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Polizei kontrolliert Brummis auf der A 2

Großeinsatz der Polizei Polizei kontrolliert Brummis auf der A 2

Auf Brandenburgs Autobahnen nimmt nicht nur der Lasterverkehr zu, sondern auch die Zahl der Unfälle, die durch Brummifahrer verursacht werden. Mit verstärkten Kontrollen will die Polizei jetzt gegensteuern. Dazu haben die Beamten mehrere Großeinsätze auf der A2 und der A9 geplant.

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Die Brandenburger Polizei nimmt in dieser Woche verstärkt Laster unter die Lupe.
 

Quelle: Peter Geisler

Brandenburg an der Havel. Wer ab Montag auf der Autobahn verstärkt Polizei sieht, braucht sich nicht zu wundern. Die Brandenburger Polizei führt im Rahmen der Verkehrsüberwachung bis zum Freitag eine landesweite Aktionswoche für mehr Sicherheit durch. Im Fokus dieser Kontrollen steht aber nicht der normale Autofahrer, sondern der Bus- und Güterverkehr.

Denn über Brandenburgs Autobahnen rollen immer mehr Laster. Ein Beispiel: Von den 55.000 Fahrzeugen, die täglich die A 2 in Höhe der automatischen Zählstelle Lehnin passieren, sind über 13.000 Lastwagen _ Tendenz steigend. Was die Polizei immer wieder feststellt: Brummi-Fahrer halten den Sicherheitsabstand nicht ein oder sitzen länger am Steuer als erlaubt. Andere Trucks sind überladen oder haben gravierende technische Mängel. Kontrollen finden deshalb jetzt an täglich wechselnden Stellen statt.

Bedeutende Rolle im Transitverkehr

„Unter dem Motto ’Sicher transportieren - sicher ankommen’ sollen die Verkehrsteilnehmer durch präventive und repressive Maßnehmen für die Besonderheiten im gewerblichen Personen- und Güterverkehr sensibilisiert werden“, erklärt Sandy Fenger von der Polizeidirektion West. Zum einen spiele das Land Brandenburg eine bedeutende Rolle im europäischen Transitverkehr, zum anderen hätten die durch Lkw-Fahrer verursachten Verkehrsunfälle mit verletzten Personen im vorigen Jahr stark zugenommen. Um 13,3 Prozent sei die Anzahl der Getöteten angestiegen, die bei Unfällen ums Leben kamen, an denen Laster beteiligt waren.

Ein Polizist nimmt einen Lkw genau unter die Lupe

Ein Polizist nimmt einen Lkw genau unter die Lupe.

Quelle: Peter Geisler

„Ziel ist es nicht nur die Anzahl der Unfälle zu senken, sondern auch deren Hauptursachen“, so die Sprecherin. Daher werde ebenso auf Einhaltung der Höchstgeschwindigkeit, des Sicherheitsabstandes, der technischen Fahrzeugsicherheit und der Vorschriften geachtet.

Verstärkte Überprüfungen

Wechselnde Kontrollstellen werden in der Zeit von 7 bis 13 Uhr am Montag und am Donnerstag auf der Autobahn 9 in Richtung Leipzig in Höhe Parkplatz Borker Heide eingerichtet, am Mittwoch in umgekehrter Richtung nahe Rabenstein. Am Dienstag ist die A 2 in Richtung Hannover (Parkplatz Wendgräben) dran.

Raser und Drängler im Visier

„Einen schwarzen Dienstag” gab es am 12. Mai 2009. Damals ereigneten sich auf der A 2 drei schwere Lkw-Unfälle hintereinander. Dabei spielten auch zu geringe Sicherheitsabstände eine Rolle.
 

Überhöhte Geschwindigkeit gilt als eine der Hauptursache bei Lasterunfällen. Oft sitzen Brummifahrer aber auch zu lange hinterm Lenkrad. Weitere Probleme sind mangelnde Landungssicherheit und gravierende technische Mängel.

Neben solchen Aktionswochen behalten die Beamten der Sonderüberwachungsgruppe (SÜGRU) ihren Kontrolldruck auf den Güterverkehr bei. Auch mit normalen Tempokontrollen will die Brandenburger Polizei weiter auf die Bremse treten.

Vor den Toren Brandenburgs bleibt die Autobahn 2 allgemein ein gefährliches Pflaster. Im vorigen Jahr hatte sich zwischen Ziesar und dem Autobahndreieck Werder 433 Unfälle ereignet _ 37 mehr als im Jahr davor. Die Zahl der Schwerverletzten war von 21 auf 27 gestiegen. Leider sind auch immer wieder Verkehrstote zu beklagen.

 Außerdem gibt es laut Fenger am kommenden Freitag zum Ausklang der Aktionswoche neben mobilen Überprüfungen auf der Autobahn in allen vier Polizeiinspektionen stationäre Kontrollen. Während im benachbarten Havelland die Milower Landstraße in Rathenow ein Standort ist, sind sie im Bereich der Inspektion Brandenburg in der Berliner Straße in Bad Belzig und auf der Automeile in der Stadt Brandenburg postiert. Zusätzlich werden am 24. Juli auf dem Rewe-Parkplatz in der Neuendorfer Straße die Bürger von Experten in Fragen Vorbeugung und Verkehrssicherheit beraten.

 

Von Claudia Nack

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