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Polizei künftig unter einem Dach

Direktion West feiert Richtfest für Anbau in Brandenburg/Havel Polizei künftig unter einem Dach

Die Arbeiten für das neue Polizeigebäude in der Havelstadt Brandenburg liegen laut Behörden im Plan. Sieben Monate nach der Grundsteinlegung steht der Erweiterungsbau soweit, dass am Montag Richtfest gefeiert worden ist. Laut Innenministerium wird das bisherige Gebäude für insgesamt rund 16 Millionen Euro saniert und erweitert.

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Quelle: J. Steiner

Brandenburg an der Havel. Alles eine Frage des Blickwinkels: Finanzminister Christian Görke (Die Linke) scheint jedenfalls fest entschlossen, den Lapsus und den Beinahe-Skandal um den Lumpenmann mit Humor zu nehmen. Bauarbeiter hatten die Scheuche Anfang April ans Gerüst des Rohbaus für die neue Polizeidirektion und -wache an der Magdeburger Straße montiert, zum Zeichen, dass der Bauherr wohl zu geizig für ein Richtfest sei. „Einige Bauleute konnten es wohl nicht erwarten und haben die Figur montiert, als die Decke gerade frisch mit Beton ausgegossen war. Gern hätte ich mit dem schlecht gekleideten Kollegen heute angestoßen, aber der Wind hat ihn wohl schon weggetragen.“ Jungenhafte Freude und Bewunderung für den Streich schwingen da mit. Später gibt Görke noch zu: „Naja, einen richtigen Anpfiff hat es schon gegeben, aber am Ende nicht so wild.“ Das bestätigen auch Mitarbeiter des Brandenburger Landesbetriebs für Liegenschaften und Bauen – die BLB ist praktisch eine „Tochter“ des Finanzministeriums. „Unter seinem Vorgänger wäre das viel schlimmer gewesen, jetzt ist es schon vergessen“, erzählt einer. Kurz zuvor hat eine Kollegin noch tapfer behauptet, ein Richtfest sei „immer geplant gewesen“, die anderen haben geschmunzelt.

Die Arbeiten für das neue Polizeigebäude in der Havelstadt Brandenburg liegen laut Behörden im Plan. Sieben Monate nach der Grundsteinlegung steht der Erweiterungsbau soweit, dass am Montag Richtfest gefeiert worden ist. Laut Innenministerium wird das bisherige Gebäude für insgesamt rund 16 Millionen Euro saniert und erweitert.

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Aber am Montag gab es eines – gleich zwei Minister kamen: Bauherr Görke und sein „Mieter“ Innenminister Ralf Holzschuher (SPD). „Arbeitsbedingungen sind heutzutage ein wesentlicher Faktor für Erfolg. Insofern freuen wir uns über Sanierung und Neubau. Beides ist nämlich ein Bekenntnis zur Polizei und zum Standort Brandenburg an der Havel“, lobt Holzschuher den Kollegen. Kein Wunder, schließlich ist des Innenministers Wunschzettel noch lang, zuoberst stehen einige neue Polizistenstellen, die der Finanzchef bewilligen soll.

Der lobt erst einmal das Erreichte, schwärmt von den guten Bedingungen in dem 2200 Quadratmeter großen Neubau. Hinter dem überdachten Eingang schließt sich am Straßengiebel auf allen drei Etagen das Besucherzentrum an. Obwohl die Gäste wahrscheinlich nicht immer ganz freiwillig da sind – schließlich gibt es neben den Räumen für die Anzeigenaufnahmen auch Vernehmungszimmer. Dahinter sind dann so genannte Flex-Büros: Beamte haben unterschiedliche Anfangs- und Schichtzeiten. Wer kommt, sucht sich einen freien Platz, kann im Idealfall dort seinen Laptop anstöpseln.
Anfang 2016 soll die Vision in die Tat umgesetzt sein, dann sind auch die Außenanlagen mit Stellplätzen für Bedienstete und für Besucher fertig.

Vorläufig fertig ist dann auch das so genannte Behördendreieck: Eingeschlossen von Magdeburger- und Vereinsstraße sowie Zentrumsring gibt es zahlreiche Landesinstitutionen, Behörden, Gerichte sowie Einrichtungen für Lehre und Forschung. Auf dem Behördenstandort in Brandenburg hat das Land seit 1991 rund 90 Millionen Euro investiert, sagt Görke.

Hintergrund

  • Die Nutzfläche des Gebäudes ist 3.457 Quadratmeter groß.
  • Die Gesamtbaukosten liegen bei rund 16 Millionen Euro.
  • Die Grundsteinlegung war am 23.10.2013.                    
  • Die Bauzeit ist von März 2013 bis Januar 2016 angesetzt.
  • Der Bau schafft Platz für 300 Mitarbeiter.

Von André Wirsing

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