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Planschbecken im Marienbad gesperrt

Brandenburg an der Havel Planschbecken im Marienbad gesperrt

Das Außenplanschbecken im Marienbad in Brandenburg an der Havel ist abgehoben – um rund 30 Zentimeter. Doch das ist keine neue Attraktion, sondern ungewollt und ärgerlich. Das Becken wurde gesperrt. Warum das Becken in die Höhe ging ist unklar. Einen Verdacht gibt es aber.

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Brandenburg an der Havel. Die kleinsten Gäste im Marienbad in Brandenburg an der Havel haben Pech. Das erst drei Jahre alte Außenplanschbecken ist kaputt und daher gesperrt. Warum das Becken um rund 30 Zentimeter abgehoben hat, ist noch unklar. „Wir suchen noch nach der Ursache“, sagt Marienbad-Betriebsleiter Jens Grosser. Womöglich hängt die Unterspülung mit dem Starkregen zusammen.

Jens Grosser war es, der das auf einer Seite abgehobene runde Becken bei seinem Rundgang am Dienstag als erster bemerkt hat. Am Sonntag war noch alles in Ordnung gewesen. Doch nun steht es an einer Seite um die besagten 30 Zentimeter oben über.

„Dass wir das Becken sperren müssen, ärgert uns sehr, weil es den Familien mit kleinen Kindern nun fehlt“, bedauert Fred Ostermann, Chef des Eigenbetriebs Marienbad. Auch er wartet darauf, dass die Ursache des Schadens und daraus womöglich resultierende Gewährleistungsansprüche geklärt werden. Die würde es allerdings nicht geben, falls das Planschbecken tatsächlich aufgrund der starken Regenfälle der jüngsten Vergangenheit unterspült wurde.

Das Wasser unter dem Becken wird am Donnerstag abgepumpt, Tiefbauer nehmen die Steine des Beckenrandes auf, damit die Fachleute von Köber Plan und der städtischen Liegenschaftsgesellschaft GLM den Schaden begutachten und über das weitere Vorgehen beratschlagen können.

Wann die Kleinen wieder planschen können, lässt sich noch nicht absehen. Ostermann hofft auf eine rasche Klärung und darauf, dass eine langwierige rechtliche Auseinandersetzung um den Schadensverursacher im Interesse der Badegäste vermieden werden kann.

GLM hatte das im Juni 2014 eröffnete Planschbecken, das aus dem Kunststoff Polypropylen besteht, für das im Jahr 2000 eröffnete Marienbad bauen lassen. Die Kosten waren erheblich. Die Stadt investierte unterm Strich mehr als 100 000 Euro für die damit zusammen hängenden Arbeiten. Denn zuvor musste noch das alte bröckelige, immer wieder schadhafte geflieste Außenplanschbecken abgerissen werden.

Sechsstellig sind auch die Summen, die für die aktuellen Dacharbeiten fällig werden. Die Dachrinnen sind laut Ostermann schon so gut wie erneuert. Nun folgen die Dachfolien und halten nachdem sie abgedeckt sind hoffentlich darunter keine unangenehmen Entdeckungen bereit.

Von Jürgen Lauterbach

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