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Brandenburg/Havel Hund gefesselt und in See geworfen – mutmaßlicher Täter gefasst
Lokales Brandenburg/Havel Hund gefesselt und in See geworfen – mutmaßlicher Täter gefasst
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15:09 29.08.2018
Getöteter Hund vom Beetzsee. Zeugen erkannten einen Hund, der zuvor in ihrer Nachbarschaft gehalten wurde. Quelle: Polizei
Bollmannsruh

Die Polizei hat offenbar den Mann gefasst, der Anfang August seinen eigenen Hund mit einer Kette gefesselt und bei lebendigem Leib in den Beetzsee geworfen haben soll. Das Tier starb qualvoll.

Das Sektionsergebnis aus dem Landesveterinäramt in Frankfurt (Oder) liegt nach Angaben von Polizeisprecher Oliver Bergholz jetzt vor. Danach steht nun anscheinend fest, dass der 15 Kilo schwere Mischlingsrüde ertränkt wurde. Der Hund war nach Polizeiangaben zwölf Jahre alt.

Zeugen führten zu mutmaßliche Hundemörder

Mehrere Zeugen meldeten sich bei der Polizei, nachdem die Ermittler mit dem Foto des toten Hundes an die Öffentlichkeit gegangen waren. So kam die Kripo auf einen Mann, der in Brandenburg Nord lebt. Der mutmaßliche Täter soll mittleren Alters sein und bisher ein unbescholtenes Leben geführt haben.

Der Tatvorwurf lautet Tierquälerei. Danach drohen einem Täter bis zu drei Jahre Haft oder Geldstrafe, wenn er ein Wirbeltier ohne vernünftigen Grund tötet oder diesem aus Rohheit erhebliche Schmerzen oder Leiden zufügt.

Zeugen aus der Nachbarschaft sagten aus, dass ein gleich aussehender Hund bei dem Mann nun fehle. Daraufhin klingelten die Ermittler bei dem Brandenburger und vernahmen ihn zu dem Fall. Der mutmaßliche Täter soll den Vorwurf laut Polizei jedoch bisher abstreiten. Doch die Kriminalisten scheinen Beweise gesichert zu haben. Oliver Bergholz spricht von intensiven Ermittlungen der Kriminalpolizei.

„Unsere Ermittlungen dazu sind soweit abgeschlossen und werden in Kürze zur weiteren Entscheidung an die Staatsanwaltschaft Potsdam abgegeben“, so Bergholz.

Der Fall hatte im ganzen Land Brandenburg für große Empörung gesorgt. Auf Facebook fordern Nutzer für den Täter harte Strafen. Sie zeigen sich aber auch erleichtert, dass der Hundehalter offenbar aufgespürt worden ist, der seinem Tier das angetan hat.

Andere Nutzer plädieren für eine Gesetzesänderung und härtere Strafen für solche Tierquälerei.

Auch die Mitglieder der Brandenburger Berufsfeuerwehr, die den Hund nach einem Zeugenanruf bei Bollmannsruh aus dem Beetzsee bargen, zeigten sich schockiert über die grausame Tat. Sie alarmierten sofort die Polizei und sicherten Fotos.

Der Täter hatte den Hund mit einer Kette gefesselt, diese mit einem Schloss am Lederhalsband fixiert und ein Gewicht dran befestigt. Wie lange der Hund im Wasser lag, ist nicht bekannt. Im Schilf entdeckte dann schließlich ein Zeuge den toten Hund.

Offen ist, wie sich die Tat zugetragen hat. Möglich ist, dass der betagte Mischlingsrüde von einem Boot aus ins Wasser geworfen wurde.

Von Marion von Imhoff

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