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Perspektivfabrik Mötzow erlebt Sommerboom

Ferien und Freizeit Perspektivfabrik Mötzow erlebt Sommerboom

Die Perspektivfabrik in Mötzow des Christlichen Vereins junger Menschen erlebt derzeit einen wahren Massenzulauf. Allein diese Woche reisen 190 Jungen und Mädchen aus ganz Deutschland mit ihren Betreuern an den Beetzsee. Die Übernachtungszahlen sind binnen neun Jahren um mehr als 40 Prozent gestiegen – mit positiven Folgen.

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Gastkinder aus ganz Deutschland erleben in der Perspektivfabrik in Mötzow Ferientage, die durch Spenden ermöglicht werden.

Quelle: JACQUELINE STEINER

Mötzow. Hochbetrieb in der „Perspektivfabrik Haus am See“ in Mötzow: Allein diese Woche reisen 190 neue Gäste an. Es sind Kinder und Jugendliche aus Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Hessen und Berlin-Brandenburg und ihre Betreuer. Sie kommen aus sozial schwach aufgestellten Familien und sollen eine Woche Ferien erleben.

„Unser Ziel ist es, Jungen und Mädchen zu fördern. Du bis wertvoll, du bist begabt, du kannst was. Das möchten wir den Kindern und Jugendlichen vermitteln.“ So fasst es Geschäftsführer Andreas Erhard zusammen. Ermöglicht wird der Aufenthalt im „Haus am See“ durch Spenden. Betreiber der Perspektivfabrik gGmbH ist der Christliche Verein Junger Menschen Landesverband Berlin-Brandenburg (CVJM Ostwerk). 40 Prozent Anteile hält die Henry-Maske-Stiftung „Place for Kids“, deren Ziel es ist, bedürftigen Kindern Ferien zu schenken.

Andreas Erhard ist der Geschäftsführer der Perspektivfabrik gGmbH in Mötzow

Andreas Erhard ist der Geschäftsführer der Perspektivfabrik gGmbH in Mötzow.

Quelle: JACQUELINE STEINER

„Wir wachsen stetig“, sagt der Geschäftsführer des Beherbergungsbetriebes mit 30 000 Quadratmetern direkt am Beetzsee. Zählte die Perspektivfabrik 2007 noch 14 000 Übernachtungen, sind es jetzt knapp 20 000 im Jahr. Das entspricht einer Steigerung von 43 Prozent. Rund 5 Millionen Euro hat der Betreiber seit Gründung der Ferieneinrichtung für Kinder in die Anlage investiert. 153 Betten und acht Ferienhäuser gehören zur Perspektivfabrik. Dazu ein Hackschnitzel-Heizhaus und eine Biokläranlage. Acht bunte kleine Häuser in Holzständerbauweise mit Strohdämmung erweitern die Anlage.

Weitere Investitionen ins „Haus am See“ sind geplant

Mit rund 250 000 Euro soll nun nach und nach auch weiter das Haupthaus saniert werden. Geplant sind Investitionen in den Brandschutz und die Elektrik. Auch die Seilbahnanlage soll ab nächstem Jahr wieder neu er öffnet werden. Sie gehört zu den Außenspielgeräten.

Bunt leuchten die Öko-Ferienhäuser der Perspektivfabrik, die direkt am Beetzsee liegt

Bunt leuchten die Öko-Ferienhäuser der Perspektivfabrik, die direkt am Beetzsee liegt. Andreas Erhard zeigt die mit Stroh isolierten Häuser bei der Geländebesichtigung gern.

Quelle: Marion von Imhoff

Die Anfänge des Hauses am See reichen weit zurück. Noch vor dem Zweiten Weltkrieg engagierten sich Mitglieder des Evangelischen Jungmännervereins Brandenburg auf dem Gelände einer früheren Ziegelei. Der in Brandenburg noch immer für sein Wirken sehr bekannte Georg Jagdhuhn baute mit Gleichgesinnten das Haus am See in mühevoller Kleinarbeit auf. Christliche Gemeinschaft trieb sie an, für sie haben die Aktiven einen Ort in Mötzow gefunden und geschaffen. 1950 schloss der Verein mit dem Domstift einen Vertrag. Damit durfte der Verein das Gelände als Rüst- und Freizeitheim nutzen. 1967 kamen Bungalows hinzu. So wuchs das Haus am See zu einer Begegnungsstätte in der DDR für junge und erwachsene Christen.

Ferientage für Jungen und Mädchen ab acht Jahren

Nach der Wende übernahm der CVJM das Gelände und gründete dort schließlich 2007 die Perspektivfabrik. Sie ist Heimat für Kinder während Klassenfahrten, für Ferienfreizeiten, Fahrten von Konfirmanden und Familientreffen. Ab acht Jahren nimmt die Einrichtung Kinder als Gäste auf Zeit auf.

Die Perspektivfabrik boomt

Für die Perspektivfabrik „Haus am See“ in Mötzow ist der Sommer die Hauptsaison. Die Kapazitäten sind nach Angaben von Geschäftsführer Andreas Erhard ausgeschöpft. Im Winter hingegen sind für Gruppen noch Übernachtungen möglich.

Im Sommer arbeiten zwölf festangestellte Mitarbeiter in der Perspektivfabrik. Unterstützt wird die Arbeit von sechs ehrenamtlichen Helfern. Wegen des Ansturms an Gästen denkt Geschäftsführer Erhard über die Schaffung einer weiteren Stelle nach. Zu den Festangestellten gehört Wolfgang Thörner. 75 Prozent seiner Zeit arbeitet er für den CVJM Brandenburg an der Havel und mit 25 Prozent für die Perspektivfabrik.

Andreas Erhard ist 49 Jahre alt und stammt aus dem Schwarzwald (Baden-Württemberg). Er ist Diplom-Betriebswirt und war 13 Jahre lang Geschäftsführer beim CVJM Ostwerk, bevor er als Chef nach Mötzow wechselte.

Von Marion von Imhoff

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