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Politiker will keine Politessen aus dem Theater

Krise in Brandenburg an der Havel Politiker will keine Politessen aus dem Theater

Im Falle einer Insolvenz des Theaters muss die Stadt Brandenburg 35 Theaterleute und Musiker zurück in den öffentlichen Dienst übernehmen. Aus der Beteiligungsverwaltung heißt es, man könnte sie nach einer Umschuldung in den Stadtordnungsdienst stecken. Der Beigeordnete Michael Brandt fürchtet deshalb um die letzte Vernunft in der Stadt.

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Orchestermusiker als Knöllchen-Verteiler? Das ist doch nur schwer vorstellbar.

Quelle: JACQUELINE STEINER

Brandenburg/H. Angesichts der drohenden Überschuldung des Brandenburger Theaters hatte der neue Theatergeschäftsführer Klaus Deschner erneut deutlich gemacht, dass man eine Insolvenz des Hauses im kommenden Jahr nicht ausschließen könne. Insbesondere dann, wenn Stadt und Land nicht fast 800 000 Euro zusätzlich bereitstellen würden und man nicht gleichzeitig und schnellstmöglich den Tarifvertrag kündige, komme das Theater an der Insolvenz nicht vorbei, hat Deschner in seiner Bestandsanalyse die Aufsichtsräte wissen lassen.

Im Personalüberleitungsvertrag vom Oktober 1995 steht, dass die damals im Theater angestellten Mitarbeiter, die vom städtischen Theater in die Theater-GmbH überführt wurden, im Falle der Auflösung der GmbH „von der Stadt wieder aufzunehmen sind“. Gegenwärtig sind von dieser Zusage 24 Orchesterleute und elf Theatermitarbeiter betroffen. Deschner: „Nach Rücksprache mit Herrn Rechow von der Beteiligungsverwaltung (vom Beteiligungsmanagement der Stadt, Anm. d. Red.) würden diese Mitarbeiter im Fall der Insolvenz von der Stadt übernommen.“ Sie würden dann „nach einer Umschulung städtische Arbeiten ausführen, zum Beispiel im Stadtordnungsdienst arbeiten.“

Für Michael Brandt (CDU), dem als Beigeordneter der Stadtordnungsdienst untersteht, hat dafür nur Kopfschütteln übrig: „Der Einsatz von Mitarbeitern des Theaters oder Orchestermusikern im Stadtordnungsdienst ist mit mir nicht besprochen worden. Die Idee, sollte sie tatsächlich entstanden sein, ist abwegig und nicht zielführend. Ich setze darauf, dass sich die Vernunft in der Stadt noch nicht im Endstadium des Siechtums befindet.“

Derzeit sind im Außendienst des Sicherheitszentrums 10,5 Mitarbeiter auf 12,3 Stellen im Stadtordnungsdienst tätig. Zwar seien in seinem Fachbereich V insgesamt 11,8 der im Stellenplan ausgewiesenen Stellen nicht besetzt – was etwa zehn Prozent der im Stellenplan ausgewiesenen Stellen entspreche. Gleichwohl scheinen Orchestermusiker mit Hochschulabschluss im Stadtordnungsdienst kaum an der richtigen Stelle eingesetzt.

Von Benno Rougk

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