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Brandenburg/Havel Polizeistandort: Verspätung und Mehrkosten
Lokales Brandenburg/Havel Polizeistandort: Verspätung und Mehrkosten
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19:07 14.03.2018
Schlüsselübergabe: Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD), Polizeidirektor Peter Meyritz, Finanzminister Christian Görke (Linke), Polizeipräsident Hans-Jürgen Mörke und Norbert John, Geschäftsführer des BLB (von links), vor dem Neubau der Polizei in der Magdeburger Straße. Quelle: Rüdiger Böhme
Brandenburg/H

Der größte Dank von Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) und Finanzminister Christian Görke (Linke) dürfte den 240 Polizisten am Brandenburger Standort von Polizeidirektion und Inspektion gegolten haben, die viereinhalb Jahre klaglos den Umbau ihres Standortes seit Oktober 2013 ertragen haben – das waren zwei Jahre länger als geplant.

„Jetzt gibt es Platz für bis zu 280 Beamte, es ist ein bisschen Luft, aber wir haben ja weitere Beschlüsse zum Personal gefasst“, sagt Görke. Als Finanzminister schmerzten ihn natürlich die Verzögerungen, die aufgrund der schlechten Altbausubstanz, unzähliger Nachträge, zwei Firmeninsolvenzen sowie einer Vergabebeschwerde entstanden seien. Das habe auch Mehrkosten von 2,68 Millionen Euro nach sich gezogen, insgesamt kosteten Sanierung und Neubau 18,6 Millionen Euro. Darin enthalten sind beispielsweise Mehrkosten in Höhe von einer Million Euro, die allein aufgrund der zwischenzeitlich erfolgten Baupreissteigerung angefallen sind.

Viereinhalb Jahre Bauzeit, davon zwei Jahre Verspätung, 18,6 statt 16 Millionen Euro Kosten: Der Standort von Polizeidirektion West und Inspektion Brandenburg ist nach Sanierung und Ersatzbau fertig. Auf 3500 Quadratmetern ist nun Platz für bis zu 280 Beamte, 240 sind schon da.

Angesichts von 3500 Quadratmetern Nutzfläche sind mehr als 5300 Euro je Quadratmeter eine stolze Summe. Doch wäre diese Rechnung verzerrt – schließlich waren in der Summe mehr Maßnahmen drin: Abriss und Neubau von Garagen, Errichten von Carports für alle Dienstwagen, einschließlich Zivilfahrzeuge, Neubau von Zwinger und Auslauf für die Diensthunde, Herrichten eines Volleyballplatzes. Polizeipräsident Hans-Jürgen Mörke gibt auch zu, dass noch nicht alle Polizisten aus den Ausweichquartieren schon wieder „eingesammelt“ sind, der Eingewöhnungsprozess noch laufe. Seit August 2015 ist die neue Inspektion schon in Betrieb, dabei habe man Erfahrungen gesammelt, die man weiter verwenden könne. „Das neue Großraumbüro beispielsweise hat nicht funktioniert, deshalb haben wir es beim Neubau der Havelland-Inspektion in Falkensee auch weggelassen.“

101 000 Einsätze im vorigen Jahr

Die Polizeidirektion West umfasst eine Fläche von 6800 Quadratkilometern mit mehr als 780 000 Einwohnern in den Landkreisen Potsdam-Mittelmark, Havelland, Teltow-Fläming sowie den kreisfreien Städten Brandenburg an der Havel und Potsdam.

Die Polizeidirektion West ist in vier Polizeiinspektionen, acht Reviere, ein Autobahnpolizeirevier und zwei Wasserschutzpolizeireviere gegliedert.

Im Vorjahr wurden in der Polizeidirektion West rund 101 000 Einsätze gezählt, das war fast ein Drittel aller Einsätze im Polizeipräsidiums.

„Mit den neuen und modernisierten Räumlichkeiten bekommt die Polizeidirektion West den Rahmen, den sie nicht nur braucht, sondern auch verdient. Denn unsere Beamten geben jeden Tag ihr Bestes, um uns vor Kriminellen zu schützen und Straftaten aufzuklären“, sagt Innenminister Schröter. Das Neubau- und Sanierungsvorhaben sowie die investierten Millionen Euro seien ein klares Bekenntnis der Landesregierung zu ihrer Landespolizei. Für die Bürger in der Stadt bedeutet die Rückkehr der Polizei an ihren angestammten Platz in der Magdeburger Straße auch die Komplettierung des Landesbehördenzentrums in der Havelstadt.“

Er werde an diesem Donnerstag die Zahlen zur Arbeit der Polizei, vor allem zu den Ergebnissen der Kripo vorlegen, „Ich kann ihnen jetzt schon sagen, es werden gute Zahlen. Das ist ein Ausdruck unserer exzellenten Arbeit, die auch möglich wird, wenn wir für unsere Beamten entsprechende Arbeitsbedingungen schaffen.“

Görke und Schröter werden nicht müde zu betonen, dass bis zum Ende der Legislaturperiode im nächsten Jahr insgesamt 180 Millionen Euro in die Polizeistandorte im ganzen Land gesteckt werden, jüngst in Straußberg, Oranienburg und in Falkensee. Als nächstes komme Potsdam mit dem Standort Henning-von-Tresckow-Kaserne an die Reihe.

Von André Wirsing

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