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Brandenburg/Havel Die Stadt investiert 49 Millionen in Straßen und Radwege
Lokales Brandenburg/Havel Die Stadt investiert 49 Millionen in Straßen und Radwege
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13:32 05.12.2018
Einige Verkehrsvarianten wurden vom Planungsbüro Ivas visualisiert, hier die Anbindung des Wiesenweges ans Verkehrsnetz. Quelle: Büro Ivas
Brandenburg/H

49 Millionen Euro will die Stadt bis zum Jahr 2030 für Maßnahmen ausgeben, die den Straßen- und Radverkehr und auch den öffentlichen Personennahverkehr leichter und vor allem sicherer machen. „ Als kreisfreies Oberzentrum sind wir Verkehrsknoten der gesamten Region und erleben auch selbst Wachstum als Stadt, zum Beispiel durch Zuzug von jungen Familien. Das ist schön, aber auch eine Herausforderung insbesondere bei der Bewältigung der Verkehrsströme. Auch wenn sich die Mobilität weiter verändern wird, so sind und bleiben viele zehntausende Bürger täglich auf ihr Auto angewiesen, entweder beruflich oder familiär. Hier muss man einfach immer die Realität im Blick behalten“, sagt Oberbürgermeister Steffen Scheller (CDU) zu den jüngst beschlossenen Verkehrskonzepten.

Pläne und Ziele

Zudem enthalten die Planwerke wiele weitere Punkte mit Aussagen zu den Themen Mobilitätsmanagement, Elektromobilität und Öffentlichkeitskampagnen, beispielsweise Werbung zur Verkehrssicherheit sowie Stärkung des Radverkehrs.

Es sind in den Papieren Pläne und Ziele beschrieben, die reale Umsetzung muss noch geplant und finanziert werden.

Zwölf Jahre Geltungsdauer sind eine lange Zeit, Anpassungen und Aktualisierungen sind jederzeit möglich.

„Dazu zählen unter anderem die Verbesserung und Beschleunigung des Zentrumsrings, der Ausbau von Geh- und Radwegen, die Verbesserung der Anbindung unserer Ortsteile und der Ausbau des ÖPNV auch in den Abendstunden. Daneben wollen wir auch einige spannende kleinere Projekte anpacken, wie den kleinen Stadtteilbus in Kirchmöser neben der Linie E, den wir prüfen wollen.“ Allerdings müsse jedem klar sein, dass ein Teil der Projekte nicht von heute auf morgen zu realisieren sei. Wichtig sei, dass es klare Vorstellungen und Ziele für die zukünftige Verkehrsentwicklung gebe, die kontinuierlich umzusetzen seien.

Autoverkehr

Was steht nun drin in den Papieren, hier eine Zusammenfassung: Der Autoverkehr soll gebündelt werden, hauptsächlich auf dem Zentrumsring, um die Innenstadt zu entlasten. Die Grüne Welle wird verbessert, unter anderem mit einem neuen Verkehrsleitrechner. Geprüft wird Tempo 70 am Stadtring. Experten haben errechnet, dass dies nicht mehr Lärm macht als das jetzt überwiegend zugelassene Tempo 60.

Die B1/102 wird abschnittsweise im Stadtgebiet ausgebaut, die B 1 braucht eine Brücke am Bahnübergang Wust, die B 102 muss um den Ortsteil Schmerzke herumgeführt werden. Innerstädtisch wird eine neue Verbindung von der Gerostraße zur Willi-Sänger-Straße gebraucht, Dann kann die Altstadt verkehrsberuhigt werden, beispielsweise durch ein Ausweisen der Mühlentorstraße als Fahrradstraße.

Ein Umbau des Straßenzugs Jacobstraße-Steinstraße-Neustädtischer Markt soll breit und öffentlich diskutiert werden. Umstritten ist, ob es besser wäre, die Verbindung als Einbahnstraße auszuweisen oder ob es komplett verkehrsberuhigt wird und analog zur Hauptstraße nur Busse und Bahnen fahren dürfen.

Langfristig geplant ist ein Neubau Umfahrung Wilhelmsdorfer Vorstadt mit anforderungsgerechten Rad- und Gehwegen. Möglich ist eine Entlastungsroute südöstlich von Koppehl- und Otto-Gartz-Straße auf die Otto-Sidowstraße.

Radverkehr

Sieben Hauptradrouten zwischen Ortsteilen, Stadtrand und dem Zentrum werden neu oder ausgebaut. Im weiteren Radroutennetz gibt es Lückenschlüsse durch Neubau und Markierungen, beispielsweise an Grillendamm, Ziegelstraße und Gerostraße. Besser verknüpft werden sollen Radverkehr und ÖPNV durch den Bau von Abstellanlagen an Haltestellen, vor allem in den Ortsteilen. Neue Fahrradabstellanlagen und Fahrradboxen gibt es an wichtigen Verknüpfungshaltestellen und zentralen Orten, wie an Bahnhöfen oder an der Jahrtausendbrücke.

Öffentlicher Nahverkehr

Das Programm zum Ausbau von Haltestellen wird fortgesetzt, es dient zur Herstellung von Barrierefreiheit und zum Stärken der Umstiegshaltestellen. Neubauten sind geplant in der Bauhofstraße und in der Magdeburger Straße/Ecke Fouquéstraße. Ein Haltepunkt für die Regionalbahnlinie 51 BrandenburgRathenow an der Wilhelmsdorfer Landstraße soll gebaut werden, ein Verknüpfen mit der Buslinie und der Bau von Parkplätzen sind ebenfalls vorgesehen.

Bessere Angebote der Verkehrsbetriebe tagsüber sowie in den Abend- und Nachtstunden, insbesondere für die Stadtteile Göttin, Klein Kreutz, Schmerzke, Wust und Gollwitz, gelten bereits ab dem Fahrplanwechsel zum 9. Dezember. Geplant ist ein Stadtteilbus für Kirchmöser zusätzlich zur Linie E. Langfristig soll es auch ein Nachtlinienangebot mit der Straßenbahn geben.

Fußverkehr

Beim Rekonstruktruieren von Straßen sollen immer moderne Gehwege mitgebaut werden. Neubau und Ausbau von Querungshilfen sind unter anderem vorgesehen in der Magdeburger Straße, Rathenower Straße, Bauhofstraße, Jacobstraße sowie in der Gördenallee. Geplant sind Neubauten von Gehwegverbindungen, beispielsweise an der Kummerléstraße (TGZ), zwischen Friesenstraße und Bauhofstraße sowie Kanalstraße - An der Stadtschleuse – Bauhofstraße.

Ruhender Verkehr

Die Parkraumbewirtschaftung in der Innenstadt wird neu geordnet mit dem Ziel einer „räumlichen Entzerrung des Kunden- und Anwohnerparkens“, wie es im Verkehrsplaner-Deutsch heißt. Das Areal am Wiesenweg wird als Zentralparkplatz ausgewiesen, zudem an eine neue Buslinie angebunden. Das neue Parkleitsystem liefert künftig aktuelle Auslastungsinformationen. Langfristiges Ziel ist ein Parkhausstandort westlich der Steinstraße, möglicherweise der Neubau einer Tiefgarage unter dem Neustädtischen Markt als Ersatz des oberirdischen Parkplatzes.

Von André Wirsing

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