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Pflegedienst bei jedem Wetter unterwegs

25 Jahre Diakoniestation Lehnin Pflegedienst bei jedem Wetter unterwegs

Sie geben Medikamente und Injektionen, wechseln Verbände und helfen bei der Körperpflege. Die Mitarbeiter vom ambulanten Pflegedienst der Diakonie-Station Lehnin sorgen dafür,dass ältere Menschen weiterhin zu Hause leben können, obwohl sie pflegebedürftig sind. Und das schon seit 25 Jahren.

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Diakoniestation-Leiterin Veronika Przywara (M.) im Kreise ihrer Mitarbeiterinnen.

Quelle: Frank Bürstenbinder

Lehnin. Bei Wind und Wetter sind sie auf den Landstraßen unterwegs. Rund 160 pflegebedürftige Menschen rund um Lehnin und in Bad Belzig warten zum Teil mehrmals täglich auf die Frauen und Männer von der Lehniner Diakoniestation. Bis zu 150 Kilometer spulen die Mitarbeiter in der ambulanten Pflege täglich auf den Dörfern ab. Besucht werden auch die Altenhöfe in Lehnin, Golzow, Deetz und Groß Kreutz. Die meisten ihrer sogenannten Kunden sind 80 und älter. Sie geben Medikamente und Injektionen, helfen bei der Körperpflege, wechseln Verbände, unterstützen beim Einkaufen und Reinigen der Wohnung. Damit wird dafür gesorgt, dass ältere Menschen weiterhin zu Hause leben können, auch wenn sie Pflege benötigen oder ihren Haushalt nicht mehr ohne fremde Unterstützung führen können. Und das seit genau 25 Jahren.

Die Dynamik im Geschäftsbereich der mobilen Pflegebranche hatte mit Gründung der Diakoniestation 1991 wohl niemand geahnt. Jeanette Schmidt, heute stellvertretende Pflegedienstleiterin, ist eine Frau der ersten Stunde. Damals noch am Standort Schlichtingstraße wurde mit sieben Krankenschwestern, zwei ABM-Leuten,einer Pflegedienstleiterin und zwei altersschwachen Dienstwagen angefangen. Schwester Jeanette wird an diesem Donnerstag bei der offiziellen Jubiläumsfeier im Lothar-Kreyssig-Haus für ihre langjährige Tätigkeit geehrt.

Mit 16 Autos unterwegs

Die Anfangszeit mit einem kurzem Zwischenspiel in der Friedensstraße liegt inzwischen lange zurück. Mit der Eröffnung des Lothar-Kreyssig-Hauses Ende der 90er-Jahre nahm die Diakoniestation ihren Sitz im Altenhilfezentrum auf dem Klostergelände. Von dort aus wird der Einsatz von inzwischen 47 Pflegekräften, darunter sind drei Männer, organisiert. Für die Mobilität in der Fläche sorgt ein Fuhrpark, der mittlerweile auf 16 Autos angewachsen ist.

Leiterin der Diakoniestation ist Veronika Przywara. Für die Chefin ist die 25 nicht nur eine Zahl, die feierlich begangen wird. „Dahinter stecken täglich neue Herausforderungen. Meistern können wir den anspruchsvollen Alltag nur mit engagiertem Personal. Zum Glück darf ich ein super eingespieltes Team führen“, lobt Veronika Przywara ihre Mitarbeiter. Vielleicht liegt darin dass Geheimnis für das erneute hervorragende Abschneiden bei der Qualitätsbewertung durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen, wo der ambulante Pflegedienst der Diakoniestation in allen drei Qualitätsbereichen sowie bei der Kundenbefragung eine glatte 1,0 hinlegte.

Feier zusammen mit Kunden

Noch ein Grund mehr für die Mitarbeiter auf ihre Arbeit stolz zu sein. Sie feiern an diesem Donnerstag nicht unter sich, sondern wie jedes Jahr zusammen mit vielen ihrer Kunden und zahlreichen Gästen des Evangelischen Diakonissenhauses Berlin Teltow Lehnin in geselliger Runde. Fahrdienste sorgen dafür, dass die Pflegebedürftigen nach Lehnin und wieder zurück nach Hause kommen.

Am 1. Juli sind dann alle Interessierten in die Diakoniestation zu einem Tag der offenen Tür eingeladen. Dabei kann eine kleine Ausstellung zur Geschichte der Einrichtung besichtigt werden. Ein Vortrag über die Zukunft der Pflege wird gehalten. Wichtige Aufgabe der Diakoniestation ist es nicht nur Einsatzzentrale für den ambulanten Pflegedienst zu sein. In ihren Räumen wird Beratungsarbeit rund um die Pflege geleistet. Mit dem Jahr 2017 wird sich einiges ändern in der Branche. Die jetzigen Pflegestufen werden dann in fünf Pflegegrade überführt. Wurde bisher hauptsächlich die körperliche Komponente betrachtet, rücken geistige Erkrankungen mehr in den Vordergrund.

Von Frank Bürstenbinder

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