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Plötzlich tat sich die Erde auf

Weseram: Hohlraum unter Straße Plötzlich tat sich die Erde auf

Sie wollten nur die Straße reparieren, doch plötzlich tat sich die Erde auf. Beim Aufstemmen einer maroden Betondecke stießen Bauarbeiter in der Weseramer Bahnhofstraße auf einen Hohlraum. Die eingestürzte Decke eines vergessenen Gewölbes war der Grund für die Fahrbahnabsenkung.

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Ein Teil des gemauerten Durchlasses unter der Bahnhofstraße.

Quelle: Frank Bürstenbinder

Weseram. Plötzlich war der Boden weg: Eine faustdicke Überraschung erlebten Tiefbauer der Firma Bossan in der Weseramer Bahnhofstraße. Dort werden gerade marode Stellen aus der DDR-Betondecke geschnitten und durch Pflaster ersetzt. Die größte Schadstelle von etwa 50 Quadratmeter befindet sich etwa in Höhe der Agrargenossenschaft.

Verdächtige Absenkungen hatten schon immer für Mutmaßungen über mögliche Bewegungen im Untergrund gesorgt. Seit dieser Woche gibt es Gewissheit. Beim Aufstemmen der Betondecke fielen die Brocken unerwartet in die Tiefe. „Es tat sich ein Hohlraum auf, in den über viele Jahre der Sand unter der Betonfahrbahn hinein gespült wurde“, berichtet Bauleiter Fred Grams. Bei der näheren Untersuchung entdeckten die Arbeiter den Grund für das Loch. Sie legten Teile eines aus gelben Klinkern gemauerten Tonnengewölbes frei, dessen Decke vermutlich durch die langjährigen Fahrbahnerschütterungen eingestürzt war. Der Verkehr wird seit Mittwoch um die eingezäunte Baustelle herumgeführt.

Bei dem in Vergessenheit geratenen Bauwerk handelt es sich um einen Durchlass für einen früheren Graben, den es an dieser Stelle nicht mehr gibt. Er soll Anfang der 1970-er Jahre samt Durchlass zugeschüttet worden sein, wie sich ältere Weseramer erinnern. Gleichzeitig wurde der Graben um wenige Meter in Richtung Osten verlegt. Als Durchlass unter dem Straßenraum dient seither ein Betonrohr. Die Bauweise des zutage getretenen Gewölbes lässt vermuten, dass der gemauerte Durchlass aus der Zeit der erstmaligen Befestigung der Bahnhofstraße stammt. Vielleicht gibt es einen Zusammenhang mit dem Bau des Weseramer Bahnhofs.

Auch für Bürgermeister Ulrich Pleßke kam die Nachricht überraschend. Die Reparaturarbeiten waren im Haushalt eingeplant. „Wir werden beraten, wie weiter vorgegangen wird“, sagte Pleßke der MAZ. Zunächst ruhen die Arbeiten an der Stelle. Wie zu erfahren war, soll es am Montag weitergehen. Dann soll das alte Bauwerk komplett aus dem Straßenkörper genommen werden, um den Untergrund für das künftige Pflaster fachmännisch verdichten zu können.

Von Frank Bürstenbinder

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