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Platz wird nicht nach totem Punker benannt

Brandenburg an der Havel Platz wird nicht nach totem Punker benannt

Der Plan der Brandenburger Linken, den Platz am Stadtbad in Brandenburg, der nach dem jüdischen Architekten Alfred Messel benannt ist, in Sven-Beuter-Platz umzubenennen, droht zu scheitern. Gleiches gilt wohl auch für ihre Idee, die Havelstraße nach dem getöteten Punk umzubenennen. Auch ein anderer Weg wird wohl nicht seinen Namen bekommen.

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Ausschnitt aus dem Flyer für die Demo.

Quelle: privat

Brandenburg/H. Der Plan der Brandenburger Linken, den Platz am Stadtbad, der nach dem jüdischen Architekten Alfred Messel benannt ist, in Sven-Beuter-Platz umzubenennen, droht ebenso zu scheitern wie ihre Idee die Havelstraße nach ihm umzubenennen oder den Weg hinter der Bauchschmerzenbrücke mit seinem Namen zu versehen.

Nachdem die CDU in der Vorwoche deutlich machte, dass sie es nicht für geboten halte, dem vor 20 Jahren von einem Nazi totgeschlagenen Punker Beuter einen Straße oder einen Platz zu widmen, machten nun auch die Sozialdemokraten einen Rückzug. Nach einer emotionalen Diskussion am Montag im Hauptausschuss kündigte Dirk Stieger (SPD) an seinen Änderungsvorschlag, den Uferweg nach Beuter zu benennen, zurückzuziehen.

Damit steht nun nur noch der Vorschlag der Linken im Raum, Alfred Messel von den Straßenschildern zu verbannen. Dafür wird sich keine Mehrheit in der SVV finden. Norbert Langerwisch (SPD), der vor 20 Jahren als Brandenburger Polizeichef in der Verantwortung stand, sagte am Dienstag: „Ich lehne den seit Jahren andauernden Versuch das Opfer Beuter zu einem Helden zu stilisieren, rundum ab. Dafür eignet sich Sven Beuter nicht.“

Vor dem Hauptausschuss hatte Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann alle Fraktionsvorsitzenden zu sich geladen. Dort soll dem Linken-Fraktionschef René Kretzschmar nahe gelegt worden sein, seinen Umbenennungs-Antrag zurückzuziehen. Dafür wollten die in der SVV vertretenen Parteien an seinem 20. Todestag an der Gedenkplatte in der Havelstraße gemeinsam an Beuter erinnern. Doch darauf soll der Linke sich nicht eingelassen haben.

Von Benno Rougk

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