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Pferdehof Boecke: Ein Paradies für Kutschfahrer

Pferdehof Pferdehof Boecke: Ein Paradies für Kutschfahrer

Erst vor gut einem Jahr kamen Dorothee Schildkamp und Kirsten Sturm nach Boecke (Potsdam-Mittelmark). Aus einem bäuerlichen Anwesen machten sie einen Pferdehof mit heilpädagogischem Reiten und einer Fahrschule für Gespannführer. Von den Boeckern wurden die Frauen gut aufgenommen.

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Pferdehof-Betreiberin Dorothee Schildkamp mit zwei ihrer Kutschpferde. Fahrschüler Ralf Deyke übt sich noch in der Theorie.

Quelle: JACQUELINE STEINER

Boecke. Ralf Deyke möchten seinen Kutschenführerschein machen. Das kann ja nicht schwer sein. Doch so schnell darf bei Dorothee Schildkamp kein Anfänger Pferde im Gespann führen. Weil die Tiere vor allem auf Signale über die Leine reagieren, muss Fahrschüler Ralf auf dem Boecker Pferdehof zunächst ein Trockentraining absolvieren, bis er die richtigen Handhaltungen gelernt hat. Es macht einen Unterschied, ob ein Pferd nach rechts oder links laufen soll. An einem hölzernem Übungsgerät mit beweglichem Kopfteil werden alle Varianten der Leinen- und Peitschenführung durchgespielt bis die Praxis ruft. Auch dabei geht es nicht nur um das Fahren. Striegeln, Hufe saubermachen und Geschirr anlegen sollte man beherrschen können.

Etwa zehn Wochenenden müssen sich Fahrschüler Zeit für die Basisausbildung nehmen. Dann kann Pferdehof-Inhaberin Dorothee Schildkamp ihre Schützlinge bei der Deutschen Reiterlichen Vereinigung zur Prüfung anmelden. Dabei geht es um den Erwerb des Deutschen Fahrabzeichens FA5, auch Kutschenführerschein genannt. Für Dorothee Schildkamp die Mindestvoraussetzung, um eine Kutsche qualifiziert führen zu können. Die Nachfrage ist da. Ein bis zwei Kurse bietet die Boeckerin im Jahr an. Interessenten kommen aus Görzke, Ziesar, ja selbst aus Berlin und Falkensee in das kleine Dorf, um zu lernen, wie man eine Kutsche lenkt.

„Die Bedingungen für Kutschfahrten rund um Boecke sind ideal“, schwärmt die Trainerin, die im Frühjahr 2015 zusammen mit Kirsten Sturm aus einem ehemals bäuerlichen Anwesen einen Pferdehof gemacht hat. Die weite Landschaft des Fiener Bruchs und die nahen Wälder bieten alle Voraussetzungen, um seinem Hobby mit Pferd und Gespann freien Lauf zu lassen. In den Kiefernforsten führen viele Wege im Karree, wo Fahrschüler das Lenken üben können. Auch dank des liberalen Brandenburger Waldgesetzes. Dorothee Schildkamp stammt eigentlich aus Nordrhein-Westfalen, wo das Befahren unbefestigter Waldwege tabu ist.

In Boecke kommen die neun Pferde sogar ohne Eisen aus. Ist ein Gespann doch einmal länger auf der Straße unterwegs, werden Hufschuhe angelegt. Die Leute freuen sich, wenn plötzlich eine Kutsche in der Landschaft auftaucht. Sie winken und dürfen schon mal mit aufsteigen. Die Alten erinnern sich dann an die Zeit, als noch der Milchwagen nach Boecke kam. Dorothee Schildkamp, die hauptberuflich als Behindertenberaterin in der Kreisverwaltung tätig ist, ergänzt sich mit ihrer Pferdehof-Kollegin Kirsten Sturm, die sich auf das heilpädagogische Reiten spezialisiert hat.

Von Frank Bürstenbinder

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