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Pfarrer Gramsch wurde verabschiedet

Krahne Pfarrer Gramsch wurde verabschiedet

Mit einem Handschlag vor dem Altar wurde Pfarrer Rasmus Gramsch (65) in den Ruhestand verabschiedet. Etwa 80 Gläubige aus unterschiedlichen Gemeinden waren am Samstag in die Dorfkirche in Krahne gekommen, als ihr langjähriger Pfarrer zum letzten Mal in offizieller Funktion einen Gottesdienst feierte.

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Der scheidende Pfarrer

Krahne.  Mit einem Handschlag vor dem Altar wurde Pfarrer Rasmus Gramsch in den Ruhestand verabschiedet. Etwa 80 Gläubige aus unterschiedlichen Gemeinden waren am Samstag in die Dorfkirche in Krahne gekommen, als ihr langjähriger Pfarrer zum letzten Mal in offizieller Funktion einen Gottesdienst feierte.

„Natürlich bleiben Sie weiterhin dazu berufen Gottesdienst zu feiern, aber die dienstlichen Verpflichtungen entfallen jetzt“, beschrieb Thomas Wisch, der Superintendent des Kirchenkreises Mittelmark-Brandenburg, die Verabschiedung des Pfarrers. Gramsch war in dem weitläufigen Pfarrsprengel Brandenburg-Ost aktiv. In Krahne, Reckahn, Göttin, Rietz, Schmerzke, Wust und Gollwitz legte der Landpfarrer zahlreiche Kilometer zurück.

Zu Hause war die Familie Gramsch seit 1995 im Pfarrhaus in Gollwitz. „Aus einem gutbürgerlichen Stadtteil im Westen Berlins führte der Weg vor 21 Jahren in eine eher religiös gemäßigte Zone“, umschrieb Superintendent Wisch den Weg in die ländliche Gemeinde.

Gramsch hat für sich damals Neuland betreten, aber in über zwei Jahrzehnten der Begleitung der Gemeindemitglieder durch Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen über die Feiertage wie Ostern und Weihnachten bis hin zu den wöchentlichen Gottesdiensten, sind Beziehungen gewachsen, die nicht nur dem Pfarrer den Abschied schwer machen.

Herzliche Umarmungen, kleine Präsente und letzte Gespräche in großer Runde beim gemeinsamen Nachmittagskaffee am Samstag waren Zeichen der Wertschätzung. Besonders die Arbeit mit den einzelnen Gemeindekirchenräten lag Rasmus Gramsch immer am Herzen und das Bemühen um Einigkeit, wenn wichtige Entscheidungen anstanden.

In seiner Predigt betonte der scheidende Pfarrer, „dass die Familie Gramsch im Brandenburger Land dem Glück ein Stück näher gekommen ist.“ Natürlich gab es auch belastende Stunden. „Aber die überwältigende Mehrheit der Begegnungen mit den Menschen der verschiedenen, unverwechselbaren Dorfgemeinden haben mich oft tief berührt“, sagte der 65-jährige. Trotzdem führt der Weg jetzt wieder zurück nach Berlin, in seine Geburtsstadt.

Der Pfarrsprengel wird in dieser Form aufgelöst. Die Golzower Pfarrerin Ellen Radtke betreut Krahne, Reckahn und Göttin, der Netzener Pfarrer Anselm Babin kümmert sich mit um Rietz und Schmerzke. Christiane Klußmann, die Pfarrerin der Jeseriger Lukaskirchengemeinde, übernimmt die Gottesdienste in Gollwitz und Wust.

Von Christine Lummert

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