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Brandenburg/Havel Pianistin Dina Ugorskaja im Theater gefeiert
Lokales Brandenburg/Havel Pianistin Dina Ugorskaja im Theater gefeiert
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00:18 27.09.2017
Das Engagement der gefeierten Pianistin Dina Ugorskaja, hier mit Dirigent Peter Gülke, erwies sich als ein großer Glücksfall Quelle: foto: JACQUELINE STEINER
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Brandenburg/H

Die 200. Jubiläums-Spielzeit des Brandenburger Theaters wurde am Wochenende eröffnet, nicht mit einem Bühnenstück, sondern mit dem 1. Sinfoniekonzert, das man auch Festkonzert nennen möchte. Das Theaterorchester, das als einzige künstlerische Sparte verblieb, konnte als Brandenburger Symphoniker seinen Weg gehen.

Erfolgreich ist das Orchester allemal. Dazu haben vor allem die Chefdirigenten entscheidend beigetragen: Michael Helmrath, dessen Abschied leider nicht sehr harmonisch verlief, und seit 2015 Peter Gülke, dessen Vertrag vor einigen Tagen um zwei Jahre verlängert wurde.

Gülke ist ein Dirigent, der auf Allüren verzichtet und allein die Arbeit an der Musik in den Mittelpunkt stellt. Auch das 1. Sinfoniekonzert der Saison war davon geprägt. Die Prüfungsarbeit des zwanzigjährigen Dmirtri Schostakowitsch, die er am Leningrader Konservatorium 1926 ablegte, die 1. Sinfonie in f-Moll op. 10, war in der Mitte des Konzerts platziert.

Das Werk ist von einer großen klanglichen Frische und Temperament und nicht unbedingt als ein Jugendwerk erkennbar. Es ist musikalisch wie aus einem Guss. Obwohl Gülke und die Symphoniker spannende Kontrastwirkungen erzielten, sie der Lebensfreude und auch der Nachdenklichkeit viel Raum gaben, hätte die Interpretation ein bisschen mehr Pfeffer und Augenzwinkern vertragen können.

Die Schostakowitsch-Sinfonie wurde eingerahmt von zwei Kompositionen, die für Klavier und Orchester geschrieben wurden, von den Romantikern Robert Schumann und Johannes Brahms.

Als Solistin konnte die in aller Welt gefeierte russische Pianistin und Wiener Klavierprofessorin Dina Ugorskaja gewonnen werden. Dieses Engagement erwies sich als ein großer Glücksfall für den Konzertabend. Im selten gespielten Concert-Allegro mit Introduktion op. 134, dem letzten Stück, das Robert Schumann für Klavier und Orchester komponierte, erlebte man eine Interpretation, die erfüllt war von Poesie pur.

Dina Ugorskaja musizierte das zauberhafte Werk mit einer wunderbaren Wärme und Farbtiefe des Klangs. Davon profitierte auch die Wiedergabe des erbarmungslos schweren 1. Klavierkonzerts in d-Moll op. 15 von Johannes Brahms.

Romantisch verwechselt sie nicht mit übertriebener Emotionalität im Spiel, agogischer Maßlosigkeit oder theatralischen Gesten. Im Gegenteil: ausgesprochen subtil entgegnet Dina Ugorskaja dem schwelgerischen Duktus übermächtiger Klangflächen mit einem sehr unprätentiösen Spiel. Sie lässt sich nicht von den großen harmonischen Bögen mitreißen, sondern hält sich in ihrer intelligenten Interpretation an eine bestechende Transparenz im Spiel, ohne dabei emotionslos zu werden. Ihr technisches Können lässt selbst die virtuosesten Passagen einfach und klar erscheinen. Das erlesene Spiel der Pianistin verschmolz eindrucksvoll mit dem exzellenten Klang der Brandenburger Symphoniker unter der Leitung von Peter Gülke. Nicht nur die großen romantischen Klangflächen wussten das Orchester mit Intensität wirkungsvoll umzusetzen, sondern auch die filigranen Passagen.

Das Publikum im vollbesetzten Theater war glücklich über solch eine Wiedergabe. Dementsprechend war der Jubel für alle Künstler, besonders für Dina Ugorskaja.

Von Klaus Büstrin

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