Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg/Havel Plötzlich tat sich die Erde auf
Lokales Brandenburg/Havel Plötzlich tat sich die Erde auf
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:41 12.11.2015
Ein Teil des gemauerten Durchlasses unter der Bahnhofstraße. Quelle: Frank Bürstenbinder
Anzeige
Weseram

Plötzlich war der Boden weg: Eine faustdicke Überraschung erlebten Tiefbauer der Firma Bossan in der Weseramer Bahnhofstraße. Dort werden gerade marode Stellen aus der DDR-Betondecke geschnitten und durch Pflaster ersetzt. Die größte Schadstelle von etwa 50 Quadratmeter befindet sich etwa in Höhe der Agrargenossenschaft.

Verdächtige Absenkungen hatten schon immer für Mutmaßungen über mögliche Bewegungen im Untergrund gesorgt. Seit dieser Woche gibt es Gewissheit. Beim Aufstemmen der Betondecke fielen die Brocken unerwartet in die Tiefe. „Es tat sich ein Hohlraum auf, in den über viele Jahre der Sand unter der Betonfahrbahn hinein gespült wurde“, berichtet Bauleiter Fred Grams. Bei der näheren Untersuchung entdeckten die Arbeiter den Grund für das Loch. Sie legten Teile eines aus gelben Klinkern gemauerten Tonnengewölbes frei, dessen Decke vermutlich durch die langjährigen Fahrbahnerschütterungen eingestürzt war. Der Verkehr wird seit Mittwoch um die eingezäunte Baustelle herumgeführt.

Bei dem in Vergessenheit geratenen Bauwerk handelt es sich um einen Durchlass für einen früheren Graben, den es an dieser Stelle nicht mehr gibt. Er soll Anfang der 1970-er Jahre samt Durchlass zugeschüttet worden sein, wie sich ältere Weseramer erinnern. Gleichzeitig wurde der Graben um wenige Meter in Richtung Osten verlegt. Als Durchlass unter dem Straßenraum dient seither ein Betonrohr. Die Bauweise des zutage getretenen Gewölbes lässt vermuten, dass der gemauerte Durchlass aus der Zeit der erstmaligen Befestigung der Bahnhofstraße stammt. Vielleicht gibt es einen Zusammenhang mit dem Bau des Weseramer Bahnhofs.

Auch für Bürgermeister Ulrich Pleßke kam die Nachricht überraschend. Die Reparaturarbeiten waren im Haushalt eingeplant. „Wir werden beraten, wie weiter vorgegangen wird“, sagte Pleßke der MAZ. Zunächst ruhen die Arbeiten an der Stelle. Wie zu erfahren war, soll es am Montag weitergehen. Dann soll das alte Bauwerk komplett aus dem Straßenkörper genommen werden, um den Untergrund für das künftige Pflaster fachmännisch verdichten zu können.

Von Frank Bürstenbinder

Brandenburg/Havel Untersuchung der Stadt Brandenburg - Jugendamt: Kinder zu schnell in Obhut?

Nirgendwo sonst im Land werden so viele Kinder vom Jugendamt in Obhut genommen wie in Brandenburg an der Havel. Die Zahl schwankt zwischen 95 und 119 im Jahr. Jetzt lässt die Behörde wissenschaftlich untersuchen, ob es Eltern zu schnell die Kinder wegnimmt.

12.11.2015

Um mehr als 100 000 Euro muss die Stadt Brandenburg jetzt den Haushaltsposten aufstocken, der für die Betreuung minderjähriger Mütter vorgesehen ist. Die dafür eingestellten 449 100 Euro reichen bei weitem nicht für die Eltern-Kind-Wohngruppen aus. Dabei sind es weniger als ein Dutzend junger Mädchen, die diese intensive Hilfe erhalten.

12.11.2015
Brandenburg/Havel Woltersdorfer Martinsgeflügel - Auf die Gans gekommen

Noch fühlen sich die 15 Gänse von Stefan Wolter auf dem weitläufigen Grundstück im Bensdorfer Ortsteil Woltersdorf wohl. Doch ihre Tage sind gezählt. Am 20. November kommen sie unters Messer. Der Hobbytierhalter schlachtet aber nicht selbst, sondern bringt die Gefiederten zum Freilandgeflügelhof Schubert nach Rogäsen.

14.11.2015
Anzeige