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Brandenburg/Havel Plötzlich Hoffnung für Galerie Brennabor
Lokales Brandenburg/Havel Plötzlich Hoffnung für Galerie Brennabor
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17:11 26.06.2015
Die oft nur mäßig besuchte Galerie Brennabor wird wohl doch weiter bestehen. Quelle: V. Maloszyk
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Brandenburg an der Havel

Die städtische Kunstgalerie Brennabor ist augenscheinlich gerettet. War es der Druck der Straße, war es der Druck der Landes- und Lokalpolitik? Gegenüber der MAZ bestätigte jetzt der Kulturbeigeordnete Wolfgang Erlebach (Linke), dass der Aufsichtsrat des Brandenburger Theaters (BT) auf seiner Sitzung Donnerstag aller Voraussicht nach beschließen werde, den Theatergeschäftsführer Jörg Heyne aufzufordern, die erst im Frühjahr beschlossene Kündigung des Mietvertrages für die Galerie durch das BT rückgängig zu machen.

Noch zum Jahresende 2014 war Erlebach und Heyne die Kunstgalerie „ein Dorn im Auge.“ Was nicht verwunderte. Denn die ebenso schöne wie mäßig besuchte Galerie macht jährlich ein Defizit von deutlich über 50.000 Euro aus. Und „wenn man das nicht anders finanzieren kann, dann muss man das eben abgeben“, sagte Erlebach damals, sekundiert von Heyne: „Eine Kunsthalle ist für das BT etwas Exotisches.“ Schon lange zuvor hatte der Aufsichtsrat darauf gedrängt, sich von der Galerie zu trennen.

Nun soll es weitergehen. Von einem „Zeithorizont von etwa drei bis fünf Jahren“ spricht Heyne nun, in dem es gelingen müsse, die Galerie zu beleben. Seit mehr als einem Jahr arbeite das Theater angeblich bereits an dem Konzept. Dessen Quintessenz: Mit Verkaufsausstellungen renommierter Künstler wie derzeit Armin Mueller-Stahl, Ausstellungkooperationen wie der Universität der Künste (UdK) und Ausstellungen regional bekannter Künstler solle es gelingen, die Brennabor-Galerie am Leben zu erhalten und ihren grundsätzlich guten Ruf in die Ferne zu tragen. Auch Heyne weiß, „dass da hinter den Kulissen viel passiert ist“, um den plötzlichen Sinneswandel einzuleiten.

Große Defizite

Die Galerie Brennabor verursacht pro Jahr ein Defizit von mehr als 50.000 Euro. Die durchaus anspruchsvollen Ausstellungen werden nur mäßig besucht.
Das Kulturministerium hatte seinen Zuschuss für das Brandenburger Theater auch für den Weiterbetrieb der Galerie um 100.000 Euro erhöht.

Was genau, wisse er nicht. Sicher ist, wie der Kulturstaatssekretär Martin Gorholt (SPD) unlängst im MAZ-Gespräch sagte, dass die geplante Schließung in Potsdam auf Missbilligung stieß. Nicht zuletzt für den Weiterbetrieb der Galerie hatte das Ministerium seinen Zuschuss für das BT um 100000 Euro erhöht. Und auch die von Kämmerer Steffen Scheller (CDU) angekündigte Kürzung des Theaterzuschusses um 50.000 Euro scheint vom Tisch, wie Heyne am Mittwoch sagte.

Vorbehaltlich der Entscheidung des Aufsichtsrates will die Theaterverwaltung nun daran gehen, das Konzept mit Leben zu füllen. Die technische Unterstützung könne man schon jetzt garantieren. Inhaltlich mangele es dem BT an Kompetenz, eine Galerie zu führen. Hier sei man auf der Suche nach einem Kurator und hoffe auch mit Unterstützung der UdK fündig zu werden.

In den vergangenen Wochen hatte sich ein Freundeskreis für den Erhalt der Galerie in der Stadt formiert, der neben der Forderung, die Schließung zu verhindern, auch Unterstützung beim Weiterbetrieb zugesichert hatte.

Von Benno Rougk

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