sommer begann das vierköpfige Team bereits mit den Aufnahmen, nun sollen herbstliche Bilder den Film komplettieren. Doch Initiator Michael Omilian ist noch lange nicht am Ende seiner Ideen.

Voriger Artikel
OLG-Präsident ins Amt eingeführt
Nächster Artikel
Stadt beschließt Anmietung der Rolandkaserne

Die Technik fest im Griff: Tim Jaeger, Thomas Reinke, Michael Omilian und Marco Gomille.

Quelle: Maloszyk

Brandenburg an der Havel. Am Himmel über der Jahrtausendbrücke war etwas Ungewöhnliches zu sehen: Eine schwarz-weiße Drohne flog mit vier Propellern und einer integrierten Kamera etwa 70 Meter über der Wasseroberfläche.

Anlass dazu war der Dreh des zweiten Teils der „sinfonischen Dichtung“ vom Komponisten Marian Lux: „Inspire I“ sollte die herbstliche Stimmung entlang des Flusses einfangen. Eigentlich war das schon in der vergangenen Woche geplant, wurde aber aufgrund des regnerischen Wetters verschoben. Auch die Dominsel flog die Drohne ab, so dass im Film zwei Sequenzen der Havelstadt in herbstlichem Gewand zu sehen sein werden.

Die Drohne „Inspire I“ hat eine schwenkbare Kamera und kostet etwa 4000 Euro

Die Drohne „Inspire I“ hat eine schwenkbare Kamera und kostet etwa 4000 Euro.

Quelle: Maloszyk

Kameramann Marco Gomille kontrollierte die Aufnahmen auf seinem kleinen Monitor, Pilot Thomas Reinke flog die Drohne mir ruhiger Hand. Für das Team ging es später weiter nach Premnitz, von wo aus sie mit einem Boot bis nach Rathenow fuhren und weitere Bilder einfingen. Weitere Zielorte sind das Örtchen Strodehne in der Gemeinde Havelaue sowie Havelberg, von wo aus sie zur Mündung des Flusses in die Elbe gelangen. Neben den Luftaufnahmen werden im Film auch einige Unterwasserbilder zu sehen sein. „Eventuell kommt noch ein Drehtag im Winter hinzu, wenn es einen schönen Schneetag gibt“, sagte der Produzent und Ideengeber der Havelsinfonie Michael Omilian.

Erster Teil bereits gefilmt und geschnitten

Der erste Teil des Films ist bereits im Kasten und auch schon geschnitten, Omilian ist mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Ende August begannen die Dreharbeiten an der Quelle nahe der Müritz. „Es gab einen winzigen Pfad ins Schilf, wo sich die Quelle versteckte, es war gar nicht so leicht, sie zu finden“, ergänzte der Autor Tim Jaeger. Bisher hatte die TV- und Filmproduktionsfirma Filmkopter Brandenburg aus Brieskow-Finkenheerd kein Problem, schöne Sequenzen zu bekommen.

Herbstliche Stimmung an der Havel

Herbstliche Stimmung an der Havel.

Quelle: Maloszyk Volkmar

Am Ende soll ein klassisches Musikvideo entstehen, das beispielsweise auf der Internationalen Tourismusmesse (ITB) oder auf der Grünen Woche gezeigt werden kann. Aber auch im Internet soll es abrufbar sein, beispielsweise auf der Seite des Landkreises Havelland. Die Uraufführung des Films ist im Februar geplant, noch steht jedoch die Örtlichkeit nicht fest. In jedem Fall wird das Filmorchester Babelsberg das Ergebnis live vertonen. Danach wird eine DVD im Einzelhandel erhältlich sein, die auch in den Tourist-Informationen verkauft werden soll.

Die ursprüngliche Idee zur Havelsinfonie hatte Michael Omilian vor etwa vier Jahren, als er erfuhr, dass die Buga in Brandenburg stattfindet und feststellte, dass es noch keine Melodie über den Fluss gibt. Zusammen mit dem Komponisten Marian Lux machte er Bootsfahrten über die Havel und brachte das Projekt voran. Er sprach auch mit dem Kultusministerium und bekam schließlich Geld zur Finanzierung des Projekts vom Landkreis zugesprochen. Die Studioaufnahmen erfolgten zusammen mit dem Filmorchester Babelsberg im April, Premiere feierte die Havelsinfonie im Juni auf dem Landgut in Groß Behnitz.

Noch nicht das Ende der Ideen erreicht

Mit dem Film ist für Michael Omilian jedoch noch nicht das Ende seiner Ideen erreicht: Um die Sinfonie noch bekannter zu machen, steht er mit verschiedenen Städten entlang der Havel in Kontakt. „Die örtlichen Orchester könnten sowohl die Havelsinfonie als auch Smetanas Komposition „Moldau“ einstudieren“, deutet er seine Pläne an.

Auf der CD der sinfonischen Dichtung, die in diesem Jahr erschienen ist, sind auch Stücke des Komponisten und Dirigenten Jörg Iwer und der Sängerin und Klangpoetin Nina Omilian zu hören. In ihrem Lied „Meerwärts“ setzt sie sich mit dem Element Wasser und dessen heilender Kraft auseinander.

Von Melanie Höhn

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Brandenburg/Havel

Die olympischen Spiele werden künftig nicht mehr bei ARD und ZDF übertragen - eine gute Entscheidung?

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg