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Brandenburg/Havel Petra-Karin bringt Boote ans andere Ufer
Lokales Brandenburg/Havel Petra-Karin bringt Boote ans andere Ufer
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02:15 05.06.2017
Die Paten der Bootsschleppe: Petra-Karin und Hans-Jürgen Arndt (rechts) sowie Metallbaumeister Frank Gartensleben. Quelle: André Wirsing
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Brandenburg/H

Hans-Jürgen Arndt und Frank Gartensleben strahlen immer noch wie kleine Jungen, wenn sie von ihrem Wunderwerk reden, dass nun exakt zehn Jahre lang in Betrieb ist – die Bootsschleppe über den Mühlendamm.

Arndts Ehefrau Petra-Karin hatte damals die Idee, „wir haben als Familie ganz viele Wasserwanderurlaube mit dem Paddelboot gemacht, in Mecklenburg-Vorpommern hatte ich schon mehrere solcher Einrichtungen gesehen. Der CDU-Stadtverordnete machte dann kommunalpolitisch Druck, der Mühlendamm wurde damals saniert, zuvor waren Reißnersches und Rechteckgerinne an der Reihe, der Durchlass wurde saniert, zudem eine Vielzahl an Ver- und Entsorgungsleitungen neu verlegt. Mit Projektleiterin Ute Wenzelewski gab es eine Verbündete in der Stadtverwaltung. Metallbauer Frank Gartensleben baute schließlich das stabile Modell, das den Namen Petra-Karin trägt. Das Funktionsprinzip des schienengebundenen Fahrzeugs ist einfach: Bootsfahrer kommen mit ihren Paddelbooten beispielsweise auf der Oberhavelseite an, lassen das Boot über den im Wasser liegenden Wagen treiben, dieser wird mit Muskelkraft herausgezogen und samt Boot über die Straße bugsiert, dann versinkt der Wagen aus feuerverzinktem Stahl und das Boot treibt frei auf dem Wasser der Niederhavel. Damit keine Blödsinn macht, ist der Wagen mit Schloss angekettet, den Schlüssel gibt’s im Bootsverleih bei Kathrin Geisler-Uhrlandt oder im Restaurant Dominsel bei Marco Oriwol. „Da lassen sich nicht nur kleine Boote drauf transportieren. Ich habe schon ganze Angelkähne oder zweirumpfige Boote gesehen“, sagt die Verleiherin. Den Schlüssel gibt es kostenlos, aber nur gegen Pfand: Zu viele wurden versehentlich eingesteckt.

Gartensleben und Arndt kümmern sich mit einigen Mitstreitern regelmäßig um die Bootsschleppe, kommende Woche werden die Schienen gereinigt. Arndt hat sich nach einem Vorbild aus den Verkehrsbetrieben ein Werkzeug gebaut, dessen Namen er auch auf seine Warnweste drucken ließ: „Ritzenschieber“. Das Pflegen und Unterhalten der kleinen Anlage ist komplett ehrenamtlich, die Enthusiasten bekommen dafür keinen Cent. „Aber das war auch Teil der Abmachung, wir unterhalten die Anlage, die Kommune die Baulichkeit.“ So mussten beispielsweise Betonpoller versetzt werden, weil die Riemenausleger von Ruderbooten daran hängenblieben.

Von André Wirsing

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