Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg/Havel Pfefferspray-Attacke auf Busfahrer
Lokales Brandenburg/Havel Pfefferspray-Attacke auf Busfahrer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:50 20.10.2016
Auch wenn dieser Radweg existiert, dürfen Radfahrer an dieser Stelle auch die Fahrbahn nutzen. Denn es steht dort kein Verkehrsschild, das die Nutzung des Radweges gebietet. Quelle: Jacqueline Steiner
Anzeige
Brandenburg an der Havel

Der Brandenburger Busfahrer, den ein junger Radfahrer am Mittwochnachmittag in der Wilhelmsdorfer Straße mit einer scharfen Gewürzmischung besprüht und in den Augen verletzt hat, kann von Freitag an wieder zur Arbeit gehen. Die Verkehrsbetriebe Brandenburg an der Havel sind guter Hoffnung, dass der Fahrer die Polizei auf die Spur zu dem unbekannten Täter führt.

Am Nachmittag gegen 16.45 Uhr steuert der Linienbus der Verkehrsbetriebe vom Buhnenhaus kommend die Brandenburger Innenstadt an. Der Fahrer muss das Tempo rausnehmen, weil ein Radfahrer vor ihm auf der Straße statt auf dem Bürgersteig-Radweg unterwegs ist und er ihn nicht überholen kann.

Der Radfahrer bemerkt offenbar, dass er ein Hindernis darstellt. Jedenfalls macht er an der roten Ampel provozierende Faxen in Richtung Busfahrer. Die Polizei spricht von anzüglichen Gesten wie einem Kussmund.

An der Haltestelle vor der Linienstraße öffnet der Busfahrer seine Tür. Wie Rolf Nothnagel von den Verkehrsbetrieben berichtet, winkt der Mann am Steuer den Radfahrer zu sich und fragt: „Warum benutzt du nicht den Radweg?“ Der junge Mann soll entgegnet haben: „Das geht dich gar nichts an.“ Sodann zieht er eine größere Sprühflasche aus der Tasche und sprüht den bräunlichfarbenen Inhalt gegen den Busfahrer.

Die offenbar selbst hergestellte flüssige Gewürzmischung versaut das Hemd des Fahrers. Sie enthält offenbar so etwas wie Chili, Peperoni oder andere scharfe Bestandteile. Jedenfalls fangen die Augen des Fahrer sofort an zu brennen, er klappt zusammen und kann natürlich nicht weiterfahren. Der Täter flüchtet in Richtung Linienstraße.

Die Polizei wird gerufen und der Notarztwagen. Der 53 Jahre alte Fahrer wird ins Krankenhaus gebracht und dort ambulant versorgt. Inzwischen geht es ihm soweit wieder gut, so dass er nach zweitägiger Unterbrechung wieder arbeiten kann.

Die Verkehrsbetriebe haben Videoaufzeichnungen vom Ablauf des Geschehens, die sie der Polizei zur Verfügung stellen. An diesem Donnerstag hat der betreffende Fahrer Anzeige erstattet und ein Foto des mutmaßlichen Sprayers mitgebracht.

Kollegen hatten sich im Internet auf die Suche begeben und den Radfahrer dort samt Foto ausfindig gemacht. Der Fahrer ist sich nach Nothnagels Angaben sicher, dass das Bild seinen Peiniger zeigt.

Nach Polizeiangaben ist der betreffende Radfahrer etwa zwischen 25 und 30 Jahre alt, 1,80 Meter groß und hat eine normale Figur. Er trug eine olivgrüne Hose und eine graue Wollmütze. Unterwegs war er mit einem schwarzen Herrenrad. Die Polizei bittet um Hinweise unter Telefon 0 33 81 / 56 00.

Die Verkehrsbetriebe setzten nach dem Angriff so schnell es ging einen Bereitschaftsfahrer ein, der die Weiterfahrt übernahm. Rolf Nothnagel zufolge gibt es in Brandenburg keine besonders gehäuften Konflikte zwischen Bus- und Radfahrern.

In der Wilhelmsdorfer Landstraße hätte Radfahrer den vorhandenen Radweg nutzen müssen, erklärt die Straßenverkehrsbehörde. Dagegen können Radfahrer in der Wilhelmsdorfer Straße zwischen der Brücke an der Jacobskapelle und Zentrumsring wählen, ob sie auf der Fahrbahn oder auf dem Radweg fahren möchten. Dort stehen keine Radweg-Verkehrsschilder und besteht somit keine Nutzungspflicht.

Von Jürgen Lauterbach

Wie lassen sich Flüchtlinge besser in das Leben in Brandenburg an der Havel integrieren? Noch in diesem Jahr soll mit dem Erstellen eines neuen Integrationskonzeptes begonnen werden. Das sagte Brandenburgs Sozialbeigeordneter Wolfgang Erlebach (Die Linke). Die stark angewachsene Zahl von Flüchtlingen erfordere ein neue Ausrichtung.

20.10.2016

„Laden voller Lieblingsstücke“ nennt Cindy Bischler-Stark (43) ihr Modegeschäft mit Café. Sie könnte es ebenso Laden voller Lieblingsmenschen nennen. Denn das „Lauretta-Lee“ in Brandenburg an der Havel ist ein Treffpunkt mit Herz und Seele. Gemeinsam mit einer Lieblingskundin lädt die Freundschaften-Stifterin nun zum monatlichen Stammtisch.

20.10.2016

Den ganzen Tag wird therapiert, trainiert und massiert. Vor 25 Jahren begann für die Familie Promnitz alles in einer kleinen Praxis auf dem Görden in Brandenburg an der Havel. Längst haben die Physio-Experten expandiert, beschäftigen 100 Mitarbeiter – und planen aktuell das nächste Therapiezentrum.

20.10.2016
Anzeige